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Roel Paulissen und Sabine Spitz heissen die Sieger des zweiten Rennens um den Cyprus Sunshine Cup. Im Männer-Rennen gelang es Paulissen die beiden Schweden Fredrik Kessiakoff und Emil Lindgren zu distanzieren, während bei den Damen Sabine Spitz ihre Konkurrentin Tereza Hurikova erst auf den letzten zwei Kilometern bezwingen konnte. Petra Henzi wurde Dritte.
Es war ein wenig kurios, wie Roel Paulissen zur entscheidenden Lücke kam. An der ersten von zwei Verpflegungszonen verfehlte der Belgier seine Trinkflasche weil die Gruppe mit 30 Fahrern zu gross und zu unübersichtlich war. «Deshalb habe ich gedacht, ich attackiere ein bisschen, damit die Gruppe kleiner wird. Ab diesem Zeitpunkt bin ich einfach weiter gefahren», erzählte Paulissen später.
Gleichzeitig erwischten Emil Lindgren und Fredrik Kessiakoff die falschen Flaschen. «Wir mussten unsere Flaschen miteinander tauschen und während wir uns auf das konzentrierten war Roel vorne und hat eine Lücke gerissen», berichtete Kessiakoff, fügte aber hinzu, dass Paulissen an diesem Tag sicher die besseren Beine gehabt habe.
Vor dem letzten langen Singletrail-Downhill hatte Paulissen mehr als eine Minute Vorsprung und für Kessiakoff war der neue Downhill des Point-to-Point-Rennens «zu knifflig» um Zeit gut zu machen. Er wollte zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison nichts riskieren. So fuhr er weiter mit seinem schwedischen und Full-Dynamix-Teamkollegen Emil Lindgren und belegte schliesslich Rang Zwei, 1,47 Sekunden hinter Paulissen (1:44:49 Stunden). Lindgren wurde sechs Sekunden dahinter Dritter.
«Ich hatte in diesem Winter eine Knieverletzung. Deshalb bin ich überrascht über mein Rennen zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison», sagte Lindgren. Der Schweizer Andreas Kugler war nicht weit hinter ihm, als es in den langen Downhill ging, doch er konnte dem 22-jährigen Skandinavier nicht folgen.
Indes nahm Paulissen Revance für seine Niederlage fünf Tage zuvor in Kalavasos, als er den Sprint zu früh angezogen hatte. Der 31 Jahre alte Marathon-Vizeweltmeister bekannte nach seinem langen Solo, dass er sich gar nicht so gut gefühlt hatte, wie noch vergangenen Sonntag. «Tatsächlich haben wir beide, Fredrik und ich, uns am Sonntag besser gefühlt. In diesem Rennen ist es ziemlich schwierig in den vielen Singletrails den Rhythmus zu finden. Ich bin wirklich glücklich mit diesem Sieg, es fühlt sich gut so früh ein C1-Rennen zu gewinnen», sagte der Cannondale-Vredestein-Biker.
Späte Entscheidung im Frauen-Rennen
Im Frauen-Rennen sah man eine enge Entscheidung zwischen Tereza Hurikova (Cze/Czeska Sporitelna) und Sabine Spitz (Ger/Central-Ghost). Die 21-jährige Hurikova zeigte im Singletrail-Anstieg eine starke Leistung. Während Sabine Spitz an dritter Stelle hinter Petra Henzi lag, konnte sich die Tschechin lösen. «Es hat eine Weile gedauert, bis ich an Petra vorbeifahren konnte. Ich bin Tereza hinterher gefahren und ganz oben am Berg habe ich sie eingeholt und bin vorbei gegangen», erzählte Spitz nach dem Rennen.
Aber das war noch nicht die Entscheidung. Mit rund 15 Sekunden Vorsprung ging Spitz in den langen Downhill aber Hurikova konnte noch einmal aufschliessen. Bis zu einem erneuten, kurzen Anstieg fuhr das Spitzenduo zusammen. Dort bekam die Deutsche erneut etwas Vorsprung. «Ich sah, dass sie an diesem Anstieg etwas schwächer war. Ich habe ein wenig ruhiger gemacht und habe dann zwei Kilometer vor dem Ziel das Tempo erhöht. Da konnte sie mir dann nicht mehr folgen», berichtete Spitz nach ihrem ersten Saisonrennen. «Ich habe mich nicht auf Rennen vorbereitet. Intensives Training hatte ich noch nicht im Programm. Ich bin sehr glücklich mit dem Sieg und es sieht aus als ware ich mit meiner Vorbereitung auf dem richtigen Weg», ergänzte sie.
Auch ihre schärfste Konkurrentin hatte mit ihrer Tagesform nicht gerechnet. «Ich bin sehr überrascht über mein Rennen und ich habe es sehr genossen. Im Blick auf morgen, muss ich abwarten weil ich es nicht gewohnt bin, zwei Tage hintereinander Rennen zu fahren», kommentierte Tereza Hurikova ihre Leistung.
Petra Henzi war zufrieden mit ihrem dritten Platz. «Ich habe versucht den Kontakt zu Sabine zu halten aber als ein Juniorenfahrer direkt vor mir stürzte, habe ich sie verloren. Letztlich bin ich aber zufrieden mit meinem Rennen», sagte die Marathon-Weltmeisterin in ihrem Statement. Hinter ihr war eine Lücke von mehr als vier Minuten auf Alexandra Engen (Swe/ Merida).
Sundays race winner Heather Irmiger (USA/ Subaru Gary Fisher) hatte Pech mit einem Reifendefekt auf den ersten Kilometern. Sie reparierte, hatte danach aber keine Chance mehr in Podiumsnähe zu kommen. “Ich habe mich sehr gut gefühlt. Ich werde es morgen und am Sonntag wieder versuchen”, sagte Irmiger nachdem sie als Siebte im Ziel war.
Die zweite Etappe des Afxentia Etappenrennens ist am Samstag (Start 13.30 Uhr) ein Zeifahren (7,4km) in Mantra tou Kampiou. Auf dem gleichen Cross-Country-Kurs wird am Sonntag das Afxentia-Finale gefahren. Das Cross-Country-Rennen (12 Uhr) zählt gleichzeitig als dritte Runde des Cyprus Sunshine-Cups.
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