| Swiss Cycling Night wurde abgesagt |
|
Der Vorstand von Swiss Cycling hat beschlossen, die für den 11. November 2005 in Bern geplante Swiss Cycling Night 2005 abzusagen. Verschiedene Terminkollisionen haben dazu geführt, dass das Interesse an diesem Abend des Schweizer Radsports gering blieb. Das finanzielle Risiko wollte Swiss Cycling nicht alleine tragen und hat deshalb die Veranstaltung abgesagt. Die für diesen Abend geplante Ehrung der MedaillengewinnerInnen bei Welt- und Europameisterschaften wird nun in anderem Rahmen nachgeholt. Auch die geplante Wahl der Schweizer RadsportlerIn und das Nachwuchs-Radsportlers wird in anderer Form bekannt gegeben. Kommentar von Thomas Giger, Ride-Herausgeber: Mit der Swiss Cycling Night hat der Schweizer Radverband zu Recht versucht, dem Radsport und seinen Akteuren etwas Glamour einzuhauchen. Was im Eishockey, Fussball und anderen Sportarten bestens funktioniert, sollte auch in den Velosport übertragen werden. Die Idee hinter dem Anlass ist attraktiv und begrüssenswert. Leider hat man es bei Swiss Cycling aber nie geschafft, dem Event den nötigen Glamour zu verleihen und man machte sich als «Hosenklammernverband» alle Ehre. Eines der Hauptprobleme bestand darin, dass man die grossen Stars des Radsports kaum an den Event kriegte. Vor allem die Strasssensportler blieben fern, die Mountainbiker liessen sich noch stärker blicken. Doch in diesem Jahr schien auch deren Interesse ganz auf Null gesunken zu sein. «Jetzt war ich mehrere Mal mit dabei und jedes Mal war es so unglaublich schlecht, dass ich dieses Jahr sicher nicht mehr komme» meinte beispielsweise einer der besten Schweizer Mountainbiker gegenüber Ride. Das Schlimme daran: Er ist mit dieser Meinung nicht allein und hat weitgehend recht. Die Durchführung im letzten Jahr im Volkshaus Biel zeigt exemplarisch, wie weit entfernt man mit der Swiss Cycling Night von einer standesgemässen Gala-Night entfernt ist. Die viel zu hohen, ungemütlichen Räume des Volkshaus waren alles andere als eine gute Ausgangslage. Mit einer schon unzählige Male gesehenen Trialshow, einem einigermassen akzeptablen Videoclip als Saisonrückblick (immerhin eine Olympia-Saison) und einem gesucht-lustigen Moderator lag man zudem weit vom Ziel entfernt. Dass man bei einer Gala-Night das Essen am Buffet holen muss, war für einen solchen Anlass leicht unorthodox. Und bei einer Gala-Night haben die männlichen Anwesenden ohne Diskussion in Anzug und Krawatte zu erscheinen - das gilt auch für das Swiss Cycling-Kader und erst recht für die geehrten Personen. Das war leider fast durchs Band nicht der Fall, soviel zum «Hosenklammernverband». Die Swiss Cycling Night als interessanter Event hat dringend eine massive Auffrischung nötig. Mit der Durchführung im Stade de Suisse wäre ein guter Anfang gemacht gewesen. Die Moderation hätte aber durch einen bekannten Fernseh-Entertainer zu erfolgen, ein Dresscode müsste durchgesetzt werden, Stars und Promis sind an die Night einzuladen - und schon wäre auch die Schweizer Illustrierte im Spiel. Bei einer Absage aufgrund mangelndem Interesse (das ist der harte Ausdruck für «Terminkollision») stehen die Zeichen für die Swiss Cycling Night alles andere als gut. Es ist zu hoffen, dass man die Situation nutzt und die Gala-Nacht des Radsports mit neuem Elan, einer versierten Event-Agentur und einigen neuen Einsichten neu lanciert. www.swiss-cycling.ch |
Meldung vom 07. November 2005 (Autor: red ) |







