| Wildhaber und Jerenko gewinnen Trailfox |
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Entspannte Campingatmosphäre im Fahrerlager und Strecken, die den Teilnehmern alles abfordern: Zwischen diesen Extremen bewegt sich der Red Bull Trailfox. Über 300 Biker starteten zu den vier Freerideetappen. Es gewannen René Wildhaber und Anja Jerenko. Immer wieder schön und immer wieder neu. So lassen sich die Reaktionen jener Biker zusammenfassen, die seit Jahren im Sommer zum Red Bull Trailfox in die Surselva kommen. Die 300 Startplätze sind seit Monaten ausgebucht. Man kommt aus Spass, weil es so viel entspannter zu- und hergeht als an klassischen Downhillrennen. Claudia aus Sargans etwa, die regelmässig Mountainbikerennen fährt, macht mit, um drei Tage mit ihren Freunden zu campen und Spass zu haben. Feierabendrennen Vier Etappen, ein Bike - diese Regel ist seit der ersten Austragung 2003 unverändert. Ansonsten präsentiert sich der Red Bull Trailfox einmal mehr in einem neuen Pelz. «After Work Trail» ist der Name der ersten Etappe, die am Freitagabend im Flutlicht gefahren wird. Mit Feierabend hatte der aber weniger zu tun als mit einer Extraschicht, denn die Strecke forderte den Bikern alles ab. Die schnellste Linie war gespickt mit Hindernissen aus Holz, schmalen Stegen, Sprungrampen und Steilwandkurven. Wer sich nicht traute, nahm die «Chicken Line» um die Hindernisse herum und verlor Zeit. Der zweifache Sieger des Red Bull Trailfox, René Wildhaber aus Flums, kam spät und hatte wenig Zeit, sich mit der Strecke und ihren hölzernen Tücken vertraut zu machen. «Es ging dann aber gar nicht so schlecht», meinte er in seiner typischen Art. Im Klartext bedeutete das die deutliche Bestzeit für «Wildi». Bei den Frauen waren die Deutschen Anja Jerenko und Sonia Granzow die Schnellsten. Monströse Abfahrt Ganz andere Qualitäten waren am Samstagnachmittag gefragt. «Monster Trail» hiess die Etappe - neun knüppelharte Kilometer vom Grauberg auf 2228 m hinunter nach Flims (1100 m). Eine Herausforderung vor allem für Arme und Beine. In 50er-Gruppen stürzten sich die Biker zu Tal und kamen komplett ausgepumpt im Sportzentrum an. Dazwischen lagen Abschnitte durch Geröll, Alpweiden mit knietiefen Löchern, Wurzelpassagen, Steilhänge, schlicht alles, was Bremsen und Federungen zum Glühen bringt. Im Langstreckendownhill gehört René Wildhaber zu den Besten der Welt. So überraschte es niemanden, dass er seine Gegner gleich um Minuten hinter sich liess. «Ich musste jeweils ein wenig nach dem Weg suchen, aber so behält man die Konzentration», kommentierte er im Ziel. Bei den Frauen siegte erneut Anja Jerenko vor Sonia Granzow. Die Party als Ziel Die Party war das Ziel am Samstagabend, denn der «Night Trail» führte vom Sportzentrum hinunter an den Caumasee, wo die Red Bull Trailfox Party bereits in vollem Gang war. Die Führenden in der Zwischenrangliste starteten als Erste und waren somit auch die Ersten an der Bar. Während die Kölner Band Dickes B! dem Publikum einheizte, schoss ein Fahrer nach dem anderen auf scheinwerferbewehrtem Bike ins Partygelände hinunter. Einmal mehr am schnellsten unten war René Wildhaber. Bei den Frauen schloss Sonja Granzow als Etappensiegerin zur Gesamtführenden Anja Jerenko auf. Schlussspurt über Wurzeln Einige Biker kamen erst nach Tagesanbruch ins Bett und standen trotzdem am Sonntagmittag zur letzten Etappe bereit. «Runca Trail» hiess die und führte über Wurzeln und Steine ins Sportzentrum Flims. Ebenso wichtig wie das Auge für die schnellste Linie waren kräftige Beine auf den flachen Abschnitten. René Wildhaber, der zu den Kurzschläfern gehörte, liess nichts mehr anbrennen und gewann auch diese Etappe. «Es ging alles schön auf an diesem Wochenende.» Dass er so viele Freunde traf, freute ihn fast so sehr wie sein zweiter Sieg am Red Bull Trailfox. Zweiter wurde der Katalane Pau Reixach, der zum ersten Mal dabei war. «Dies war das Maximum, das ich erwarten konnte. Wildhaber war unerreichbar», freute er sich. «Mir gefällt besonders, dass man aus eigener Kraft zum Start fahren muss und nicht die Umwelt belastet, in der man sich bewegt.» Eine kleine Sensation landete der 16-jährige Flimser Armin Beeli. Nachdem er in den letzten Jahren stets als bester Rookie ausgezeichnet wurde, fuhr er heuer konstant in die Top Ten, was ihn auf den dritten Gesamtrang brachte. Er konnte sein Glück kaum fassen: «Ich war lange verletzt und habe in den letzten Monaten bloss Schokolade gegessen.» Er schlug neben vielen anderen den Mountainbikemarathon-Weltmeister Ralph Näf, der Vierter wurde. Spannender war die Ausgangslage bei den Frauen, wo Anja Jerenko und Sonja Granzow punktgleich an der Spitze lagen. Anja kam im Gegensatz zu ihrer Teamkollegin fehlerlos durch, holte in der vierten Etappe ihren zweiten Sieg und gewann zum zweiten Mal den Red Bull Trailfox. «Die Konkurrenz ist hart, auch im Downhillweltcup sind selten mehr Frauen am Start. Trotzdem ist es super entspannt hier», sagte sie nach ihrem Sieg. Der einzige Regenschauer des Wochenendes begleitete die Siegerehrung, an der die aus Holz geschnitzten Füchse den Siegern überreicht wurden. Danach packten die müden Freerider ihre Siebensachen. So hart kann ein entspanntes Wochenende sein. Quelle Pressemitteilung Hinweis der Redaktion: Man beachte auf der Rangliste den Fahrer auf Platz vier. |
Meldung vom 08. Juli 2007 (Autor: red ) |







