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       Ausgabe 02/2012 ab 3. Mai am Kiosk

 
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Bfu veröffentlicht Ratgeber für Trailbau

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (Bfu) nimmt sich den Freeride-Mountainbikern an und hat soeben die Broschüre «Mountainbike-Trails, Leitfaden zur Realisierung» veröffentlicht. Im 76-seitigen Heft beschreibt die bfu ausführlich, wie man beim Bau von Mountainbiketrails vorzugehen hat.

Auslöser für die Publikation waren die unzähligen, selbstgebauten Freeride-Strecken in Schweizer Wäldern. Diese stellen nicht selten durch unsachgemässe Bauweise ein Gefahrenpotenzial dar, sind wegen ihrem illegalen Status aber auch Behörden und Grundbesitzern ein Dorn im Auge. Der Bfu-Leitfaden wurde deshalb in enger Zusammenarbeit mit den Aktivisten von Trailnet erstellt, die mit den Abfahrtsstrecken in Bern (Gurten) und Biel (Magglingen) bereits erfolgreich umgesetzte Beispiele vorweisen können.

Der Ratgeber richtet sich schwergewichtig der Freeride- und Downhill-Abteilung des Mountainbikesports, für welche die Benutzung der bestehenden Wanderwege nicht sinnvoll ist. Diese verlangen nach eigenen Strecken. Sind solche nicht vorhanden, wird generell selbst Hand angelegt. Der Rategeber unterstützt diese Trailbauer, ihre Vorhaben sicher und auch langfristig abgestützt umsetzen zu können. Er erklärt die Projektphase von der Idee bis zum Baugesuch, erläutert die anschliessende Umsetzung und gibt Tipps zum Betrieb der Strecke. Ein weiteres Kapitel widmet sich den rechtlichen Aspekten und schliesslich liegen im Anhang viele nützliche Checklisten und Vorlagen bei.

Der Ratgeber der Bfu ist gratis und kann als PDF heruntergeladen werden. Es gibt in auch in gedruckter Form, der kostenlos bei der Geschäftsstelle bestell werden kann.

Ratgeber herunterladen: http://www.bfu.ch/PDFLib/1229_105.pdf

Website: http://www.bfu.ch/German/sport/mtb/Seiten/Mountainbiketrails.aspx


Vorwort aus dem Ratgeber:
Ob an den Olympischen Spielen, an Weltmeisterschaften oder in den Bilanzen der Zweirad-Branche: Das Mountainbike ist in der Schweiz seit langem eine Erfolgsgeschichte. Doch längst nicht alle Spielarten des Radfahrens abseits befestigter Strassen können auf der zurzeit bestehenden Infrastruktur ausgeübt werden. Dass Touren-Biker in weiten Teilen der Schweiz auf dem Wanderwegnetz akzeptiert werden, ist schon ein grosses Entgegenkommen anderer Erholungssuchender. Und nur denkbar, weil sich die meisten Mountainbiker dieser Situation bewusst sind und sich entsprechend rücksichtsvoll verhalten.
Sobald die Ansprüche an die Strecken spezifi scher werden, steckt die Infrastruktur trotz idealer Topographie und vieler Bergbahnen noch in den Kinderschuhen. Und wegen der komplizierten Rechtslage – neben Zonenverordnungen sind auch die Besitzverhältnisse und die Ansprüche von Forst, Jagd und Erholungssuchenden in die Planung miteinzubeziehen – scheitert manche Idee an den administrativen Hürden. Oder schlimmer noch: Es wird wild gebaut, was für böses Blut sorgt und auch aus Sicherheitsaspekten nicht akzeptabel ist.
Deshalb hat sich die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung entschieden, dieses Handbuch zur Erstellung von Mountainbike-Strecken auszuarbeiten. Damit streben wir gleich mehrere Ziele an: Anhand gelungener Beispiele wird aufgezeigt, wie solche Streckenprojekte angegangen werden sollen, mit wem zwingend das Gespräch zu suchen ist, welche Massnahmen ergriffen werden können, um die Risiken und den Unterhaltsaufwand so gering wie möglich zu halten – und schliesslich wie im Betrieb die grösstmögliche Sicherheit für Mountainbiker und andere Erholungssuchende gewährleistet werden kann. Es geht sowohl um die Planungs- als auch die Betriebssicherheit.
Bewusst zurückhaltend wird das Thema der konkreten baulichen Umsetzung von Streckenprojekten behandelt. Einerseits hätte der Einbezug dieses Themas den Umfang des Leitfadens bei weitem gesprengt, andererseits sollten die an dessen Erarbeitung beteiligten Experten in Sachen Streckenbau nicht in ihrem Kerngeschäft konkurrenziert werden.
Weil der Bau von Mountainbike-Strecken nicht zum Kerngeschäft der bfu gehört, wurden Experten aus der ganzen Schweiz zur Mitarbeit an diesem Leitfaden eingeladen. Namhafte Spezialisten sind der Einladung gefolgt und haben wertvolles Wissen aus der Praxis einfliessen lassen. Der spezielle Dank der bfu gebührt insbesondere Alban Aubert von «Bike Attitude», Laurent Pittet von «Magic Downhill», Thomas Ryser von «Hot Trail», Samuel Hubschmid, Bernd Schoenmakers, Patrick Christe, Noëmi Sandmeier und Oli Busato von «Trailnet», Raffael Rhyner von «Trailworks», Pete Stutz aus Zürich, Silvio Bundi aus Chur und nicht zuletzt dem Nationaltrainer der Schweizer Downhiller, Ernst Schurter. Sie alle haben durch ihr grosses Engagement diesen Leitfaden erst möglich gemacht. Die bfu hofft, mit diesem Werk die Hemmschwelle zur Realisierung von Mountainbike-Strecken zu senken und damit zu einer Minderung allfälliger Nutzungskonflikte beizutragen.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen viel Erfolg bei Ihren Projekten – und eine unfallfreie Nutzung der erstellten Strecken und Anlagen.

Brigitte Buhmann
Direktorin bfu


Meldung vom 20. Juni 2009 (Autor: tg )
 

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