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Eine Woche vor der Mountainbike-EM 2002 lud Organisator Iguana zu einer Pressekonferenz – ins Schildkrötenhaus des Zürcher Zoos. Dort wurde das Programm des dreitägigen Events vorgestellt. Die Eckdaten: Am 1. August fällt mit dem erstmals an einer EM ausgetragenen Nationen-Staffelwettkampf der Startschuss. Nach dem Freitag, der fürs Training reserviert ist, fallen dann sämtliche Titelentscheidungen am Samstag, dem 3. August. An der Rennstrecke zwischen Saalsporthalle und Albisgüetli sollen sich Spitzen-, Breitensport und Lifestyle ergänzen. Selbst SF DRS wird mit zwei Kameras vor Ort sein.
«Der Bikesport droht zu einer inzestuösen Randsportart zu werden», meint Iguana-Boss Coni Altherr. Eine Woche vor der Mountainbike-EM in Zürich ist für ihn deshalb klar: «Wir müssen den Spitzensport zu den Leuten bringen – mitten ins Medienzentrum Zürich. Ein breites Rahmenprogramm, das auch in Sachen Breitensport und Unterhaltung viel zu bieten hat, spricht zudem auch Leute an, die weniger angefressen sind. Diese Faktoren und die starke Stellung der Schweizer Fahrerinnen und Fahrer im kontinentalen Vergleich versprechen drei schöne Biketage in Zürich. So sind wir zuversichtlich, dass die EM in der Berichterstattung des Fernsehens und vor allem der drei Sonntags-Zeitungen der Deutschschweiz eine angemessene Erwähnung finden wird.»
«Schildkröten-EM» für Hobbybiker
Mit einigen unkonventionellen Ideen will Iguana das Interesse von Publikum und Medien gewinnen: So führt die Strecke im Bike-Village mitten durch das grosse Partyzelt, und am Abend spielen Bands im Bike-Village auf. Um auch weniger Angefressenen eine Chance zu geben, einmal auf einer echten Meisterschaftsstrecke eine Runde drehen zu können, werden zudem am frühen Samstagabend, nach den Rennen der Elite, die Breitensportler im Rahmen der «Mountainbike Schildkröten-EM» auf den Originalparcours geschickt – selbstverständlich kommt hier das Erlebnis vor der Zeit oder dem Rang. Als Erinnerung gibt’s für alle Teilnehmenden ein Trikot aus Funktionsfasern.
Hochkarätige Starterfelder, rasend schneller Kurs
Auf dem aus dem Allianz Suisse Cup bewährten, schnellen Rundkurs (6,8km und 190hm pro Runde) zwischen Saalsporthalle und Albisgüetli werden nach dem letzten Stand 508 Fahrerinnen und Fahrer aus 27 Nationen um Rang und Ehre kämpfen. Die Meldelisten versprechen Bikesport auf höchstem Niveau, fehlen doch in den Elitefeldern nur wenige klingende Namen. So wird sich Barbara Blatter gegen ihre ehemalige Teamkollegin Marga Fullana, Sabine Spitz und Annabella Stropparo behaupten müssen. Auch Thomas Frischknecht und Christoph Sauser können den Heimvorteil gut gebrauchen, sind doch Fahrer wie Bart Brentjens, Filip Meirhaeghe, Cédric Ravanel und José Antonio Hermida gemeldet.
Zum eigentlichen Höhepunkt verspricht das Rennen der U23 zu werden: Neben AllianzCup-Seriensieger Julien Absalon dürften auch der Brite Liam Killeen und die beiden deutschen Jochen Käss und Manuel Fumic um die Medaillen mitfahren. Klar, dass die jungen Schweizer mitmischen wollen, und dabei dürfen sie sich gute Chancen ausrechnen: Balz Weber, Florian Vogel, Ralph Näf, die Zwillinge Julien und Valentin Girard sowie Martin Gujan können an einem guten Tag alle in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Das grösste Starterfeld stellen übrigens die Junioren: Um die Zukunft des Bikesports scheint es also doch nicht so finster zu stehen.
Detailierte Infos zur Crosscountry-EM 2002 in Zürich unter: www.iguana.ch
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