| Totaler Schweizer WM-Triumph |
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Die Mountainbike-Weltmeisteschaften in Rotorua scheinen in der Disziplin Cross Country zu einem Schweizer Triumph-Marsch zu werden. Kein einziges Rennen, wo nicht mindestens ein Ridegenosse auf dem Podest steht. Die Bilanz nach drei Renntagen: sechs Medaillen, davon zwei goldene, eine silbrige und drei bronzene. Dabei sind einige der Schweizer Medaillenkandidaten noch gar nicht zum Wettkampf angetreten: Nino Schurter ist der Topfavorit für das heutige U23-Rennen, Lukas Flückiger wird ebenfalls ein Podestplatz zugemutet. In der Kategorie Elite gehören Ralph Näf und Christoph Sauser zu den Titelanwärtern, bei den Damen liegt für Petra Henzi ein Podestplatz ebenfalls in Greifweite. Der Dreifach-Triumph der Schweizer ist der bisherige Höhepunkt der Weltmeisterschaften und ist in der Geschichte des Mountainbikesports fast einmalig. Einzig im Jahr 1998 haben bei den Weltmeisterschaften in Mount Sainte Anne drei Französinnen das Podest belegt (Rhode, Hansen, Guironnet). Was die Schweiz im Skisport während der Ära Zurbriggen, scheint sich nun im Bikesport zu wiederholen. Ähnlich erfolgreich ist die Schweiz einzige bei den Alpin-Snowboardern und im Fussball fehlt einzig die Treffsicherheit im Elfmeterschiessen. «Wir haben in der Schweiz eine ausgezeichnete Basisarbeit» meint Beat Stirnemann, Junioren-Nationaltrainer zur Ausgangslage. Alle sechs bisher gewonnenen Medaillen kann sich Stirnemann auf sein Konto gutschreiben lassen, seine Tochter wurde im Rennen der Juniorinnen zudem fünfte. Teil dieser «Basisarbeit» ist vor allem auch eine ausgezeichnete Rennserie (Swisspower Cup), die seit Jahren stark auf die Nachwuchsförderung setzt. Dazu leisten Personen wie Beat Stirnemann oder Andreas Seeli ihren Beitrag, mit ihnen kriegen der Nachwuchs eine adäquate und professionelle Betreuung. «Ganz wichtig ist aber auch der Teamgeist und der ist bei uns Schweizern unglaublich gut» tönt Stirnemann ein andere relevanter Faktor an. Und dann ist da noch Thomas Frischknecht, der Methusalem der Mountainbiker. Es sei schon ein ganz besonders gutes Gefühl, wenn Frischi an der Strecke stehe und dich anfeuert, meinten die drei Podest-Junioren auf Frischknecht angesprochen. Siegfahrer und Idole auf der Elite-Stufe werfen einen grossen Schatten bis weit ins Lager der Anfänger, sie sind Idol und Orientierungspunkt für die jungen Fahrer. Diese Kombination scheint die Basis für den Grosserfolg der Schweizer Mountainbiker zu sein. www.ride.ch/website/bilder_wm06.php |
Meldung vom 24. August 2006 (Autor: red ) |







