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Pantani: Eher Herzinfarkt als Selbstmord
Laut Angaben der zuständigen Behörden hat eine erste Autopsie der Leiche Marco Pantanis keine Hinweise auf Selbstmord ergeben. Die Spekulationen waren in Richtung Suizid gegangen, weil Pantani seit seiner Sperre an Depressionen litt und zahlreiche Medikamenten-Schachteln im Hotelzimmer gefunden wurden, indem Angestellte auf Pantanis Leiche gestossen waren. Der Gerichtsmediziner hält eher einen Herzinfarkt für die Todesursache. Damit würde Pantani in eine Reihe von Radprofis eingehen, die jung an Infarkten gestorben sind: Neben Denis Zanette und José Maria Gimenez erwischte es 2003 auch Michel Zanoli und Fabrice Sansalon. Wenn Einzelfälle sich häufen, liegt meist ein Problem vor…



Pantani: Justizopfer oder Dopingsünder?

Sollte sich der erste Befund des lokalen Gerichtsmediziners bewahrheiten, dürfte die Diskussion um langfristige Gesundheitsrisiken durch Doping eine ganz neue Dimension bekommen. Denn schliesslich war auch der «Pirat» für sechs Monate gesperrt, nachdem sich sein Blut während des Giro d'Italia 1999 als etwas gar dick erwiesen hatte. Mit dem Ausschluss des souveränen Leaders begann der Abstieg Pantanis, der nun in einem Hotelzimmer in Rimini sein bitteres Ende fand. Wenig überzeugend fällt die Reaktion eines der ganz Grossen des Radsports auf die traurige Meldung aus: Eddy Merckx beschuldigt die italienische Justiz, Pantani zu Grunde gerichtet und in den Tod getrieben zu haben. So schnell werden also aus Tätern Opfer…


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Meldung vom 16. Februar 2004 (Autor: red )
 

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