Anzeige
 
       Ausgabe 02/2012 ab 3. Mai am Kiosk

 
RIDE › Race-News › Tour d'Afrique: Kohli mischt weiter vorne mit
 
Tour d'Afrique: Kohli mischt weiter vorne mit
Der Tross der Tour d'Afrique hat nach den ersten paar hundert Wüstenkilometer die sudanesische Hauptstadt Karthoum erreicht. Obwohl der beidseitig unterschenkelamputierte Armin Kohli einen Gang kürzer treten musste, kam aber auch an Tagen, die nach eigenem Bekunden fürchterlich waren, locker unter die ersten Zehn. Somit behauptet sich Kohli auf Rang Vier in der Gesamtwertung, und das trotz Problemen mit Plattfüssen und einem undichten Federbein. Auch wenn ihn ein Verfahrer in der sudanesischen Wüste zweieinhalb Stunden kostete, ist Kohli noch immer bei den Leuten. Chapeau, Armin, und weiter so!



Hier ein Zitat aus Kohli's Tagebuch zum Zwischenstand in Dongola, einem Dorf am sudanesischen Nil-Oberlauf: «In Dongola bin ich zu meiner eigenen Überraschung immer noch vierter im Gesamtklassement, die bisherigen Wüstenetappen beendete ich stets zwischen Platz vier und acht. In Führung liegt weiterhin Rob, der - als einziger mit einem Rennvelo unterwegs - wahre Heldentaten vollbringt. Sandra, die Weltklasse-Mountainbikerin, und Arthur, der in der Wüste nicht zu schlagen ist, werden mich wohl bald ebenfalls überholen, doch den siebten Platz kann ich vielleicht über längere Zeit verteidigen.»



Halten die Prothesen?

Nach einem deftigen Verfahrer am folgenden Tag, der Kohli zu einem zweistündigen Marsch durch die Wüste zwang, fiel Kohli kurzfristig auf Rang Sechs zurück, konnte sich mit einem hervorragenden zweiten Rang im Einzelzeitfahren über 55 Kilometer nach Khartoum aber wieder auf Platz Fünf verbessern – mit genügend Reserve nach vorne wie nach hinten: «Im Gesamtklassement bin ich weiterhin fünfter, mit gut zwei Stunden Differenz nach hinten und nach vorne. Wenn nichts ausserordentliches passiert, werde ich also eine Weile fünfter bleiben. Sorgen machen mir die Prothesen: Am oberen Rand blättert bei beiden der Karbon ab. Habe die betroffenen Stellen erstmal mit starkem Isolierband gesichert und schaue, wie sich das entwickelt.»

www.tourdarmin.ch
www.tourdafrique.com

Meldung vom 11. Februar 2004 (Autor: red )
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Passende Beiträge

Passende Google-Links