| Sea Otter: Frischknecht gewinnt Super XC |
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Die starke Leistung am GP Osterhaas, als Thomas Frischknecht den Sieg nur knapp verpasste, zeigte bereits, dass sich der Captain des Swisspower-Teams in hervorragender Form befindet. Zum Auftakt der «Hyundai Sea Otter Classic» im kalifornischen Monterey gewann «Frischi» im Sprint das neunzig Minuten dauernde Super XC-Rennen auf einem Rundkurs, der teils durchs Gelände, teils über die Rennstrecke von Laguna Seca führte. Auf die Plätze fuhren Karl Platt, Filip Meirhaeghe, Roland Green und Geoff Kabush. Die schnellste Frau war zum Auftakt Alison Dunlap, vor Chrissy Redden und Melanie McQuaid, Barbara Blatter wurde Sechste. Für grössere Differenzen in der Gesamtwertung sorgen beim Sea Otter aber erst das Einzelzeitfahren und das Crosscountry-Rennen. Animierte Rennen auf rasendschneller Strecke Die Hauptanimatoren des Herren-Rennens waren die Weltmeister der vergangenen drei Jahre: Über weite Strecken bestimmte der Champ von 2001 und 2002, der Kanadier Roland Green, das Tempo an der Spitze und sorgte für eine rasche Selektion nach hinten. Trotz eines zwischenzeitlichen Vorsprungs von dreissig Sekunden kam Green aber nicht weg, weil Meirhaeghe mit generösem Einsatz nachführte. Dies war umso bemerkenswerter, als der Belgier sich durch eine schlechte Reifenwahl auf den unbefestigten Passagen einen klaren Nachteil eingehandelt hatte. Tempo und Intensität des Rennens waren enorm, was auch der flüssigen Streckenführung zu verdanken war: Bei einem Asphaltanteil von über zwei Dritteln spielte taktische Reife eine entscheidende Rolle im Rennen über zehn Runden. Frischknecht zeigt Nerven- und Sprintstärke Als in der zweitletzten Runde der deutsche Karl Platt, eigentlich eher als Spezialist für die Langstrecken bekannt, attackierte, reagierte zunächst gar niemand. Erst anfangs der letzten Runde schloss Frischknecht die entstandene Lücke mit einem starken Zwischensprint. Meirhaeghe und Green konnten nach ihren animierten Rennen nicht mehr reagieren, ihnen blieben nur die Plätze drei und vier. Vorne behielt «Frischi» dagegen die Ruhe, spielte seine Erfahrung aus den «Short Races» des Swisspower Cups aus und hielt Platt hinter sich. Der «Silverfish» scheint im Olympia-Jahr wieder auf dem Weg ganz nach oben, auch wenn er seine eigene Leistung etwas herunter spielte: «Ich habe bisher in dieser Saison erst zwei Rennen bestritten und fühlte mich daher noch nicht topfit. Aber heute waren meine Beine erstaunlich gut, so dass ich einen langen Sprint gegen Platt riskierte. Schliesslich kam Meirhaeghe von hinten nochmals stark auf.» Im Rennen der Frauen versuchten die Damen des Subaru-Gary Fisher-Teams zwar, einen Massensprint zu verhindern, aber das Luna Women's MTB Team liess keine Vorselektion zu. So kam es am Ende zum Sprint eines grösseren Feldes, den Alison Dunlap sicher für sich entschied. Barbara Blatter überquerte die Ziellinie als Sechste zeitgleich mit der Siegerin, so dass sich ihr Rückstand im Gesamtklassement auf einige Bonifikationssekunden beschränkt. Hyundai Sea Otter Classic, Monterey / Cal Super Crosscountry Damen: 1. Alison Dunlap, USA, Luna Womens MTB 2. Chrissy Redden, AUS, Subaru-Gary Fisher 3. Melanie McQuaid, USA, Ford Cycling 6. Barbara Blatter, Bülach, Specialized International Super Crosscountry Herren: 1. Thomas Frischknecht, Feldbach, Swisspower MTB-Team 2. Karl Platt, D, Team Rocky Mountain 3. Filip Meirhaeghe, BEL, Specialized International 4. Roland Green, CAN, Trek-VW 5. Geoff Kabush, CAN, Team Maxxis 15. Christoph Sauser, Sigriswil, Siemens Mobile-Cannondale aufgegeben: Sandro Spaeth, Muttenz, BMC-Papival-DSR www.velonews.com www.canadiancyclist.com www.seaotterclassic.com |
Meldung vom 16. April 2004 (Autor: red ) |







