Nach der Startrunde entsteht im Juniorinnen-Rennen schnell eine dreiköpfige Spitzengruppe mit den drei Medaillengewinnerinnen, die bis am Schluss die Spitze des Wettkampfs prägen werden. Andrea Waldis versucht das Rennen zu kontrollieren und möglichst immer als Erste in die Abfahrten reinzugehen. «Ich kenne die Beiden sehr gut und weiss, wo meine Stärken liegen. Ich musste am Berg immer sehr leiden, aber es hat geklappt», erläutert Waldis im Ziel ihre Renntaktik. In der dritten Runde verliert zuerst Lena Putz, WM-Zweite des vergangenen Jahres, den Anschluss. Dann stürzt Sofia Wiedenroth in einer technischen Passage schwer und Waldis kann einen komfortablen Vorsprung herausfahren. So fährt die 18-Jährige die letzte Runde souverän zu Ende und holt sich überraschend den Weltmeistertitel. «Ich bin super happy. Eine Medaille war mein Ziel, dass es Gold werden kann, hätte ich nicht gedacht», meint die Zentralschweizerin im Ziel.
Die hochfavorisierte Schwedin Jenny Rissveds geht krank ins Rennen und gibt bereits nach wenigen Metern auf. Gleichzetig zieht die zweifache Junioren-Weltcupsiegerin Margot Moschetti als Neunte einen enttäuschenden Tag ein. Aber auch der zweiten Schweizerin im Rennen läuft es nicht nach Wunsch. Ramona Forchini wird unmittelbar nach dem Start unverschuldet in einen Sturz verwickelt. So investiert sie viel Energie, um wieder nach vorne zu kommen. »Das so was passieren muss, ich hatte keine Chance», ärgert sie sich später. Nachdem sie sich bis auf Rang acht nach vorne gefahren hat, fällt sie wieder bis auf Position 18 zurück.
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