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Spitz & Nicke: Deutscher Doppelerfolg in Gränichen
Mit der Weltmeisterin Sabine Spitz und ihrem Teamkollegen Thomas Nicke kommen beide Erstplatzierten in den Hauptrennen von Gränichen aus Deutschland. Spitz verhinderte mit ihrem Sieg den Hattrick der Kanadierin Alison Sydor, welche zuvor in Reinach und Buchs triumphieren konnte. Als Dritte sorgte Schweizer Meisterin Petra Henzi für das herausragende Resultat aus Schweizer Sicht. Rang zwei bei den Herren holte sich der Einheimische Florian Vogel vor Simon Richli.



Hochkarätig präsentierte sich in Gränichen insbesondere das Startfeld bei den Frauen. Mit Sabine Spitz (De) und Alison Syder (Can) waren sowohl die Weltmeisterin als auch die Vizeweltmeisterin am Start. Dazu kam eine starke Konkurrenz aus der Schweiz, angeführt von Schweizer Meisterin Petra Henzi, welche auf der aktuellen Weltrangliste auf Rang vier geführt wird. Diese drei Fahrerinnen waren es dann auch, welche die wichtigsten Kapitel der Renngeschichte geschrieben haben, eine Story, die für die spätere Siegerin Sabine Spitz mit einem Schrecken begann: "In der Startschlaufe blieb ich an einer Stufe hängen und fiel weit zurück. Scheinbar hat mir das zum nötigen Adrenalinstoss verholfen. Abgesehen von diesem Missgeschick lief der Rest des Rennens für mich dann aber reibungslos. Der Sieg hier in Gränichen ist eine gute Vorbereitung für mich für die kommenden Aufgaben im Weltcup."



Sabine Spitz vereitelte mit ihrem Sieg den Hattrick ihrer Konkurrentin Alison Sydor (Can). Sydor war mit ihrem zweiten Platz dennoch mehr als zufrieden "Ich bin direkt vom Gardasee ans Rennen hier in Gränichen gereist. In Italien reichte es mir am Samstag zum Sieg, heute auf dieser attraktiven Strecke in Gränichen zu Rang 2, was will ich mehr, ich bin sehr zufrieden und glücklich!"



Zufrieden und glücklich war auch die Drittplatzierte Petra Henzi: "Ich hatte heute etwas Mühe, in Schwung zu kommen, doch mit zunehmender Renndauer lief es immer besser. Hinter einer Weltmeisterin und einer Vizeweltmeisterin als Dritte aufs Podest zu steigen gibt zudem Motivation für die weitere Saison."



Pech hatte bei den Frauen unter anderem die Innerschweizerin Sonja Traxel, welche lange Zeit auf einem Podestplatz unterwegs war, dann allerdings nach einem Sturz mit technischem Defekt weit zurück fiel. Wenig Glück brachte das Rennen in Gränichen auch der Olympia-Silbermedaillen-Gewinnerin Barbara Blatter. Die Bülächerin gab das Rennen auf.




Nicke verhindert Vogels Heimsieg


Auch im Rennen der Herren Elite kommt der Sieger aus Deutschland. Mit Thomas Nicke setzte sich Sabine Spitz? Teamkollege doch etwas überraschend an die Spitze des Schlussklassements. Wie seine Teamkollegin wusste auch Nicke von einem Zwischenfall zu berichten, welchen ihm den nötigen Energieschub verlieh: "Ich musste von ganz hinten im Feld starten, was mich doch etwas verärgert hatte. Mit der Wut im Bauch war dann aber die Motivation und die Energie umso grösser und der Sieg bedeutet nun natürlich das Happyend eines tollen Rennens hier in Gränichen!"



Nicke stand mit seinem Erfolg dem einheimischen Favoriten Florian Vogel vor der Sonne, von Enttäuschung war dann aber beim Zweitplatzierten in der Overallwertung nichts zu spüren: "Klar hätte ich hier vor meinem eigenen Publikum gerne den Tagessieg realisiert. Doch das primäre Ziel war der U23-Kategoriensieg. Den habe ich erreicht und das erst noch bei Sonnenschein, etwas was ich in den letzten 9 Jahren hier in Gränichen mit jeweils ziemlich nassem Wetter noch nie erlebt habe!"


Erneut überrascht hat in Gränichen wie schon vor zwei Wochen in Buchs der Schaffhauser Simon Richli mit Rang drei, am meisten scheinbar sich selber: "Ich bin wirklich überrascht, dass es mir jetzt so gut läuft. Ich kann es mir auch nicht wirklich erklären", und mit einem Augenzwinkern fügt Richli bei: "Meine Teamkollegin Alison Sydor hat bei den Frauen für einen Podestplatz gesorgt, da musste ich ja fast nachziehen!"



Mit rund 700 Aktiven stimmte beim Startfeld in Gränichen nicht nur die Qualität, auch mit der Quantität dürfen die Organisatoren zufrieden sein.



www.swisspowercup.ch


Meldung vom 03. Mai 2004 (Autor: red )
 

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