| Andreas Kugler ist neuer Marathon-Schweizermeister |
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Mit rund zwei Minuten Vorsprung wird Andreas Kugler in Mendrisio Cross Country Marathon-Schweizermeister. Der Marathon-Spezialist des Teams Multivan Merida gewinnt damit zum ersten Mal diesen Titel. Zweiter wird sein Teamkollege Ralph Näf vor dem Dritten Thomas Stoll. Bei den Damen gewinnt Esther Süss.
Bereits im ersten Anstieg verkleinert sich durch Attacken von Huber und Moos das Feld massiv. Andreas Kugler wird in dieser Phase zwar auf Sichtweite distanziert, kann aber bis zum ersten Downhill wieder aufschliessen. Ungefähr ab Kilometer 30 liegt er zusammen mit Lukas Buchli in Front und führt das Rennen an. Vor dem letzen Aufstieg am Fuss des Monte Generoso hat auch Ralph Näf das Duo wieder eingeholt. Auf dem höchsten Punkt angekommen sind es wieder nur zwei Fahrer, die das Rennen anführen – dieses Mal aber Kugler und Näf. Nach einem kontrollierten Downhill des der beiden Merida-Fahrer muss Näf Kugler ziehen lassen, welcher in der Folge die letzten 30 Kilometer alleine an der Front dem Sieg entgegen fährt. Bei den Damen demontiert Esther Süss die Konkurrenz förmlich. Mit einem Vorsprung von 35 Minuten wird sie Marathon-Schweizermeisterin vor Petra Henzi und Fabienne Heinzmann. Dass ihre momentane Verfassung kein Zufall ist, zeigte sie bereits beim Weltcuplauf über die olympische Distanz in Offenburg. Dort wird sie hinter Catharine Pendrel und Georgia Gould Dritte und sichert den Schweizer Damen den ersten Weltcup-Podestplatz seit dem Jahr 2003. Rangliste Herren: 1. Andreas Kugler 4:34.46 2. Ralph Näf 4:36.40 3. Thomas Stoll 4:37.14 Damen: 1. Esther Süss 5:15.05 2. Petra Henzi 5:49.56 3. Fabienne Heinzmann 5:53.16 www.montegenerosobikemarathon.ch Offizielle Pressemitteilung: Andreas Kugler und Esther Süss sindMarathon-Schweizermeister Am Monte Generoso Bikemarathon hat Andreas Kugler seinen ersten Schweizermeister-Titel gewonnen vor seinem Merida-Teamkollegen Ralph Näf und dem wieder erstarken Thomas Stoll. Von Defekten aus der Entscheidung geworfen wurden dagegen die Titelanwärter Lukas Buchli, Alexandre Moos und Urs Huber. Bei den Frauen war wie erwartet Esther Süss überragend. Die Titelverteidigerin distanzierte die folgenden Petra Henzi und Fabienne Heinzmann um mehr als eine halbe Stunde. Bereits an der Europameisterschaft 2006 in Italien waren Näf, Stoll und Kugler gemeinsam auf dem Podium gestanden. Diesmal durfte sich aber nicht Näf, sondern Kugler die Goldmedaille umhängen lassen. «Bergauf bin ich meinen Rhythmus gefahren. Bergab habe ich nicht alles riskiert», fasste der Arboner seine Taktik zusammen. «Als Ralph in der Abfahrt nach dem Monte Generoso (km 60) zu mir aufschloss, wusste ich, dass er mir bei einem Defekt mit Material aushelfen würde. Da begann ich an meinen Sieg zu glauben.» Näf freute sich mit seinem Teamkollegen: «Es war mein Ziel, Andi bei seinem Titelgewinn zu unterstützen», sagte der Andwiler, der mit plattem Reifen im Ziel eintraf. «Das war knapp. Sonst hatten wir keine Defekte zu beklagen.» Nicht so Thomas Stoll, dem früh im Rennen eine Speiche im Hinterrad gebrochen war. Das Rad hielt der Belastung dennoch stand. Entsprechend glücklich war der Osterfinger mit seinem dritten Platz: «Um möglichst pannenfrei über die Runde zu kommen, habe ich extra nicht das leichteste Material genommen», sagte der Monte Generoso-Sieger von 2006. Nach zwei Jahren ohne Exploit habe er sich auch nicht mit Medaillengedanken unter Druck gesetzt, sondern sei einfach sein Tempo gefahren, führte Stoll aus. Weniger Glück hatten die Co-Favoriten Lukas Buchli, Urs Huber und Alexandre Moos. Titelverteidiger Moos forcierte in der ersten langen Steigung nach Alpe Bonello zwar immer wieder das Tempo. Noch vor dem Höhepunkt bei Prabello, wo die Strecke über die Grenze nach Italien führt, banden ihn jedoch Probleme mit der Schaltung zurück, die ihn später sogar zur Aufgabe zwangen. In der Abfahrt von Prabello erwischte es auch Urs Huber. Mit komplett demolierter Karbonfelge wartete er bei einem Reparaturposten auf seinen Teamkollegen Konny Looser, der ihm sein Hinterrad abtreten musste, da der Posten keine solchen führte und Huber seine Titelhoffnungen aufgrund des geringen Rückstandes noch nicht abgeschrieben hatte. Doch Huber trashte in der nächsten Abfahrt auch Loosers Hinterrad. Kaum war das Rad erneut gewechselt, steckte ein grosser Nagel im Reifen. «Es ist zum Haare raufen. Im Training bin ich die Strecke mit dem gleichen Material siebenmal abgefahren und hatte keinen einzigen Defekt. Aber immer an der Schweizer Meisterschaft ist der Wurm drin», ärgerte sich Huber, der das Ziel aber dennoch im fünften Rang erreichte. Hinter Lukas Buchli, der etliche Kilometer an der Spitze gefahren war. «Als mich Kugler auf dem Römerweg einholte, versuchte ich sein Tempo zu halten. Dabei habe ich wohl überdreht. Im Finale hatte ich dann auch noch einen Platten, der wohl aber nichts mehr an meiner Klassierung geändert hat», erklärte der viertplatzierte Buchli. In einer Woche werden die Karten allerdings bereits neu gemischt. Dann steht der zweite Lauf der iXS swiss bike classic in Estavayer-le-Lac auf dem Programm. Herren (94 km): 1. Andreas Kugler (Arbon) 4:34:46. 2. Ralph Näf (Andwil, TG) 1:53. 3. Thomas Stoll (Osterfingen) 2:27. 4. Lukas Buchli (Safien Platz) 7:23. 5. Urs Huber (Jonen) 14:58. 6. Knox Max (RSA-Chur) 20:14. 7. Roger Beuchat (Delémont) 25:05. 8. Stefan Roffler (Chur) 26:26. 9. Christof Bischof (Berneck) 26:53. 10. Silvio Bundi (Chur) 27:28. Frauen (94 km): 1. Esther Süss (Küttigen) 5:15:05. 2. Petra Henzi (Rombach) 34:51. 3. Fabienne Heinzmann (Visperterminen) 38:11. 4. Sofia Pezzati (Biasca) 52:30. 5. Andrea Kuster (Davos Dorf) 1:03:28. |
Meldung vom 06. Juni 2010 (Autor: ph ) |







