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BMC eröffnet in Grenchen modernste Carbon-Produktion
Die Schweizer Fahrrad-Manufaktur BMC setzt einen Meilenstein in der Fahrrad-Produktion. Sie startet in Grenchen die erste vollautomatische Herstellung von Carbon-Rahmen und holt damit die Fahrrad-Produktion von Fernost zurück auf europäischen Boden.

Wer bisher den Investor Andy Rihs mit seinem Engagement bei BMC als unrealistischer Träumer oder grössenwahnsinniger Radsport-Fan belächelt hat, wird dies fortan wohl kaum noch tun. Denn Rihs wird mit BMC die Produktion von Highend-Fahrrädern in eine neue Ära führen. In Grenchen hat man in diesen Tagen die hauseigene Produktion von Carbonrahmen gestartet. Ride hat zusammen mit weiteren Fachjournalisten erstmals Zutritt zu den Produktionsanlagen bekommen und zeigt sich nach einem ersten Rundgang beeindruckt: Die siebenstufige Produktionslinie ist voll automatisiert, Roboter übernehmen die Produktionsabläufe und durch neue Produktionsmethoden erreicht BMC bisher unerreichte Qualitätsstandards. Die Anlagen sind eine vollständige Eigenentwicklung von BMC, auf bereits bestehende Produktionsprozesse konnte nicht zurückgegriffen werden.

Carbonrahmen werden gewebt
«Webmaschine» für CarbonrohreDie Herstellung der Carbonrohre erfolgt über eine speziell entwickelte «Webmaschine», die über einen Radius von 360 Grad Carbon-Schläuche produziert. Durch die Computersteuerung kann BMC die Anordnung der Carbonfasern bis auf das kleinste Detail steuern und exakt den Anforderungen des jeweiligen Einsatzzweckes anpassen. Die so entstandenen Rohre werden an den Enden mit Carbonschalen geleimt und damit zu einem kompletten Fahrradrahmen zusammengebaut.
Die Produktion von Carbonrohren war noch nie so genau aber auch noch nie so vielseitig wie mit der computergesteuerten Variante von BMC. Bisher erfolgt die Produktion in Fernost in Handarbeit durch die manuelle Schichtung mehrerer Carbonlagen, die hohe Qualitätsschwankungen mit sich bringt.

40 Millionen für eine Revolution
Roboter übernehmen den ProduktionsprozessDer Produktions-Prozess von BMC wird die Fahrrad-Produktion zweifelsfrei revolutionieren. BMC ist nicht mehr von den Rahmenproduzenten in Fernost abhängig sondern nimmt die Herstellung dank der Hightech-Produktion wieder selber in die Hand. «Unser Ziel ist es, vollständig unabhängig zu sein. Wir haben den Produktionsprozess selber in der Hand und können im Bereich der Entwicklung nun aus dem Vollen schöpfen. Externe Limiten bei der Produktion kennen wir keine mehr», erklärt Firmenbesitzer Rihs die Vorteile. Er hat sich diesen Produktionsprozess rund 40 Millionen Franken kosten lassen.

Analogie der Velo- und Uhrenindustrie
Der Vergleich der Strategie von BMC mit der Uhrenindustrie liegt nahe, zumal Grenchen als Produktionsstandort von BMC eine traditionelle Uhrenmacher-Stadt ist. Nicolas Hayek sicherte der Region einst die Uhrenproduktion indem er bei Swatch die vollautomatische Herstellung einführte und damit verhinderte, dass eine ganze Industrie ins Ausland abwanderte. Ähnliches Szenario (allerdings in etwas kleineren Dimensionen) könnte nun Andy Rhis gelingen: Er holt mit dem hochmodernen Produktionsprozess die Fahrrad-Produktion zurück in die Schweiz.

