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Vorschau Marathon Schweizermeisterschaften
Eine Woche nach den Marathon-Europameisterschaften in Deutschland werden beim Swisspower Cup in Champéry die Schweizer Landesmeister auf der Langstrecke gekürt. Nach den Absagen von Christoph Sauser (Sigriswil) und Ralph Näf (Andwil), welche beide im Weltcup in Übersee engagiert sind, sowie Thomas Frischknecht (Feldbach), welcher nach einem negativen Formtest kurzfristig seine Meldung zurückzog, steigen bei den Männern die beiden EM-Medaillengewinner Andreas Kugler (Arbon) und Sandro Späth (Muttenz) zu Kronfavoriten auf das Meisterschaftstrikot auf. Mit Daniela Louis (Nesslau) und Esther Süss (Küttigen) werden in Champéry die aktuelle und die ehemalige Leaderin im diesjährigen Marathon-Weltcup am Start erwartet, trotzdem führt der Weg zum Titel über Petra Henzi (Rombach), die derzeit wohl kompletteste Schweizer Mountainbikerin.

Zum ersten Mal werden im Rahmen eines Swisspower Cup Rennens auch Schweizer Meistertitel vergeben und zwar in der Sparte Marathon. Dabei kommt es erneut zum interessanten Kräftevergleich zwischen der Schweizer Elite auf der klassischen olympischen Distanz und derjenigen auf der Langstrecke. Vor Wochenfrist entschied Andreas Kugler (Arbon) diese besondere Affiche bei der EM in Deutschland mit Rang zwei hinter Hannes Genze (D) knapp vor dem ausgesprochenen Langstreckenspezialisten Sandro Späth (Muttenz) etwas überraschend zu Gunsten der Fahrer über die olympische Distanz. Der Arboner zählt damit als frischgebackener Vize-Europameister zusammen mit den erfahrenen Marathonspezialisten Sandro Späth, Roman Peter (Steg) und Daniel Paradies (Vuadens) im Unterwallis zum Kreis der Topfavoriten im Rennen ums begehrte Meistertrikot auf der Langstrecke. Dass dabei der Meisterschaftskurs mit einer Gesamtdistanz von 85 Kilometern für einen Marathon eher kurz geraten ist, dürfte die Chancen von Kugler und seinen Kollegen aus der Gilde der Spezialisten auf der kürzeren klassischen Distanz gegenüber den Langstrecklern eher steigern. Ebenfalls gute Chancen auf einen Spitzenplatz kann sich mit Christian Heule (Tuggen), seines Zeichens Vizemeister 2005 im Radquer, ein Vertreter einer weiteren Spezialdisziplin im Radsport ausrechnen.

Weltklasse kämpft um den Frauentitel
Ob Langstrecke oder klassische Distanz, für Petra Henzi scheint diese Frage keine grosse Rolle zu spielen. Die Rombacherin, im letzten Jahr in Athen mit einem Knöchelbruch im Abschlusstraining zum olympischen Wettkampf noch der grosse Pechvogel, zählt als Nummer 10 der aktuellen Weltrangliste und als Vierte im Marathon-Weltcup über alle Distanzen zur absoluten Weltelite und gilt deshalb auch in Champéry als eine der aussichtsreichsten Titelanwärterinnen. Doch die Konkurrenz ist enorm stark, denn die Schweizer Frauen sind über die Marathondistanz eine Weltmacht, was ein Blick auf das Klassement im Marathon-Weltcup nach drei Rennen beweist. Da ist Petra Henzi als Vierte hinter Daniela Louis (Nesslau), Paola Pezzo (Ita) und Esther Süss (Küttigen) gerade mal drittbeste Eidgenossin. Gut möglich, dass bei dieser Ausgangslage die jeweilige Tagesform den entscheidenden Ausschlag über Sieg und Niederlage im Titelrennen geben wird.


Medieninformation Swisspower Cup




Meldung vom 29. Juni 2005 (Autor: red )
 

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