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Vorschau: Etappenrennen Cape Epic
Am kommenden Samstag wird in der Südafrikanischen Provinz «Western Cape» zum vierten Mal zum «Cape Epic» gestartet. Für das über acht Etappen führende Mountainbikerennen haben sich eine Menge internationaler Spitzenfahrer eingeschrieben. Auf der Startliste stehen klingende Namen wie Bart Brentjens, Ralph Näf, Jose Hermida oder Roel Paulissen. Ausgetragen wird der Wettkampf durch Afrikas Wildnis im für Mountainbike-Etappenrennen schon fast legendären «Zweierteam-Modus». Mit Christoph Sauser und Silvio Bundi siegte bei der Austragung des Vorjahres ein Schweizer Team.

Neunhundert Kilometer in acht Tagen
«Cape Epic» führt bei seiner vierten Austragung auf einer etwas nördlicheren Route als im Vorjahr, von Knysna an der «Garden Route» zum «Laurensford Wine Estate» in Sommerset West, nahe Kapstadt. Den 1086 Teilnehmern oder 543 Zweierteams aus 43 Nationen stehen während acht harten Tagen staubige 886 Kilometer und rund 15'000 Höhenmeter bevor. Für den reibungslosen Ablauf von Wettkampf, Unterkunft und Verpflegung sorgen mehr als fünfhundert Crew-Mitglieder. Täglich transportieren über zwanzig schwere Lastwagen die zum Aufbau der Camp-Infrastruktur notwendigen 780 Tonnen Material.

«Cape Epic» mit vielen Stars
Bei der diesjährigen Austragung kann an der Spitze mit einem äusserst spannendem Wettkampf gerechnet werden. Vorjahressieger Christoph Sauser hat nach langer Suche doch noch einen Teampartner gefunden und steigt mit dem Italiener Johannes Pallhuber ins Rennen. Der Sigriswiler und der Südtiroler kennen sich noch aus Zeiten des «Siemens Mobile Teams». Marathonweltmeister Ralph Näf versucht sich mit seinem Teamkollegen Jose Hermida und Olympiasieger Bart Brentjens bildet mit dem Ex-Europameister der U23, Rudi van Houts, ein Team. Mit dabei sind aber auch zwei starke Mannschaften von «Cannondale Vredestein» mit Roel Paulissen und Frederik Kessiakoff sowie dem Neuseeländer Kashi Leuchs und dem Dänen Jakob Fuglsang. Aus Deutschland steht mit dem ehemaligen «Cape Epic» Sieger Karl Platt und Stefan Sahm ein weiteres Spitzenteam bereit.

Zahlreiche Schweizer
Bei «Cape Epic» 2007 stehen so viele Eidgenossen wie nie zuvor am Start: Die bereits erwähnten Sauser und Näf welche mit ausländischen Partnern antreten, Vorjahrssieger Silvio Bundi mit seinem Ex-Teamkollegen Gion Manetsch und Thomas Zahnd mit Teampartner Sandro Spaeth. Kurzfristig für «Cape Epic» entschieden hat sich Roman Peter, welcher mit dem Österreicher Alban Lakata ins Rennen steigt. Neben all den schlagkräftigen Herrenteams gibt es auch bei den Damen ein Duo welches an der Spitze mithalten könnte: Mirjam Saugy fährt gemeinsam mit der Walliserin Fabienne Heinzmann. Bestimmt nicht ganz vorne mitmischen wird Thomas Frischknecht, welcher das Etappenrennen mit seinem Freund und Mentor Tom Ritchey bestreitet. Die beiden starten für Tom Ritcheys «Projekt Rwanda», welches mit Hilfe von Fahrradinitiativen die wirtschaftliche Entwicklung des Landes Rwanda vorantreiben will.

«Cape Epic» Vorbereitung mit Strassenrundfahrt
Für «Cape Epic» besonders vorbereitet haben sich einige der Schweizer Mountainbiker mit der sechstägigen Strassenrundfahrt «Giro del Capo» in der Region Kapstadt. Beim «UCI Africa-Tour» Rennen, welches auch von europäischen Profimannschaften bestritten wurde, machten die Schweizer Christoph Sauser, Gion Manetsch, Sandro Spaeth und Thomas Zahnd eine gute Figur. Einzig der Bündner Silvio Bundi musste das Rennen krankheitshalber aufgeben. Die Eidgenossen fanden jeweils als Gastfahrer Unterschlupf in Südafrikanischen Strassenteams und zeigten sich vom Event begeistert. Der Parcours mit einer Bergankunft und einem Bergzeitfahren kam den Mountainbikern gelegen.

Enorme Medienpräsenz und UCI Punkte
Mit dem prestigeträchtigen «Cape Epic» fand 2006 erstmals ein Mountainbike-Teamrennen Aufnahme in den internationalen UCI Kalender, was für die Spitzenfahrer die Möglichkeit zum Gewinn von wichtigen Weltranglistenpunkten bedeutete. Aus Sicht der Teamverantwortlichen und Sponsoren ist Afrikas grösste Mountainbike Veranstaltung noch aus einem weiteren Aspekt interessant: Dank geschickter Vermarktung hat «Cape Epic» seit seiner ersten Austragung im Jahr 2004 weltweit über 3500 Stunden Fernsehpräsenz erhalten. Dies ist für den Mountainbikesport einzigartig.

www.cape-epic.com


Meldung vom 21. März 2007 (Autor: red )
 

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