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Beim Cross Country-Weltcup in Andorra wurde die Rennhierarchie bei den Herren deftig durcheinander gewirbelt. Zwar wurde das Rennen mit Christoph Sauser von einem der Topfavoriten gewonnen, mit Burri Stander und Geoff Kabush liegen hinter ihm zwei unerwartet starke Fahrer. Lukas Flückiger wäre um ein Haar auf dem dritten Platz gelandet. Mit dem vierten Rang sichert er sich dennoch eines seiner besten Rennergebnisse und ist nun der sechste Fahrer mit erfülltem Olympiasoll.
Der überlegene Fahrer in Andorra war Christoph Sauser - trotz kaltem Wetter, was ihm normalerweise eine Spitzenplatzierung verunmöglicht. «Nachdem am Morgen etwas geregnet hat, war meine Motivation eigentlich am Tiefpunkt», erläuterte Sauser seine Situation vor dem Rennen. Wie zum Trotz setzte er sich dann aber gleich zu Beginn des Rennens an die Spitze. Bis auf die letzte Runde, als der Südafrikaner Burri Stander ihn abfangen konnte. Sauser zog sich ausgerechnet in der letzten Runde einen Reifendefekt zu. Stander konnte Sauser um 20 Sekunden distanzieren, bis dieser nach dem Radwechsel richtig aufdrehte, die Führung wieder an sich reissen konnte und schliesslich das Rennen für sich entschied. «Als ich kurz vor Schluss Defekt hatte, dachte ich, der Sieg ist weg. Ich habe alles gegeben und bin jetzt überglücklich. Es gibt mir die Gewissheit, dass ich grosse Rennen gewinnen kann», meinte Sauser im Ziel.
Hinter den beiden Führenden hätte Lukas Flückiger beinahe seinen zweiten Weltcup-Podestplatz gesichert. Lange lag er auf Platz drei und musste sich auf der letzten Runde aber noch vom Kanadier Geoff Kabush überholen lassen. «Mir ist einfach die Luft ausgegangen. In dieser Höhe ist es extrem schwierig, dass Rennen perfekt einzuteilen und ich bin am Anfang wohl ein bisschen zu schnell los», erklärte Flückiger im Ziel.
Das Rennen in Andorra war geprägt durch eine komplett durchmischte Rennspitze. Der Grund dürfte in der ausserordentlichen Höhenlage, liegen, der Start des Rennen lag auf 2000 Metern über Meer. So kam auch Julien Absalon nicht auf Touren, litt während dem Rennen sichtlich und landete auf dem elften Platz. Mit Fuglsang, Paulissen, Schurter, Vogel und Näf liegen hinter ihm Fahrer, die normalerweise unter den besten zehn zu suchen sind.
Näf erwischte einen schlechten Start, wurde eingeklemmt und seine Aufholjagd wurde durch die Höhenluft ausgebremst. Auch Schurter und Vogel sind mit der dünnen Luft nicht klar gekommen. Schurter musste gar den Sieg in der U23-Klasse Burry Stander überlassen, in der Gesamtwertung liegt er aber weiter klar vorne. In der Gesamtwertung der Eliteklasse liegt weiter Julien Absalon vorne, Sauser liegt nun mit 145 Punkten hinter ihm.
Rangliste Mountainbike Weltcup Andorra, Cross Country Herren:
1. Christoph Sauser (SUI), 2:02:16
2. Burry Stander (RSA), +8
3. Geoff Kabush (CAN), +17
4. Lukas Flückiger (SUI); +1:08
5. Cédric Ravanel (FRA), +1:41
6. Todd Wells (USA), +2:16
7. Tony Longo (ITA), +2:27
8. Sergio Mantecon (ESP), +2:51
9. Inaki Lejarreta (ESP), +3:01
10. Fredrik Kessiakoff (SWE), +3:13
11. Julien Absalon (FRA), +3:47
12. Roel Paulissen (BEL), +3:57
15. Nino Schurter (SUI), +4:33
17. Florian Vogel (SUI), +4:45
18. Ralph Näf (SUI), +5:00
19. Thomas Frischknecht (SUI), +5:12
26. Mathias Flückiger (SUI), +6:53
27. Jürg Graf (SUI), +7:18
29. Andreas Kigler (SUI), +7:33
33. Martin Gujan (SUI), +8:37
36. Gion Manetsch (SUI), +9:47
44. Nicola Rohrbach (SUI), +10:58
48. Martin Fanger (SUI), +11:50
85. Christof Bischof (SUI), -2 Runden

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