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Shimano 2009: Rundum erneuerte Dura-Ace |
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Leichter, schöner, und praktisch vollständig aus Aluminium: Shimano spielt bei der überarbeiteten Dura-Ace seine Kernkompetenzen in der Metallverarbeitung voll aus. Die 2009er Topgruppe der Rennradteile ist fast vollständig aus Metallteilen gefertigt und dennoch leichter als fast alle Konkurrenzteile aus Carbon. Geschaltet wird die neue Dura-Ace mechanisch – noch.
Manche Brancheninsider rechneten damit, dass Shimano dem Marktdruck nachgibt und an der jüngsten Generation der Rennrad-Spitzengruppe Dura-Ace viele Teile aus Carbon fertigt. Eine Carbon-Kurbel, die im letzten Jahr an der Eurobike präsentiert wurde, schien Hinweis genug dafür zu sein. Daraus wird nun aber nichts. Die Carbonkurbel wurde wieder aus dem Sortiment gestrichen, bevor sie richtig auf den Markt kam, und für die neuen DuraAce-Teile mit der technischen Bezeichung 7900 hat Shimano die altbewährte Schmiedetechnik perfektioniert.
Hohle Kettenblätter sparen Gewicht
Ein Meisterstück in Aluminium ist die neue Kurbelgarnitur. Bei ihr ist nicht nur wie bisher von Shimano gewohnt der Kurbelarm hohlgeschmiedet, sondern auch das grosse Kettenblatt. Dieses wird dadurch gemäss Shimano um zwanzig Prozent steifer als sein direkter Vorgänger. Dazu trägt es auch zur Gewichtsersparnis bei. Die neue Kurbelgarnitur wiegt nur noch 725 Gramm inklusive Kurbelachse und Lagerung. Anstelle der bisherigen Triple-Version spendiert Shimano der DuraAce nun auch eine Compact-Kurbel mit leichteren Gängen. Neben dem Gewicht und Funktion hat Shimano auch die Optik verbessert. Kurbel und Kettenblätter wirken dank innenliegenden Schrauben nun wie aus einem Guss; das Wechselspiel von hell und dunkel satinierten Flächen sorgt für ein eigenständiges und unverwechselbares Design.
Schnellere und schönere STI-Einheit
In der gleichen Optik hält Shimano auch die übrigen Teile der neuen Dura-Ace. An allen hat der japanische Komponentenriese auch technisch gefeilt und ein paar zusätzliche Gramm Gewichtsersparnis herausgekitzelt. Besondere Beachtung verdient die neue STI-Einheit. Neben dem Schaltwerkskäfig ist dies das einzige Bauteil, bei dem Shimano Carbon einsetzt und damit 42 Gramm spart. Der Brems-Schalt-Hebel wurde komplett neu geformt und erstmals mit einer Griffweiteneinstellung versehen. Das Beste am Hebel liegt aber im Verborgenen. Dank der neuen Mechanik sind die Schaltwege um zwanzig Prozent kürzer als bisher. Die zwanzig Gänge der Dura-Ace lassen sich dadurch deutlich rascher wechseln. Freunde aufgeräumter Optik finden Gefallen an der neuen Kabelführung, die nun endlich auch vollständig unter dem Lenkerband verläuft. Ein kleiner Wehrmutstropfen für Schrauber dürfte sein, dass die Schaltkomponenten der neuen Dura-Ace Teile nicht kompatibel sind mit den älteren Top-Teilen oder der preiswerteren Ultegra-Gruppe.
Dura-Ace schaltet mechanisch – noch
Trotz aller Feinarbeit bietet Shimano bei der neu vorgestellten Gruppe noch nicht den Quantensprung, den der Markt erwartet hätte. Obwohl Shimano bereits seit mehreren Jahren Prototypen einer elektronischen Schaltung von Rennteams testen lässt, schaltet auch die neue Dura-Ace mechanisch. Unterdessen verdichten sich aber im Web die Gerüchte, dass Shimano in Kürze auch mit einer elektronschen Rennradschaltung auf den Markt kommen wird. Noch schweigt Shimano aber dazu und präsentiert als einziges elektronisches Bauteil an der neuen Gruppe das wiederbelebte Flight-Deck. Dieser systemeigene Tacho überträgt alle Daten kabellos – am Velo und vom Cockpit-Rechner auf den PC zu Hause. Von diesen neuen Features verspricht sich Shimano eine grössere Liebe der Rennfahrer für die eigene Bordelektronik. Das Vorgängermodell konnte sich auf dem Markt nicht durchsetzen und wurde in den letzten Jahren offiziell gar nicht mehr angeboten.
Das wichtigste Werkzeug ist die Hand
Bei so viel Aufregung um Werkstoffe und Schalttechnik geht fast unter, dass die neue Dura-Ace auch erstaunlich servicefreundlich ist. So besitzt die neue Kette erstmals ein Verschlussglied, das sich von Hand öffnen und schliessen lässt. Ebenfalls werkzeuglos lassen sich die Lager der neuen Naben einstellen. Beides sind Features, die auch Mountainbiker schätzen würden und für die Weiterentwicklung der Offroad-Gruppen hoffen lassen.
Laut Shimano wird die neue Dura-Ace ab Oktober 2008 auf dem Markt verfügbar sein. Ungeduldige Technikfreaks können sich bis dahin auf der eigens aufgeschalteten Homepage über jedes Detail zur neuen Gruppe informieren.
www.dura-ace.com/start.htm www.shimano.com
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Meldung vom
03. Juni 2008
(Autor:
red )
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