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Wloszczowska sichert Polen zweites EM-Gold

Beim Damenrennen der Europameisterschaften in Zoetermeer wiederholt sich das Podium der Olympischen Spiele in Peking, bloss in anderer Reihenfolge. Die Polin Maja Wloszczowska sichert sich den Titel vor der Russin Irina Kalentieva und Olympiasiegerin Sabine Spitz. Im spannenden Rennen bei nassen Bedingungen wird Katrin Leumann dahinter gute sechste, gleich hinter ihr erreicht Nathalie Schneitter das Ziel.



Ein seltenes Bild im Damenrennen der Europameisterschaften: Ein hochkarätige Gruppe von Athletinnen führt das Feld an. Unter ihnen sämtliche Favoritinnnen und während langer Zeit auch Katrin Leumann. Erst kurz vor Schluss kann die Polin Wloszcowksa das Rennen für sich entscheiden und einen knappen Vorsprung ins Ziel retten. Während bei Cross Country-Rennen nur zu oft alle Fahrerinnen einzeln und mit grossen Abständen das Ziel erreichen, bewirkte die Radcross-ähnliche Strecke von Zoetermeer einen offenen Ausgang bis kurz vor dem Ziel.



Leumann knapp am Podium vorbei


Zufrieden zeigen sich die Schweizerinnen, die hinter dem Führungsquartett zu den prägenden Athletinnen zählen. Leumann gelingt sogar mehrmals der Anschluss an die Spitze, muss das Fürhungs-Quartett aber schliesslich doch ziehen lassen. «Ich hatte in der letzten Runde Krämpfe und musste Tempo zurücknehmen. Da ich eigentlich nie Krämpfe habe, wusste ich nicht genau, wie ich bei solchen reagieren muss. Das war auch der Grund, dass mir Cecile Ravanel noch den fünften Platz abgenommen hat», erklärt eine zufriedene Leumann im Ziel.



Schneitters Fokus auf die Weltmeisterschaften


Nathalie Schneitter kommt mit gemischten Gefühlen ins Ziel. «Nach den letzten Rennen bin ich mit dem siebten Rang sehr wohl zufrieden. Doch ich habe so viele unnötige Fahr- und Schaltfehler gemacht, das hätte alles nicht sein müssen», meint sie im Ziel. Auf die anstehenden Weltcupläufe in Kanada verzichtet sie und reist stattdessen ins Engadin ins Höhentraining. «Ich konzentriere mich nun voll auf die Weltmeisterschaften. Ich war noch nie richtig in einem Höhentraining und werde meine Semesterferien an der Uni dafür nutzen», erklärt Schneitter ihre Pläne.



Marielle Saner belegt den guten elften Rang nachdem am Start nach einem Rempler mit einer anderen Athletin aus den Pedalen fliegt, den Anschluss an die Spitze verliert und damit um die Chance auf eine Top-10-Platzierung gebracht wird. Grösser ist das Pech von Petra Henzi, die bereits in der ersten Runde einen Defekt an der Schaltung beheben muss und schliesslich das Rennen aufgibt.

 



Bilder vom Rennen: www.ride.ch/website/bilder_em09.php





Rangliste Europameisterschaften 2009, Cross Country Damen:

1. Maja Wloszcowksa (POL), 1.47.31

2. Irina Kalentieva (RUS), 1.47.49, +0.18

3. Sabine Spitz (GER), 1.48.09, +0.38

4. Anna Szafraniec (POL), 1.49.02, +1.31

5. Cecile Ravanel (FRA), 1.49.24, +1.53

6. Katrin Leumann (SUI), 1.50.11, +2.40

7. Nathalie Schneitter (SUI), 1.50.54, +3.23

8. Eva Lechner (ITA), 1.51.40, +4.09

9. Magdalena Sadlecka (POL), 1.52.00, +4.29

10. Elisabeth Osl (AUT), 1.52.30, +4.59

11. Marielle Saner-Guinchard (SUI), 1.52.45, +5.14

19. Petra Henzi (SUI), -1 Runde

35. Fabienne Niederberger (SUI), -2 Runden






Meldung vom 12. Juli 2009 (Autor: red )
 

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