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Radsport bald nicht mehr olympisch?

Agenturmeldungen zu Folge fordert John Fahey, Präsident der Welt-Antidoping-Agentur Wada, dass systematisch von Doping verseuchte Sportarten künftig aus dem olympischen Programm genommen werden. Dazu zählt er insbesondere die Gewichtheber und die Radsportler.




Agenturmeldung:


In einem Interview mit der Associated Press (AP) forderte WADA-Präsident John Fahey die betreffenden Sportler auf, den Antidoping-Code hundertprozentig zu erfüllen.



Beim Gespräch im olympischen Dorf in Peking erklärte Fahey, dass seine Behörde im Herbst bei einem Treffen mit den IOC-Spitzen erörtern, ob systematisch «verseuchte» Sportarten vom Programm zu streichen sind. «Gewisse Sportarten wie Gewichtheben haben einen schlechten Ruf.» Das seit anhand von etlichen Doping-Fällen in den letzten Jahren dokumentiert, so der WADA-Chef. Unmittelbar vor den Spielen in China wurden 22 Athleten aus Bulgarien und Griechenland wegen positiver oder bewusst verpasster Tests zurückgezogen.



Es gebe zwar in keinem Bereich des Sports eine absolute Sicherheit, dass nicht manipuliert werde, erklärte Fahey gegenüber AP. In einigen Bereichen herrsche aber eine regelrechte Dopingkultur. Neben den Gewichthebern stellte er dabei auch die Radszene an den Pranger. Der grassierende Missbrauch (an der Tour de France und anderen Rennen) missfiel ihm besonders.



Fahey setzt die Verbände bewusst unter Druck. Bis im kommenden November müssen sich alle dem WADA-Code fügen und die Tests (und allfällige Sanktionen) vollumfänglich akzeptieren. «Das wird für die Teilnahme an Olympischen Sommer- und Winterspielen essentiell sein», warnte Fahey.






Meldung vom 11. August 2008 (Autor: red )
 

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