| Sauser und Henzi sind Marathon-Weltmeister |
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Sensationeller Schweizer Doppelsieg bei den Marathon-Weltmeisterschaften. Christoph Sauser und Petra Henzi holen sich in Belgien das Regenbogen-Jersey. Sauser gewinnt als einer der besten Mountainbiker der Welt nach Jahren an der Weltspitze seinen ersten grossen Titel. Titelverteidiger Ralph Näf lag über weite Strecken des Rennen mit Sauser in Führung, büsste wegen eines Defekts dann aber Plätze ein. Bei den Damen sichert sich Petra Henzi in Abwesenheit der Titelverteidigerin Gunn-Rita Dahle den Titel im Alleingang und setzt ihrer Karriere eine erste Krönung auf. Endlich der erste grosse Titel für Sauser Für Sauser ist der Weltmeistertitel das Ende seiner Zeit als titelloser Topfavorit. Seit Jahren gehört der Berner Oberländer bei allen grossen Meisterschaften und den Olympischen Spielen zu den meistgenannten Favoriten. Bisher ist ihm der ganz grosse Coup aber nie gelungen, meist stand ihm ein unschlagbarer Julien Absalon oder Materialpech vor der Goldmedaille. «Ich bin in meiner Karriere schon so oft von Pech verfolgt worden, dass ich erst ganz am Schluss des Rennens an den Titelgewinn zu glauben begann. Jetzt bin ich glücklich, dass es endlich geklappt hat», meinte ein sichtlich erfreuter Christoph Sauser im Ziel. Es gibt wohl niemanden, der Sauser diesen Titel nicht gönnt. Näf zahlt für das hohe Risiko den Preis Der Rennverlauf der hiesigen Marathon-Weltmeisterschaften hat dabeierstaunliche Ähnlichkeit zum letzten Jahr. Damals waren es ebenfalls die beiden Schweizer Christoph Sauser und Ralph Näf, die das Rennen an der Spitze prägten. Dem damals als Favoriten gehandelten Sauser brach während des Rennen eine Kurbel vom Bike, enttäuscht musste er das Rennen aufgeben. In der Folge zog damals Näf alleine von Dannen und holte sich das Regenbogen-Jersey vor Leonardo Paez. «Sauser und ich waren beide etwa gleich stark und haben uns ein faires Rennen geliefert. Das wäre ein spannender Endkampf geworden», meinte der Titelverteidiger im Ziel. «Ich mag Christoph Sauser den Titel gönnen, er hat ihn mehr als verdient.» Nach einem Defekt an der Kette musste Näf seinen Landsmann ziehen lassen, hatte ihn aber bald wieder in Sichtweite. Um aufschliessen zu können, musste er hohe Risiken eingehen und zog sich dabei in einer Abfahrt einen platten Reifen zu. «Ich war hier um den Titel zu verteidigen, nicht um bloss aufs Podest zu fahren. Um Sauser einzuholen, musste ich alles auf eine Karte setzen», analysierte Näf seine Fahrweise. Henzi krönt eine verknorzte Saison Der Sieg Petra Henzis an den Weltmeisterschaften kommt eher überraschend. Die Aargauerin gehört zwar auf der Langstrecke seit langem zu den schnellsten der Welt und musste sich an den Marathon-Weltmeisterschaften im letzten Jahr nur gerade von Gunn-Rita Dahle geschlagen geben. In diesem Jahr kämpfte Henzi mit einem Bandscheibenvorfall im Frühjahr und fuhr in seit da ihrer Form hinten nach. Umso mehr ist ihr der heutige Sieg zu gönnen zumal auch ihr bisher ein grosser Titel fehlte. Nun trägt die bereits 38-jährige Henzi nach vielen Jahren knapp an den grossen Titeln vorbei (mindestens) ein Jahr lang das Regenbogentrikot der schnellsten Marathon-Fahrerin. Im Schatten Henzi platzierte sich Esther Süss auf dem guten fünften Platz, Sarah Koba belegte Rang neun und Fabienne Heinzmann Rang elf. Entgegen der Leistungsdichte bei den Marathon-Frauen sind bei den Herren ausser Sauser keine Schweizer unter den ersten Zehn. Mit Andreas Kugler und Sandro Spaeth befinden sich immerhin zwei weitere Schweizer innerhalb der Top-20. Rangliste Marathon-Weltmeisterschaften 2007, Herren: 1. Christoph Sauser (SUI) 2. Roel Paulissen (BEL) 3. Thomas Dietsch (FRA) 4. Leonardo Paez (COL) 5. Massimo De Bertolis (ITA) 6. Filip Meirhaeghe (BEL) 7. Gilberto Simoni (ITA) 8. Frederik Kessiakoff (SWE) 9. Karl Platt (GER) 10. Alban Lakata (AUT) 12. Andreas Kugler (SUI) 16. Sandro Spaeth (SUI) 22. Thomas Zahnd (SUI) DNF Ralph Näf Rangliste Marathon-Weltmeisterschaften 2007, Damen: 1. Petra Henzi (SUI) 2. Sabine Spitz (GER) 3. Pia Sundstedt (FIN) 4. Elsbeth van Rooij-Vink (NED) 5. Esther Süss (SUI) 9. Sarah Koba (SUI) 11. Fabienne Heinzmann (SUI) DNS Gunn-Rita Dahle Flesj |
Meldung vom 12. August 2007 (Autor: red ) |







