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Saalbach: Gracia gewinnt, Zbinden Achter
Zur Eröffnung der Bikesaison hat sich der Bikepark in Saalbach-Hinterglemm einiges einfallen lassen ? und zum «Bike 'n Soul Opening» geladen. Der Kanadier Gareth Dyer bekam freie Hand, um eine eindrückliche Strecke mit riesigen Sprüngen, Gaps und Drops in den Hang zu bauen, dazu fanden ein 24-Stunden-Rennen und der «Goass King»-Dirtjumpcontest statt. Mit anderen Worten: Ein Wochenende voller Action und mit bekannten Siegern: Beim Slopestyle sicherte sich Cedric Gracia Sieg und Preisgeld, die Punkterichter beim Dirtjump kürten Timo Pritzel zum Sieger. Ebenfalls bis ins Slopestyle-Finale kämpfte sich Säm Zbinden vor ? am Schluss resultierte ein toller achter Rang.



Erster Slopestyle Europas - und wie

Achtundzwanzig Fahrer aus neun Nationen traten zum «Adidas Slopestyle»-Event an, und die Strecke, welche Gareth Dyer in Zusammenarbeit mit den Leuten vom Bikepark Saalbach-Hinterglemm in den Hang gebaut hatte, rang auch arrivierten Freeride-Assen einigen Respekt ab. So meinte Tyler «Super T.» Klaassen, der wegen eines noch nicht ganz ausgeheilten Fussbruches auf einen Start am Contest verzichtete, zur Strecke im Pinzgau: «Der Kurs ist schwierig, eine richtige Herausforderung. Ehrlich gesagt ist es der verrückteste Slopestyle, den ich je gesehen habe. Der beste Allrounder wird gewinnen.» Als ob Dyer's Parcours noch nicht gereicht hätte, kamen noch starke Witterungsschwankungen als Handicap dazu: Während des gesamten Trainings hatte es geregnet, doch beim Wettbewerb schien die Sonne. Für die Rider hiess es, sich erst einmal wieder an die Beschaffenheit des Parcours zu gewöhnen.



Zbinden «entjungferte» den grössten Sprung

Während die meisten Fahrer die ersten beiden Läufe ruhig angingen und vor allem die Qualifikation fürs Finale anstrebten, gab der letzte Starter in der Qualifikation alles. Säm Zbinden zeigte, dass er sich nicht nur auf Downhill-Rennstrecken und Dirt Jumps, sondern auch bei einem Slopestyle-Contest wohl fühlt. Und wagte sich zum Ende der Qualifikation gleich mal als erster an den «Motherfucker Jump», einen fünfzehn Meter weiten Gap Jump. Weil Säm vier Meter zu weit flog, klappte die Landung nicht nach Wunsch: Die Folge war ein Sturz.



Weil er den Rest seines Laufs sauber runter brachte und die Judges mit seinen «Cojones» beeindruckt hatte, reichte es Zbinden für Platz Siebzehn ? und damit locker für den Final der zwanzig Besten. Die höchste Wertung ging in der Qualifikation an Cedric Gracia, knapp vor dem Amerikaner Cameron McCaul. Weiter hinten in der Rangliste tauchten Namen wie Steve Romaniuk, Shaums March und Darren Berrecloth auf ? von «Red Bull»-Events her bestens bekannter Freeride-Adel also.



Gracia souveräner Sieger, Zbinden mitten in Weltelite

Im Finale sprang dann Cedric Gracia zuerst einen Acht-Meter-Drop und segelte darauf einhändig über den «MF Jump», um beim nächsten Drop noch einen «Suicide No-Hander» anzuhängen. Mit diesen beiden Highlights und einem flüssigen Lauf ohne Fehler hatte er die Judges und 4000 Euro Preisgeld in der Tasche. Am nächsten kamen ihm noch der Dirtjump-Spezialist Timo Pritzel, Michal Marosi sowie der Franzose Mickael Deldycke. Säm Zbinden fuhr die selbe Linie wie im ersten Lauf, stand den «Motherfucker Jump» diesmal sicher, konnte den Rest des Laufs wie gewünscht durchziehen und sich so noch auf einen glänzenden achten Rang verbessern ? noch einen Rang vor Freeride-Superstar Darren Berrecloth. Säm's Eindrücke vom Event sind auf seiner Website nachzulesen.



Goass King: Luftduell zwischen Pritzel und Jesme

Beim «Goass King», einem Dirtjump-Event vor dem Goassstall in Saalbach, machten zwei Superstars unter den Sprungartisten den Sieg unter sich aus. Der Bad Boy der US-Szene, John Jesme, machte dabei trotz kaputten Fusses «Mr. Backflip» T-Mo Pritzel das Leben so schwer wie möglich: Er zeigte 360er und Backflips. Timo blieb cool und sicherte sich mit zwei lupenreinen Backflip X-Ups den Sieg und 1000 Euro Preisgeld. Nach diesem Event blieb eigentlich nur noch eins für die Fahrer: Abfeiern mit «hoassn Goassn» im «Goassstall».



Adidas Slopestyle 2004, Saalbach-Hinterglemm:

1. Cedric Gracia, FRA, Siemens Mobile-Cannondale, 45.7 Punkte

2. Timo Pritzel, GER, Scott USA, 43.6

3. Michal Marosi, Specialized-Red Bull, 43.3

3. Mickael Deldycke, FRA, Fiat-Rotwild, 43.3

5. Cameron McCaul, USA, Ellsworth, 41.7

ferner: 8. Säm Zbinden, Specialized-Fox-Jumpin Crazy, 40.3



«Goass King», Dirt Jump Contest:

1. Timo Pritzel, GER, Scott USA

2. John Jesme, USA, Ellsworth

www.bike-circus.at
www.samuelzbinden.ch.tt

Meldung vom 03. Juni 2004 (Autor: red )
 

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