| Ullrich gesteht Amphetamin-Konsum |
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An einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main hat Jan Ullrich am Samstag Morgen erstmals Stellung zum positiven Resultat der unangekündigten Dopingkontrolle vom 12. Juni genommen. Der ehemalige Tour-Sieger und amtierende Olympia-Champion hatte bei einem Discobesuch ihm angebotene Pillen konsumiert - und lief tags darauf in eine Dopingkontrolle. Ullrich akzeptiert die positive A-Probe, betont aber, dass sein Amphetamin-Konsum nicht der Leistungssteigerung gedient habe. Die Saison 2002 stand für den Helden der Deutschen Radsport-Fans und Captain des Teams Telekom unter einem schlechten Stern. Zwar hatte der 28-jährige sein Gewicht während der Winterpause gut im Griff und schien so ein solides Fundament für den Formaufbau gelegt zu haben. Zu intensives Training im Frühling verschlimmerte dann aber seine Knieprobleme so stark, dass eine Operation unumgänglich wurde. Als Ullrich nach dem Forfait beim Giro d'Italia auch noch auf die Tour de France verzichten musste, begannen die Probleme erst richtig - statt auf physischer nun auf psychischer Ebene. Während der Rehabilitation fuhr der deutsche Radstar zuerst seinen Porsche mit 1,4 Promille im Blut in einen Fahrradständer und beging darauf Fahrerflucht. Kaum hatten sich die Wogen gelegt, folgte der verhängnisvolle Discobesuch. Dass Ullrich zum Zeitpunkt seines Amphetamin-Konsums bereits einigen Alkohol konsumiert haben will, dürfte die Leitung des Teams Telekom kaum beschwichtigen. Ullrich ist bis auf weiteres beurlaubt und sieht einer Sperre entgegen, die zwischen sechs und zwölf Monaten dauern dürfte. Mit dem Verzicht auf eine B-Probe und dem Schuldeingeständnis dürften zudem Ullrichs Tage beim Team Telekom gezählt sein. Dennoch hat er bereits an der Pressekonferenz ein mittelfristiges Comeback angekündigt. |
Meldung vom 06. Juli 2002 (Autor: red ) |







