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Sonderberichterstattung zum Cape Epic
Am Samstag, 2. April startet in Südafrika eines der attraktivsten Mehretappenrennen der Welt: Das Cape Epic. Ride ist mit am Rennen live dabei und verfügt über einen Berichterstatter, der es in sich hat: Marathon-Profi Sandro Spaeth meldet sich täglich vom Rennen, das er zusammen mit Thomas Zahnd mit einem Spitzenrang beenden will.



Letztes Jahr erlebte das Mehretappen-Rennen am Kap Südafrikas seine Premiere und wartet dieses Jahr mit einem Fahrerfeld auf, das manchem Weltcuprennen gerecht wird: Christoph Sauser startet zusammen mit Fredrik Kessiakoff, Roel Paulissen mit Bart Brentjens oder Karl Platt mit Carsten Bresser.



Während dem ganzen achttägigen Rennen wird Sandro Spaeth sich mit News vom Rennen melden (unter anderem auf www.ride.ch/website/epic.php). Zum Warmfahren folgend die Vorabmeldung zum Rennen:



23. März 2005: Vorbereitung und Arbeitsteilung


Seit knapp einer Woche weilt das Team Papival-Stöckli-Ride Magazin nun in Stellenbosch, einer Kleinstadt in der Weingegend im Westerncape, nicht allzu weit entfernt von der Metropole Kapstadt. Tom und ich haben uns bereits gut
eingelebt! Rasch und problemlos sind wir nach unserem ersten Besuch vor einem Jahr, hier wieder etwas heimisch geworden.



Doch nun alles der Reihe nach! Am Donnerstag 17. März 2005 abends, verliessen wir Zürich Airport Richtung Südafrika. Vor dem Abflug immer das selbe: Stress beim Einpacken der Räder (man sollte als Profi Zuhause ja auch am letzten
Tag noch trainieren...), Bürokram erledigen, und Koffer packen! Bereits die Auswahl der Kleider und des Ersatzmaterials verlangt einem im Fall eines
Cape Epic Starts einiges ab. Einerseits hat man sich in etwa an die Gewichtslimite der Fluggesellschaft zu halten, andererseits weiss man nie, was einem im
südafrikanischen Busch alles noch so nützlich sein könnte...!



Am Zürich Airport dann ein letzter kurzer Boxenstopp im City Disc. DVDsfür den Flug 'poschten', und ebenfalls für 4 Wochen Afrikaaufenthalt! - (Man kann ja nicht immer nur lesen...) ? Glücklicherweise gab's den Aktionskorb
3 für 2, und ich entschied mich drei Mal für den Film 'Schatz im Silbersee'! Nach ca. 16 Stunden Flug und einem Zwischenhalt in Johannesburg landeten wir Kapstadt. Leicht bewölkt, kurz vor Herbstbeginn, 32 Grad. Ein idealer
erster Tag für uns Europäer, denn es kann auch anders! Problemlos klettert das Thermometer in dieser Jahreszeit auch auf 40 Grad und mehr!



Eher überraschen für südafrikanische Verhältnisse stand unser Chrysler Mietvan, ein solcher ist für den Transport von 2 Doppelradkoffern zwingend vorgeschrieben, wie vereinbart am Capetown International Airport. In Kürze erreichten wir dann Stellenbosch, unser Basislager für den Cape Epic 'Adventure Trip'. Wir wohnen bei einer südafrikanischen Familie in der hauseigenen, kleinen Ferienwohnung. Natürlich mit Terrasse und schönem Ausblick. Aber auch mit Gartenmauer und Wachhunden, denn nichts ist sonst wirklich sicher hier...! Andere Länder,
andere Sitten!



Ca. 2 Wochen werden uns nun für die Angewöhnung an die extremen Wetterverhältnisse, die Rennvorbereitungen, sowie den Transfer an den ca. 500 km entfernten Startort
Knysna bleiben.





29. März 2005: Voll in den Vorbereitungen



Heute Nachmittag im Internetcafe: Der Counter der Website www.cape-epic.com zählt noch 4 Tage und 17 Stunden bis zum Start der ersten Etappe! Kein Grund nervös zu werden. Aber ernst gilts allemal!



Glücklicherweise sind wir mit den Vorbereitungen voll im Fahrplan. Während langen Ausfahrten auf der Strasse sprachen wir über Taktik, spekulierten über die Teams der Gegner und besprachen den Ablauf im Falle eines Defektes. Natürlich einigten wir uns auch auf Codewörter für "Angriff!", "volle Kraft Voraus!" oder "ich bin am Anschlag!!!". Verständlicherweise behalte ich diese aber unter Verschluss, denn sonst könnten wir ja gleich "Achtung Angriff!" durchs Peleton schreien.



Apropos Defekt: Für diesen Fall haben wir analog einer gut bürgerlichen Familie eine klare Rollenverteilung. Sie macht den Haushalt, er den Garten. Die Kehrichtsäcke und das Altpapier gehören aber zu seinem Ressort....! Tom ist die Sanität, ich die Werkstatt! Denn so ist unsere Verteilung der für Cape Epic Teams obligatorischen Grundausrüstung. Rettungsdecke, Verbandsmaterial, Trillerpfeiffe, und Erste-Hilfe-Set gehören in Toms Satteltasche. Ersatzmaterial, Werkzeug und Kettenöl in meine. Ebenfalls das Mobiltelefon, und ich dürfte mich neben Werkstatt auch Kommunikationschef, oder Swisscom nennen!



Natürlich gilt es sich auch neben dem Rennen gut auszurüsten. Immerhin übernachten echte Cape Epic Teilnehmer 7 Mal in Zelten. Und dafür besuchten wir den "Cape
Union Market", eine Art TRANSA Südafrikas. Diesen verliessen wir mit Stirnlampen, Anti-Insekten-Sprays und Vorhängeschlösser für unsere Taschen. Wäre jammerschade,
wenn während des Gepäcktransportes plötzlich das geliebte "Pingu-Pyjama" abhanden kommen würde...!



Allem "Pingu Pyjama" zum Trotz. Beim Material gilt das Credo, beschränke dich auf das wirklich wesentliche! Denn pro Fahrer steht lediglich ein nummerierter Bag in den Massen 82 x 38 x 36 cm zur Verfügung. - Was dies exakt bedeutet, haben wir kürzlich anhand eines Modells aus Decken und Kissen veranschaulicht. Schliesslich wollen wir ja vorbereitet sein....!

www.ride.ch/website/epic.php
www.sandro-spaeth.ch

Meldung vom 30. März 2005 (Autor: red )
 

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