Anzeige
 
       Ausgabe 02/2012 ab 3. Mai am Kiosk

 
RIDE › Race-News › Volles Programm am kommenden Wochenende
 
Volles Programm am kommenden Wochenende
Am ersten Wochenende nach Ostern startet die Bike-Szene so richtig durch. Nationale und internationale Spitzenfahrer treffen sich in Buchs zum zweiten Lauf des Swisspower Cups, während der Hochadel der Rennszene in Monterey an die Startlinie der «Hyundai Sea Otter Classic» rollt. Mit dem Bundesliga-Auftakt im süddeutschen Münsingen sowie dem dritten Lauf des «Liquigas Cups» in Italien locken zudem weitere, höher dotierte Rennen. Wer sich eher für Ausstellungen, Shows und Filme interessiert, bekommt an der Berner «night of the Jumps» sowie an der Ausstellung «Velo Züri» in der Roten Fabrik ein übervolles Programm geboten. Wer da zu Hause bleibt, ist selber schuld.



Sea Otter Classic: Wo sich der Bikeadel misst

Der unbestrittene Höhepunkt des kommenden Wochenendes dürfte der Auftakt der nordamerikanischen Rennsaison sein: Das Programm der hoch dotierten und von den Medien stark beachteten «Hyundai Sea Otter Classic» im kalifornischen Monterey ist denn auch übervoll und bietet an vier Tagen von Strassenrennen über ein Bike-Mehretappenrennen bis zum «King of Gravity»-Wettbewerb, bei dem der vielseitigste Ab- resp. Slalomfahrer ermittelt wird, die volle Bandbreite des Radsports. Neben 5'000 Campern und 40'000 Zuschauern werden in Monterey auch 10'000 Radsportler erwartet.



Und in der Elite der weltweiten Rennszene tummeln sich auch einige Schweizer: So startet Christoph Sauser zusammen mit Teamkollege Roel Paulissen, und mit Filip Meirhaeghe und Thomas Frischknecht treten zwei amtierende Weltmeister an. Unter den amerikanischen Racern dürfte die Konkurrenz um die knapp bemessenen Athen-Tickets für animierte Rennen sorgen. Besonders die Weltmeisterin von 2001, Alison Dunlap, muss nach der verletzungsbedingt miesen 2003er-Saison noch einigen Rückstand auf die nationale Konkurrenz gut machen. Ebenfalls in Monterey am Start sein wird übrigens der schnellste Dualpilot der Schweiz, Roger Rinderknecht. Mit Fahrern wie Nathan Rennie, Greg Minnaar, Fabien Barel und Cedric Gracia wird er aber auf eine sackstarke Konkurrenz treffen. Danach hängt Rinderknecht noch eine Woche in Übersee an, um beim «BMX-Supercross» an den Start zu rollen.



Bundesliga und Liquigas Cup als weitere Konkurrenz

Für die Crosscountry-Elite stehen am kommenden Wochenende zudem sowohl in der deutschen Bike-Bundesliga wie im italienischen «Liquigas Cup» hochdotierte Rennen an. Klar, dass sowohl die deutschen wie die italienischen Topteams daher einen Start im eigenen Land der Reise ins Rheintal vorziehen. In Münsingen dürfte das Renngeschehen bei den Herren vom Duell zwischen dem Team T-Mobile (Fumic-Brüder, Brentjens, Sahm) und dem SRM-Powerteam rund um Marc Hanisch bestimmt werden. Ralph Näf und seine Multivan-Merida-Teamkollegen wollen da aber sicher auch ein Wörtchen mitreden.



Als klare Favoritinnen gehen Näfs Kolleginnen um Gunn-Rita Dahle, Anna Enocsson und Irina Kalentieva an den Start: Sie gilt es aus der Sicht der amtierenden Weltmeisterin Sabine Spitz bei ihrem ersten Rennen in Deutschland fürs neue Fusion-Team zu schlagen. Beim dritten Lauf des «Liquigas Cups» in Chies d'Alpago dürfte dagegen die italienische Elite weitgehend unter sich bleiben. Ob Yader Zoli und Annabella Stropparo ihre bestechende Frühform ein weiteres Mal unter Beweis stellen können?



