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Swiss Cycling gibt Kader für Downhill-WM bekannt
Der Radverband Swiss Cycling hat das Downhill-Kader für die Weltmeisterschaften in Fort William bekannt gegeben und dabei für hitzige Diskussionen unter den Fahrern gesorgt. Nicht mit dabei in der achtköpfigen Delegation ist Claudio Caluori, der zusammen mit Dominik Gspan als einziger die Selektionsrichtlinien für einen Start am Downhill-Rennen erfüllt hat. Bis im letzten Jahr konnten einzelne Fahrer auch ohne Selektion starten wenn sie die Kosten selbst bezahlten. Swiss Cycling akzeptiert nun keine Selbstbezahler mehr, man sei schliesslich kein Selbstbedienungsladen.



Mit an die Weltmeisterschaften nach Schottland reisen für die Disziplin Four Cross Dominik Gspan, Roger Rinderknecht und Rachel Seydoux. Im Downhill-Kader figurieren Dominik Gspan, Nick Beer, Samuel Zbinden, Marielle Saner, Miriam Ruchti, und Patrick Meyer. Dass in den Speed-Disziplinen nur acht Personen an die Weltmeisterschaften reisen, ist seit Anfang Jahr bekannt und hat vor allem finanzielle Gründe. Da Downhill und Four Cross keine olympischen Disziplinen sind, fliesst in diesem Bereich spürbar weniger Geld und entsprechend kleiner sind die Kader für die Meisterschaften.



Erstaunlich ist bei der Selektion für die hiesigen Meisterschaften, dass mit Claudio Caluori und Daniela Bossard gleich zwei Athleten nicht aufgeboten werden, welche die Selektionsrichtlinien erfüllen und dabei Athleten Platz machen müssen, welche die Richtlinien nicht erfüllt haben. Noch grössere Diskussionen wirft aber die Tatsache auf, keine «Selbstbezahler» mehr starten lassen zu wollen. So könnte Claudio Caluori beispielsweise - zwar zähneknirschend - damit leben, auf eigene Kosten in Schottland zu starten. Die Argumentation Swiss Cyclings, dass man kein Selbstbedienungsladen sei, mag seine Berechtigung für Fahrer haben, welche die Selektionsrichtlinien nicht erfüllt haben. Dass aber Fahrer mit einem Leistungsausweis kompromisslos zu Hause gelassen werden, ist schwierig nachzuvollziehen. Wie heikel die Selektion schliesslich ausgefallen ist, zeigt das abgelehnte Angebot des Natitrainers Ernst Schurter, für einen zusätzlichen Startplatz auf sein Hotelzimmer und die Reisespesen zu verzichten (er könne auch im Auto übernachten).



Es stellt sich aber in diesem Zusammenhang die Frage, ob die Diskussion um die Downhill-Selektionen nicht ein Sturm im Wasserglas ist. Der Diskurs geht - mit Ausnahme von Marielle Saner - um Fahrer, die um Rang 40 bis 50 an den Weltcup-Rennen mittun. Ausser Saner ist keiner anderen Person ein Downhill-Podestplatz zuzutrauen, eine Platzierung unter den besten zehn wäre bereits eine kleine Sensation.



WM-Kader Four Cross

Dominik Gspan

Roger Rinderknecht

Rachel Seydoux



WM-Kader Downhill

Dominik Gspan

Nick Beer

Samuel Zbinden

Marielle Saner

Miriam Ruchti

Patrick Meyer



www.swiss-cycling.ch
www.ride.ch/wm

Meldung vom 08. August 2007 (Autor: red )
 

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