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Im Gegensatz zu den Cross Country-Fahrern ist beim Mountainbike Weltcup im Brasilianischen Balneario Camboriu bei den Downhillern die gesamte Weltelite vor Ort, sowohl bei den Herren wie auch bei den Damen. Für die Schweiz am Start sind Marielle Saner und Claudio Caluori. Die recht kurze Rennstrecke ist geprägt von einer sehr engen Linie durch den Brasilianischen Busch und durch spektakuläre Sprünge im Zielgelände, die zur Zeit etwas entschärft werden.
Schön auf der Linie bleiben Nach dem Start unmittelbar bei der Bergstation der Gondelbahn stechen die Fahrer die ersten Meter auf einer Betonpiste in Brasilianischen Busch. Schnell wechselt man dann auf einen Singletrail, der sich durch die vielen Bäume schlängelt. «In den Busch-Sektionen der Strecke kannst du keine schnelle oder langsame Linie fahren - es gibt nur eine. Das Wichtigste ist, dass du auf dieser möglichst flüssig runter kommst und an keinem Baum hängen bleibst» meint Marielle Saner zu den engen Streckenabschnitten. Zwar sind die Sektionen immer wieder mit kleinen Sprüngen oder Absätzen durchsetzt, doch gelten die ersten 90 Prozent der Strecke technisch als nicht besonders schwierig - die Abfahrten der Cross Country-Runde sind bedeutend anspruchsvoller. Trotzdem: Richtig Geschwindigkeit kriege man auf der Strecke nie, meint Claudio Caluori nach ersten Trainingsfahrten. «Zu Fuss hast du das Gefühl, die Strecke sei recht flüssig, doch auf dem Bike kannst du dann nirgends richtig Tempo machen. Ständig schlängelst du um Bäume und Büsche und musst aufpassen, dass du auf der Linie bleibst.»
Wilder Zielbereich Sehr anspruchsvoll sind die letzten Meter der Downhillstrecke. Hier enthält die Strecke grosse Spünge über runde Felsformationen mit Landungen im Schräghang oder kurz vor dem Absprung für den nächsten Drop. Aktuell sind die Streckenbauer daran, diesen Teil etwas zu entschärfen. Denn auch bei den Landungen gilt, was für die gesamte Strecke zählt: Wer nicht haargenau auf der Linie fährt, ist weg. Im Zielbereich der Strecke dürfte es am Renntag unzählige Zuschauer haben. Bereits im Training am Donnerstag zeigten sich hier viele Fans und brachten gute Stimmung ins Flugtraining der Downhiller. Entlang dem Rest der Strecke dürften sich, wie beim langen Cross Country-Kurs, kaum Zuschauer aufhalten. Mindestens dürfte dies nach europäischen Masstäben zutreffen. Hier in Brasilien ist aber alles ein bisschen anders...
Die gesamte Weltelite hier Sowohl bei den Herren wie auch bei den Damen sind sämtliche Rennfahrer am Start und im Gegensatz zu den Cross Country-Fahrern verzichtet keiner der Topfahrer auf ein Weltcup-Rennen. Marielle Saner hat mit ihrem dritten Platz in Mount Sainte-Anne gezeigt, dass sie gut in Form ist und die Weltranglisten-Erste kommt mit allen Strecken gut zurecht. Claudio Caluori zeigte sich beim Training sehr zuversichtlich und scheint sein Intense langsam in den Griff zu bekommen. Noch fehlt ihm aber auch dieses Jahr eine internationale Top-Platzierung. Der «Star» des Rennens ist allerdings der Brasilianer Martolf Berchtold, der aus dieser Region stammt und entsprechend stark von den nationalen und lokalen Medien umringt wird.
 Die enge Downhill-Strecke durch den brasilianischen Busch mit vielen kleinen Drops und engen Kurven
Linienwahl überflüssig: Auf dem engen Kurs von Balneario Camboriu gibt es generell eine Linie die man halten muss.
Schnell und flüssig ist die Strecke in einem der offenen Bereiche mit Blick auf das Meer.
Die Strecke enthält immer wieder Sprünge über runde Felsen.
Im Zielbereich werden die Sprünge immer grösser und schwieriger.
Flugspezialisten überfliegen den zweiten Stein und sparen kurz vor dem Ziel nochmals deutlich Zeit.
Argentinische Fans feuern die Fahrer bereits im Training an.
Sprung auf die Four Cross-Strecke wenige Meter vor der Ziellinie.
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Meldung vom
30. Juni 2005
(Autor:
red )
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