Anzeige
 
       Ausgabe 02/2012 ab 3. Mai am Kiosk

 
RIDE › Produktenews › Athen-Erlkönige an der O-Tour entdeckt
 
Athen-Erlkönige an der O-Tour entdeckt

Für Materialfetischisten sind Bike-Rennen eine Fundgrube, und die O-Tour in Sarnen macht da keine Ausnahme. So schraubte Thomas Frischknecht zwei Stunden vor dem Start des Crosscountry-Rennens noch an seinem neuen Scott-Hardtail mit Carbonrahmen – um Avid's «Juicy»-Scheibenbremsen zu montieren. Um das Gewicht der Discs zu kompensieren, fährt «Frischi» Laufräder mit Carbon-Aerofelgen und Collé-Bereifung. Und Christoph Sauser erhält von Cannondale eine neue Variante des «Scalpell»: Wie bei den teuersten Rennrädern der US-Schmiede besteht der Hauptrahmen aus einem Carbon/Aluminium-Verbund, das Gewicht des Bikes sinkt so mit Scheibenbremsen auf gerade einmal 9.5 Kilogramm. Athen kann kommen, das Material der Schweizer Topcracks ist bereit.

Sind Collées am Bike plötzlich ein Thema?
Laut Thomas Frischknecht stecken in seinem Hinterrad gut 18 Monate Tüftelarbeit. Entsprechend wurden die Räder in Sarnen auch nicht vor den Blicken der Konkurrenz versteckt: «Ich glaube nicht, dass das jemand innert dreier Wochen nachbauen kann», meinte der Altmeister mit einem süffisanten Schmunzeln zu seiner neuen Wunderwaffe. Das Resultat, eine Carbon-Aerofelge mit aufgeklebtem, breitem und profiliertem Bikecollée, soll gegenüber einem normalen Rad mit V-Brakes gar nochmals Gewicht sparen. Beim CC-Rennen in Sarnen setzte «Frischi» allerdings erst das Hinterrad ein - ohne dass Probleme aufgetaucht wären.

Sausers Scalpel: 9,5 Kilo - und noch nicht optimiert
Nach dem Sieg auf seinem neuen Erlkönig zeigte sich auch Christoph Sauser hoch zufrieden: «Das Bike wiegt schon so bloss noch 9,5 Kilogramm, und bis Athen werde ich die Sattelstütze noch kürzen, einen Hinterbau mit Magnesium-Ausfallenden bekommen - und natürlich meine berühmten Alu-Bremsscheiben montieren. Das bringt nochmals einiges - in der Summe schätzungsweise 200 Gramm.» Bleibt noch anzumerken, dass die Cannondale-Ingenieure einen guten Teil ihrer Freizeit geopfert haben, um für «Susi» und Paulissen dieses Geschoss auf die Beine zu stellen, bei dem die Mittelsektionen der drei Rahmenhauptrohre aus Carbon gefertigt sind. Ausserdem an Sausers Scalpell: Ein Fizik Gobi-Sattel in knallrot - mit einem Schweizer Kreuz drauf, schliesslich ist ja morgen der 1. August. Und die neuste Errungenschaft aus Sauser's Bastelstube: Im rechten Lenkerhörnchen ist ein zusätzlicher Druckknopf zur Blockade seiner Lefty-Gabel integriert. Genau am richtigen Ort also, um vor einem saftigen Antritt die Federung ruhig zu stellen.


Meldung vom 31. Juli 2004 (Autor: red )
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Passende Beiträge

Passende Google-Links