|
Beim internationalen Mountainbike-Marathon in Offenburg dominieren die Schweizer die Hauptkategorien und landen sowohl bei den Herren als auch bei den Damen einen Dreifachsieg. Im Rennen der Herren gewinnt Urs Huber vor Thomas Zahnd und Alexandre Moos während bei den Damen gewinnt Esther Süss vor Antonia Wipfli und Fabienne Heinzmann.
Auch wenn die Schweizer in Offenburg die klar dominierende Nation sind, so fällt das Rennen nicht minder spannend aus und wird erst auf der Zielgeraden entscheiden. Im Finale des 84-Kilometer-Rennens entscheidet ein Sturz über den Sieg. Urs Huber bleibt im Sprint gegen seinen Teamkollegen Thomas Zahnd im Sattel und feiert den ersten Triumph dieser Saison. Sturzopfer Thomas Zahnd überquert die Ziellinie wenige Sekunden später als Zweiter. Alexandre Moos komplettiert das rein schweizerische Podest. Bei den Frauen ist die Schweizer Bilanz noch beeindruckender: Esther Süss, vor Antonia Wipfli, Fabienne Heinzmann und Milena Landtwing lautet dort die Reihenfolge, ehe mit Danièle Troesch die erste Französin das Ziel erreichte.
«Ich war noch nie so enttäuscht über einen Podestplatz wie heute», macht Zahnd seinem Ärger Luft. Zu dritt voraus sind die Schweizer in die letzte Steigung gefahren. Zahnd und wohl auch Huber war bewusst, dass sie im Schlussspurt in Offenburg keine Chance gegen den routinierten Strassencrack Moos haben würden. «Moos schwächelte, deshalb griff ich an und kam auch weg», schilderte Zahnd die Vorentscheidung. Als er zurückschaute, hatte sich aber auch Stöckli-Teamkollege Huber von Moos abgesetzt. Zahnd nimmt etwas Tempo raus, um mit Huber die letzten Kilometer gemeinsam zu fahren. In der Schlussabfahrt rutscht er jedoch wegen Unachtsamkeit bei hohem Tempo in einer kiesigen Kurve aus und kommt zu Fall.
Huber, der gleich hinter Zahnd fährt, erkundigt sich, ob alles in Ordnung sei. Als Huber sieht, dass Zahnd fahren kann, zieht er durch und holt sich seinen ersten Sieg dieser Saison. «Für mich ist dieser Sieg wie eine Erlösung», kommentiert Huber im Ziel. Derweil sich Zahnd über seinen Fahrfehler ärgert. Nach dem Sieg am Watch Walley Cup in Pieterlen und dem dritten Rang am BIKE-Marathon in Riva des Garda resultiert diesmal «nur» der zweite Platz – obwohl er den Sieg vor Augen gehabt habe. «Wirklich ärgerlich. Wenigstens ist nichts gebrochen, bin ich nur von Kopf bis Fuss aufgeschürft», sagt Zahnd mit leiser Ironie.
Quelle: Pressemitteilung Stöckli, Martin Platter
|
Meldung vom
17. Mai 2009
(Autor:
red )
|