| Sea Otter Gravity Omnium: Hannah, Jonnier Erste |
|
Zum zweiten Mal stand im Rahmen der «Hyundai Sea Otter Classic» das «Gravity Omnium» auf dem Programm, dieses Jahr gesponsort von Sony's PlayStation 2 und Codemaster's «Downhill Domination», dem neuen Bikegame für besagte Spielkonsole. Was im Vorfeld die meisten Experten Cedric Gracia zugetraut hätten, realiserte der junge Australier Mick Hannah: Er gewann zwei von drei Läufen und sicherte sich so souverän den Gesamtsieg. Bei den Damen erwies sich Sabrina Jonnier als Vielseitigste, und beim «SRAM Dirt Jump Contest» reichten John Cowan auch zwei saubere Backflips nicht zum Sieg, weil John Jesme genau die selben Tricks aus dem Ärmel zog ? und die Jury damit noch etwas tiefer beeindruckte. «Mountain Cross»-Quali: Starke Dual- und BMX-Fahrer Zum Auftakt des «Gracity Omniums» stand die Qualifikation für den «Mountain Cross» an: Nachdem die Fahrer die Zeitqualifikation einzeln bestritten hatten, wurden die Viererpaarungen bestimmt ? jeweils die ersten zwei Fahrer im Ziel kamen darauf eine Runde weiter. Die schnellsten Frauen in der Qualifikation waren Tara Llanes, Katrina Miller, Sabrina Jonnier, Jamie Lilly und Leigh Donovan, bei den Herren gesellten sich zu Eric Carter, Mick Hannah und Wade Bootes der BMX-Profi Michael Robinson sowie ein Fun-Fahrer, der sich «Mr. Kamikazi» nannte. «Dual Slalom»: Hannah's erster Streich, Jonnier schnellste Frau Am kommenden Tag stand der «Dual Slalom» auf dem Programm, und in Abwesenheit des verletzten Brian Lopes schaffte es kein Amerikaner ins Halbfinale. So machten drei Australier und ein Franzose die Podestplätze untereinander aus. Mick Hannah bezwang Wade Bootes im Final, Cedric Gracia musste Nathan Rennie im Kleinen Final etwas überraschend vor sich lassen. Schon im Sechszehntel-Finale war ein Rückkehrer aus dem Sport-Ruhestand gescheitert, nachdem er vom Pedal gerutscht war. Shaun Palmer quittierte dieses Missgeschick mit der folgenden Einschätzung seines Laufs: «I'm so fucking pissed at my fucking run.» Fucking right, Herr Palmer, wenn auch nicht sehr gepflegt ausdrückt. Bei den Frauen traf Sabrina Jonnier im Finale auf Katrina Miller und gewann sicher. Das Kleine Finale entschied Tara Llanes gegen Anneke Beerten für sich, was ihr den dritten Rang einbrachte. Downhill: Marla Streb ? und wieder Mick Hannah Den Schwung des Dual-Sieges münzte der junge Australier Mick Hannah tags darauf gleich in den nächsten Sieg um: Auch im Downhill erwies er sich als der Schnellste, eine halbe Sekunde vor Eric Carter und eine weitere Sekunde vor Nathan Rennie. Bei den Frauen schien sich Erfahrung durchsetzen, denn die mittlerweile 36-jährige Amerikanerin Marla Streb konnte Sabrina Jonnier um nahezu zwei Sekunden distanzieren, Tara Llanes verlor eine weitere halbe Sekunde auf die Bestzeit. Die Leistungen der beiden Schweizer Nachwuchs-Downhiller Roman Roschi und Lars Peyer, die ihren Alterskategorien aufs Podest fuhren, sind in einer eigenen Meldung nachzulesen. «Mountain Cross»: Llanes gewinnt ? und ein BMX-Profi Im abschliessenden «Mountain Cross» schaffte es der Dominator des Wochenendes, Mick Hannah, ein weiteres Mal bis ins Finale. Dort musste er sich nur dem schnellsten der Qualifikation, dem BMX-Profi und Bike-Neuling (!) Donny Robinson geschlagen geben. Auf Platz Drei fuhr «Oldie» Mike King, seines Zeichens Teamcaptain von Hannah. Dagegen verpasste Sabrina Jonnier dieses letzte Finale des Gracity Omniums, hatte den Gesamtsieg aber dennoch auf sicher. Im Finale gelang es Tara Llanes, ihre Konkurrentinnen Jamie Lilly, Katrina Miller und Marla Streb zu distanzieren. Die Gesamtwertung aller drei Wettbewerbe sah bei den Herren Mick Hannah vor Mike King, Wade Bootes und Eric Carter als Sieger, als vielseitigste Speed-Dame durfte sich Sabrina Jonnier feiern lassen, auf den Plätzen klassierten sich Marla «Gravity Goddess» Streb und Leigh Donovan. SRAM Dirt Jump: «Evil John» schlägt «Good John» Ausserhalb des «Gravity Omniums» fand zudem noch der «SRAM Dirt Jump» statt, quasi als Zückerchen für die gut 100'000 Zuschauer, die in den drei Wettkampftagen das Gelände beim Laguna Seca Race Way bevölkerten. Mit Timo Pritzel und Darren Berrecloth mussten dabei zwei der Favoriten kürzer treten, weil sie leicht verletzt waren. So lief der Contest auf ein Duell zwischen dem «Sonnyboy» und dem «Bad Boy» des Dirtjumpens hinaus, zwischen John Cowan und John Jesme. Der Jury gefiel der No-Footed Backflip von «Evil John» Jesme etwas besser als derjenige von «Good John» Cowan, womit der Sieger feststand. Trotz eines Backflip-Tailwhips schaffte es Paul Bassagoitia nur auf Rang Drei ? ihm fehlte neben dem spektakulären Sprung wohl etwas der bekannte Name, um bei der Jury höher zu Punkten. www.seaotterclassic.com |
Meldung vom 20. April 2004 (Autor: red ) |







