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Sausers EM-Pech: Auf Siegeskurs Platten vor Ziel
Riesenpech für Christoph Sauser bei den Europameisterschaften: 500 Meter vor dem Ziel holt er sich in Führung liegend einen Platten und muss den Sieg seinem grossen Konkurrenten Julien Absalon schenken. Ralph Näf wird nach einer kontrollierten Fahrt Dritter, Florian Vogel wird fünfter. Damit ist die Schweiz das absolut erfolgreichste Team der EM: Mit sechs Podestplätzen, davon drei Siegen, reist die Swiss Cycling-Delegetaion nach Hause.

Sauser lieferte ein souveränes Rennen, selbst Julien Absalon konnte nichts gegen sein horrendes Tempo ausrichten. Während in der Startphase Fredrik Kessiakoff ausriss, übernahm Sauser das Zepter und regelte die Nachführarbeit. Kessiakoff wurde gestellt und Sauser zog mit Absalon davon. Dieser konnte aber dem Tempo nicht folgen und Sauser führte alleine - allerdings immer mit Absalon im Nacken. Diesem Rennverlauf entsprach auch die Schlussrunde, bis auf die letzten 500 Meter. «Als Julien gleich weiter attackierte, konnte ich folgen und habe selbst das Tempo noch erhöht. Ich merkte, er kommt nicht mit und bin deshalb weiter gefahren. Ich habe mich gut gefühlt und es hätte für den Sieg sicher gereicht. Und dann hats bumm, bumm gemacht und ich hatte platt». Sauser musste darauf in der Reparaturzone kurz vor dem Ziel das Hinterrad wechseln - und Julien Absalon ziehen lassen. Etwas sarkastisch meinte er mit bitterer Miene: «Manche haben eben immer Glück, ich bin es ja gewohnt».

Hinter Sauser waren es vor allem Ralph Näf, der für Spannung sorgte. Scheinbar ohne grosse Anstrengung positionierte er sich auf dem vierten Platz, zog später am einbrechenden Kessiakoff vorbei und kam in der zweitletzten Runde gefährlich Nahe an Absalon ran. «Ich wollte aber nicht zu Absalon aufschliessen weil dies ihm allenfalls den nötigen Schub hätte geben können, Sauser zu attackieren», meinte Näf zu seinem Fahrstil. Auch wenn die Beine von den Marathon-Europameisterschaften und vom Team-Relay am Freitag schmerzten habe er ein sehr gutes Gefühl für die kommenden Marathon- und Cross Country-Weltmeisterschaften.

Mit Sausers Silber und Näfs Bronze hat die Schweiz an den Europameisterschaften 2006 insgesamt sieben Medaillen geholt. Gold ging an Sarah Koba, Mathias Flückiger, Nino Schurter, Silber an Christoph Sauser und Bronze an Ralph Näf und Pascal Meyer. Hinzu kommt die Goldmedaille im Team-Relay.

Rangliste Cross Country Europameisterschaften 2006, Herren:
1. Julien Absalon, Frankreich
2. Christoph Sauser, Schweiz
3. Ralph Näf, Schweiz
4. Fredrik Kessiakoff, Schweden
5. Florian Vogel, Schweiz
6. Roel Paulissen, Belgien
7. Jean-Christophe Peraud, Frankreich
8. Marek Galinski, Polen
9. Peter Riis Andersen, Dänemark
10. Oli Beckingsale, England
14. Andreas Kugler, Schweiz

Newsmeldung wird laufend erweitert




Meldung vom 30. Juli 2006 (Autor: red )
 

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