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       Ausgabe 02/2012 ab 3. Mai am Kiosk

 
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Weber und Henzi neue Schweizer Marathon-Meister
Balz Weber (Bachenbülach) heisst der Mountainbike Schweizermeister über die Marathondistanz. Weber, von Beginn weg der Aktivste im Feld, gewinnt verdient mit 28 Sekunden vor dem Franzosen Fréderic Frech und Sandro Späth (Muttenz) und sichert sich damit zwei Jahre nach seinem U23-Weltmeistertitel über die olympische Distanz das Schweizer Meistertrikot in der Sparte Marathon. Da Frech als Franzose im Meisterschaftsrennen ausser Konkurrenz mitfuhr, rückt Späth auf den Silberplatz nach. Silvio Bundi sichert sich als Overall-Vierter die Bronzemedaille. Bei den Damen siegt mit Petra Henzi eine der Topfavoritinnen vor Esther Süss (Küttigen) und der Altmeisterin Anita Steiner (Einsiedeln).

Bereits nach 5 von total 85 Kilometern setzte sich Balz Weber vom Rest der Meute ab. Keiner der im Vorfeld als Topfavoriten gehandelten Fahrer im Feld rechnete zu diesem frühen Zeitpunkt offenbar ernsthaft damit, dass diese Aktion des ehemaligen U23-Weltmeisters bereits einer Vorentscheidung gleichkommen könnte. Man liess Weber gewähren und dieser wusste den Freiraum zu nutzen. Er zog sein Tempo durch, baute den Vorsprung auf über 2 Minuten aus und verwaltete diesen bis ins Ziel souverän. Weber war im Ziel überglücklich: "Das hätte ich wirklich nicht gedacht", zeigte sich der frischgebackene Schweizer Marathonmeister nach seiner Solofahrt selbst überrascht. "Irgendwann hörte ich, der Rest liege 2 Minuten hinter mir. Von da weg fuhr ich einfach drauflos und kümmerte mich nicht mehr um den Abstand." Und strahlend fügt er hinzu: "Es war heute extrem schön, aber auch brutal hart!" Nach seinem U23-Weltmeistertitel über die olympische Distanz in Lugano im Jahre 2003 fiel Weber in eine unerklärliche Form-Baisse, ohne deren genauen Gründe zu kennen. Die Saison 2004 war für den sympathischen und stets gut gelaunten Strahlemann Balz Weber ein Jahr zum Vergessen. Dies gelang ihm offenbar bestens und er scheint nun in alter Stärke zurück. Bereits in der ersten Hälfte der neuen Saison machte Weber immer wieder mit guten Leistungen auf sich aufmerksam. Mit diesem prestigeträchtigen Erfolg in Champéry hat sich Weber endgültig wieder an der Spitze zurück gemeldet. Hinter Weber mussten sich die Favoriten auf den Kampf um die Ehrenplätze konzentrieren. Da die Schweizer Marathontitel im Champéry im Rahmen des Swisspower Cup ausgetragen wurden, mischten auch ausländische Spitzenfahrer in dieser Ausmarchung mit. Mit Rang zwei hinter Weber sicherte sich der Franzose Fréderic Frech wertvolle Punkte im Hinblick auf das Swisspower Cup Gesamtklassement. Aufgrund seiner französischen Lizenz war Frech für die Meisterschaftswertung jedoch nicht qualifiziert. So rückten Sandro Späth und Silvio Bundi um je einen Platz nach vorne und sicherten sich damit Silber und Bronze.

Petra Henzi Meisterin der Frauen
Im Rennen der Frauen schrieb mit Esther Süss die aktuelle Dritte im Marathonweltcup die Geschichte auf der ersten Rennhälfte massgeblich mit. Süss führte das Feld bis zur Rennhälfte teilweise solo an, ehe Petra Henzi zur Spitze aufschloss. Die beiden Topfavoritinnen kontrollierten die Konkurrenz von der Spitze aus. Als einziger Verfolgerin gelang es Altmeisterin Anita Steiner, den Rückstand einigermassen in Grenzen zu halten. Am Ende dann hatte Henzi die grösseren Reserven und sicherte sich souverän den Marathon- Meistertitel vor Esther Süss und Anita Steiner.


Resultate

Elite Männer
1. Balz Weber, Bachenbülach, 4:27.16, 2. Fredi Frech, FR-Chatenois + 0.28, 3. Sandro Späeth, Muttenz + 1.11, 4. Silvo Bundi, Chur + 1.58, 5. Andi Kugler, Arbon + 2.27, 6. Christof Bischof, Au (SG) + 2.51, 7. Florian Vogel, Kölliken + 3.32, 8. Thomas Stoll, Osterfingen + 4.05, 9. Till Marx, Kaltacker + 5.42, 10. Pascal Cattin, Grenchen + 10.51

Elite Frauen
1. Petra Henzi, Rombach 5:23:07, 2. Esther Süss, Küttigen + 3.32, 3. Anita Steiner, Einsiedeln + 18.53, 4. Dolores Mächler-Rupp, Etzel + 34.38, 5. Myriam Saugy, Nyon + 40.31, 6. Barbara Merkhofer, Allschwil + 41.01


Medieninformationen Swisspowercup

www.swisspowercup.ch


Meldung vom 03. Juni 2005 (Autor: red )
 

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