Hohe und schwankungsfreie Qualität
Die computergesteuerte Produktion von BMC hat auch für den Endkonsumenten handfeste Vorteile. Die Fehlerquote kann weitgehend auf Null reduziert werden da mit Computern sehr genau, gleichmässig und schwankungsfrei produziert werden kann. Bisher werden Carbonrahmen in Fernost von Hand durch das Übereinanderlegen von Carbonmatten hergestellt, wobei die Fertigung immer wieder beängstigend hohe Qualitätsschwankungen ausweist. Für BMC gehören diese Unsicherheiten nun der Vergangenheit an. Die Nachbearbeitung von fertigen Carbonrahmen ist bei der neuen Produktionsmethode hinfällig da menschliche Toleranzen ausgeschlossen werden können. Aus der Maschine kommt perfekte Qualität.
Vorerst produziert BMC in ihrer hauseigenen Produktionshalle das Strassenrad «Impec». Mittelfristig werden weitere Modelle hinzukommen, dazu werden auch Mountainbikes zählen. Mit einer Aussicht, wann die ersten Offroad-Modelle «gewebt» werden, hält sich BMC vorerst zurück. Im Moment läuft die Produktionsanlage mit einer Kapazität von 25'000 Rahmen pro Jahr auf vollen Touren für das neue Edel-Rennrad.

Swiss Made: «Impec»
BMC ImpacDas erste Modell aus der hauseigenen Hightechproduktion von BMC heisst «Impec». Das Strassenrad erfährt in diesen Tagen mit Cadel Evans und George Hincapie an der Tour de France die Feuertaufe. Das Bike ist geringfügig schwerer als das bisherige Topmodel «Teammachine», weist aber deutlich bessere Werte in Steifigkeit, Komfort und Rahmenqualität aus. So exklusiv die Optik und der Produktionsprozess, so hoch ist auch
der angekündigte Verkaufspreis. Das «Impec» wird es in vier verschiedenen Ausführungen geben, welche sich in einer Preisspanne von 6’500 bis 10'000 Euro bewegen. BMC unterstützt die Bikes mit einer lebenslangen Garantie, gibt keine Limiten für das Fahrergewicht vor und offeriert gar ein Crash-Replacement. Die ersten Lieferungen an Endkunden erfolgen nach der Eurobike-Messe.

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Meldung vom 03. Juli 2010 (Autor: tg )
 

Kommentare 

 
# Peter 2010-07-03 17:46
Viel marketinglastige Grosskotzerei, wie man es von BMC kennt:

Wo sind genau die Vorteile der teuren neuen Produktion? Preiswerter, leichter, stabiler? Qualität in Ehren, aber die professionellen Rahmenbauer in Fernost haben zu genüge bewiesen, dass sie das auch können.

Wer soll die 25'000 Highendvelos aus Schweizer Produktion kaufen? Das ist mehr, als BMC momentan mit dem ganzen Programm absetzt!

Der Vergleich mit Swatch ist nur peinlich. Wer die Innovationen der Plastikuhr nicht kennt, sollte sie nicht einfach leichtsinnig mit einem Carbonvelo vergleichen. Nur weil beides aus Plastik ist un der Schweiz produziert wird, ist es noch lange nicht dasselbe. Etwas sorgfältigere Recherche-Arbeit täte Ride gut, nicht nur bei der Rechtschreibung des Namens von Andy Rihs!
 
 
# Ändu 2010-07-04 18:12
Innovation, Swissnes, Marketing, usw kennen leiter nicht alle und wer sich so ein bike nicht leisten kann sollte sagen das es ihm zu teuer ist statt solche kommentare ab zu geben (Peter)
 
 
# thomas 2010-07-08 11:14
ein genialer zug von bmc - gratulation!
 
 
# Hansruedi Misteli 2010-07-12 18:38
InGalgery Canada gibt eine Werkstatt die alle Carbonstöcke der NHL und Tennisracket rep. Sie suchen Interessenten für die Schweiz. Hätten Sie Lust so etwas zu Uebernehmen?
(Mein Enkel wohnt in Galgary)
 
 
# bucher 2010-07-22 13:39
super
 
 
# Mathias 2010-08-12 16:24
PETER!!! PETER!!!
Dein Beitrag ist ja jenseits...
Was hast Du nur für schlimmer Erfahrungen mit BMC gemacht, das Du so eine "Hass-Triade" schreiben musst??!!
Ich dinde ja auch das man etwas mögen kann oder auch nicht...aber soooo????
hmmmmm....PFUI!
 
 
# Lukas 2010-08-31 12:57
BMC macht einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Dass Bewusstsein zur Kosten-, Nutzenrealität muss vermehrt wieder hergestellt werden. Ständiges Auslagern von Produktion und Know-how in den asiatischen Raum wird uns sonst irgendwann alle einmal einholen.
 
 
# Müller 2010-09-08 22:14
fasch e schöne Hufe Sondermüll...
 

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