|
Beim Weltcuplauf in Fort William kann die Kanadierin Marie-Helene Premont ihre Führung im Gesamtweltcup ausbauen und gewinnt das Rennen vor Marga Fullana. Sie fängt die Spanierin auf der letzten Runde ab und distanziert sie bis ins Ziel deutlich. Mit Petra Henzi auf Platz neun und Maroussia Rusca auf zehn hat die Schweiz zwei Fahrerinnen in den vordersten Positionen. Vor allem für Rusca ist es eine Genugtuung, endlich ein Resultat innerhalb der Olympianorm erzielen zu können.
Marga Fullana übt sich in Konstanz: Regelmässig liegt sie bei Weltcuprennen in Führung und muss sich ganz am Schluss noch ein- und überholen lassen. Bereits mehrfach geschehen, war dies auch in Fort William nicht anders. Zwar lag die Spanierin fast das ganze Rennen über mit Marie-Helene Premont an der Spitze, konnte sich in der vorletzten Runde aber absetzen. Was vielen Athleten für den Sieg gereicht hätte, büsste Fullana wenige Minuten vor der Zieleinfahrt ein und musste den Sieg Premont überlassen.
Maroussia Rusca erstmals in der Olympianorm
Zufrieden zeigte sich die Westschweizerin Maroussia Rusca im Ziel, die mit dem zehnten Platz endlich ihre guten Resultate in den ersten Swisspower Cups bestätigen konnte und nun auch ein erstes Resultat innerhalb der Olympianorm vorweisen kann. Dass es Rusca indes für die Qualifikation der Spiele reichen wird, ist unrealistisch. Petra Henzi und Nathalie Schneitter fahren momentan zu stark und zu konstant, als Rusca gegen sie etwas ausrichten könnte. Um überhaupt die Richtlinien zu erfüllen, müsste Rusca an den Weltmeisterschaften in zwei Wochen nochmals unter den besten zwölf liegen.
Schneitters Verzicht auf die Gesamtweltcup-Führung
Aus Schweizer Sicht schade ist, dass Nathalie Schneitter nicht vor Ort war. Sie trainiert momentan zu Hause und bereitet sich in aller Ruhe auf die Weltmeisterschaften vor. Wäre sie in Fort William gestartet und hätte eine Leistung wie in den vergangenen Rennen gezeigt, hätte die Solothurnerin die Führung im Gesamtweltcup übernehmen können. Ren Chengyuan als aktuell Führende im U23-Gesamtweltcup konnte in Schottland nicht überzeugen und beendete das Rennen auf Platz 25. Somit hätte Schneitter auf den sechsten Platz fahren müssen, um das Trikot der Führenden übernehmen zu können.
Deutschland: Nur Spitz schafft die Olympianorm
Unter den Deutschen Fahrerinnen hat das Rennen in Fort William die Tatsache ergeben, dass ausser Sabine Spitz keine Fahrerin die Olympianorm erfüllen konnte. Der zweite Startplatz der deutschen Mountainbikerinnen dürfte damit nicht besetzt werden: Nina Wrobel verzichtete auf den Start in Fort William, Adelheid Morath auf Platz auf Platz 13 und Ivonne Kraft auf Rang 26 liegen deutlich hinter dem geforderten sechsten Platz. Der Bund deutscher Radfahrer wird aber trotzdem zwei Damen für die Spiele vorschlagen, voraussichtlich Spitz und Morath, die Selektion liegt dann aber wie in der Schweiz beim nationalen Olympischen Verband.
Rangliste Mountainbike Weltcup Fort William, Cross Country, Damen:
1. Marie-Helene Premont (CAN), 2:00:42
2. Margarita Fullana (ESP), +0:13
3. Sabine Spitz (GER), +3:10
4. Lene Byberg (NOR), +3:19
5. Laurence Leboucher (FRA). +3:33
6. Ying Liu (CHN), +3:53
7. Blaza Klemencic (SLO), +4:48
8. Gunn-Rita Dahle Flesjå (NOR), +4:56
9. Petra Henzi (SUI), +4:58
10. Maroussia Rusca (SUI), +5:19
23. Katrin Leumann (SUI), +8:20
www.ride.ch/worldcup
|