Buchs: Trotz Konkurrenz starke Starterfelder

Auch wenn das Rennen in Buchs dieses Jahr wegen der erhöhten Gebühren des Weltradsportverbandes UCI «nur» noch als E2-Rennen geführt wird, kann der Traditionsanlass im Rheintal auf starke Starterfelder zählen. Bei den Herren dürften neben U23-Weltmeister Balz Weber, dem Österreichischen Staatsmeister Christoph Soukup sowie den beiden Legionären im Dienste Schweizer Teams, Frédéric Frech (Univega Pro Cycling Team) sowie dem jungen Schweden Calle Friberg (Scott-Allianz Suisse-Michelin) die Gangart bestimmen. Weitere, zu beachtende Fahrer sind Andreas Kugler und Silvio Bundi.



Seit dem Swisspower-Auftakt in Reinach weiss man aber, dass auch die U23-Fahrer Lukas Flückiger, Martin Gujan, Till Marx der Elite ganz mächtig einheizen können – ganz zu schweigen vom Kölliker Florian Vogel, der in Reinach sogar das Short Race gewinnen und im Cross Country mitten in die Weltspitze vorfahren konnte. Es ist allerdings fraglich, ob Vogel auch in Buchs auf einem Querrad mit Titan-Starrgabel antreten wird – die Strecke ist doch etwas happiger als in Reinach. Bei den Frauen ist die kanadische Vizeweltmeisterin Alison Sydor eindeutig zu favorisieren. Wenn sich Petra Henzi und Maroussia Rusca aber dahinter wieder einen solchen Kampf auf Biegen und Brechen liefern wie zuletzt in Reinach, könnten sie die Lücke zur routinierten Kanadierin klein halten. Zu den Abwesenden zählt in Buchs, auch wegen der «Sea Otter Classic», neben Dahle und Spitz auch die Bülacherin Barbara Blatter.



Spichtig tritt zur Holland-Tour an

Einen eigenen Weg geht Thomas Spichtig, der auf diese Saison hin zu Stöckli gewechselt hat und sich auf Rennen der Langdistanz spezialisieren will. Er verzichtet auf einen Start in Buchs und tritt statt dessen zusammen mit 144 Konkurrenten zur «Dutch Mountain Bike Tour» an. Bei diesem in der Kategorie D2 geführten Etappenrennen stehen nach dem 5-Kilometer-Prolog vom Freitagabend am Samstag zwei Rennen über 34 respektive 52 Kilometer und am Sonntag ein Rennen über 70 Kilometer an. Das relativ flache Gelände im Norden Hollands und die passende Distanz am Sonntag dürften einem Marathon-Spezialisten früh in der Saison besser liegen als der harte Rundkurs in Buchs. Spichtig trifft im Norden auf starke Konkurrenz, denn neben den Nummern Zwei bis Vier Hollands, Bas Peters, Maarten Tjallingii und Thijs Al, steht mit Maarten Wijnants auch die Nummer Drei Belgiens am Start. Bei den Frauen fordern die Deutsche Yvonne Kraft, die Dänin Mette Andersen und die Amerikanerin Mary McConnelough die geschlossen antretende holländische Nationalmannschaft heraus.


Die Alternative: Zuschauen, zusammenstehen, feiern

Wer keine Lust verspürt, das kommende Wochenende am Rande einer Rennstrecke zu verbringen, muss aber auch nicht verzweifeln. Denn in Zürich laden die Veranstalter des PizzaCup zusammen mit lokalen Zweirad-Fachhändlern zur «Velo Zueri» in die Rote Fabrik. Hier gibt’s einen Mix aus Bikemesse, Occasionsbörse, Dauer-Bikekino und waghalsigen Shows der Frorider, die in luftiger Höhe auf NorthShore-Trails unterwegs sein werden. Mehr Lust auf weite Sprünge? Kein Problem, respektive ab nach Bern: Denn dort findet die «Night of the Jumps» statt, ein Show-Fliegen der besten Freestyle-Motocrosser. Auch das verspricht bekanntlich jede Menge Action.

www.seaotterclassic.com
www.swisspowercup.ch
www.dutchmountainbiketour.com

Meldung vom 15. April 2004 (Autor: red )
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Passende Beiträge

Passende Google-Links