| Saner wird Dritte beim DH-Weltcuplauf in Kanada |
|
Marielle Saner steht in Mont Sainte Anne als Dritte beim Downhill-Weltcup das erste Mal in dieser Saison auf dem Podest. Vor ihr platzieren sich einzig Sabrina Jonnier und Tracy Moseley. Bei den Herren siegt Chris Kovarick vor Greg Minnaar, Claudio Caluori hat sich mit Rang 19 wahrscheinlich für die WM qualifiziert. Saner wiederholt Podestplatz vom Vorjahr Marielle Saner zählt seit Jahren zu den potenziellen Siegfahrerinnen im Downhillsport, verpasste aber seit genau einem Jahr eine Platzierung unter den ersten Drei. Beim Weltcup in Mont Sainte Anne im Vorjahr wurde sie bereits Dritte und kann dieses Resultat nun egalisieren. In der Gesamtweltcup-Wertung liegt die Unterwalliserin nun auf dem fünften Platz. Mit Daniela Bossard (14.) und Silja Stadler (15.) liegen zwei weitere Schweizerinnen unter den besten fünfzehn Fahrerinnen. Caluori: WM-Qualifikation Bei den Herren siegt der Australier Chris Kovarick knapp vor Greg Minnaar und seinem Landsmann Sam Hill. Kovaricks Teamkollege Claudio Caluori fährt nach einem verpatzten Saisonstart einen sicheren Lauf ins Ziel und klassiert sich auf Rang 19. Damit dürfte sich der Zürcher auch für die Weltmeisterschaften in Neuseeland qualifiziert haben, für die eine Weltcup-Rangierung mindestens unter den ersten 20 Bedingung war. Nur gerade einen Platz hinter Caluori - und damit ebenfalls innerhalb der WM-Richtlinien - liegt Damien Mermoud. Ende der Pleiten, Pech und Pannen? Caluori zeigte sich erleichert im Ziel, endlich einen einigermassen brauchbaren Lauf ins Ziel gebracht zu haben. Seine bisherigen Weltcup-Einsätze liest sich wie das Drehbuch einer «Pleiten, Pech und Pannen»-Sendung. Beim Auftakt in Vigo wurde er durch einen Magenverstimmung zurückgeworfen, in Fort William bremste ihn ein platter Reifen und in Willingen stürzte er schwer. Peyer: Wieder führend im Junioren-Gesamtweltcup Ein ausgezeichnetes Rennen liefert der junge Lars Peyer. Mit dem 29. Rang ist er nicht nur drittbester Schweizer, er liegt damit in der Junioren-Wertung hinter dem Neuseeländer Blenkinsop opauf dem zweiten Platz und kann sich seine Führung im Gesamtweltcup zurückholen. In dieser führt er nun zwei Punkte vor dem Briten Brendan Fairclough. Zurück im Weltcup: Jürgen Beneke Ein interessanter Namen tauchte im Vorfeld des Weltcups auf der Startliste auf: Jürgen Beneke, Gesamtweltcupsieger anno 1993 und Weltcupsieger in Mont Sainte Anne im Jahr 1994. Der Deutsche lebt heute in New York und entschied sich für ein kurzfristiges Comeback. Er klassiert sich auf Rang 39, einen Platz vor Samuel Zbinden. Marielle Saner: «Ich musste schon bei der ersten Kurve den Fuss vom Pedal nehmen. Das hat mich richtig angeheizt und ich habe alles riskiert. Vielleicht zuviel, denn in zwei Kurven war ich dann richtig von der Rolle. Ich bin aber sehr zufrieden wieder auf dem Podest zu stehen. Ich wusste immer, ich kann es und irgendwann wird es auch gehen. Aber ich habe das ein bisschen gebraucht, nach den letzten drei Rennen. Und für das Team war das auch wichtig.» |
Meldung vom 24. Juni 2006 (Autor: red ) |







