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Nino Schurter verpasst die Sensation mit viel Pech
Nino Schurter verpasst an den Weltmeisterschaften in Livigno die Sensation um ein Haar: Der letztjährige Junioren-Weltmeister führt das ganze Rennen über solo, erleidet dann aber vor der letzten Abfahrt hinten und vorne einen platten Reifen. In der Verfolgung lagen Lukas Flückiger und der Russe Yury Trofimov, der das Rennen im Sprint für sich entscheiden konnte.

Beinahe die grosse Sensation geschafft
Lange sah es so aus, als könne Nino Schurter die Sensation herbeiführen: Nach seinem Weltmeistertitel bei den Junioren im letzten Jahr stand er kurz davor, nun auch in der Kategorie U23 den Titel zu holen. Das hätte vor ihm noch kein Rennfahrer geschafft. Mit über 50 Sekunden Vorsprung brachte er den Schlussaufstieg hinter sich - bemerkte dann aber, dass er am Vorderrad Luft verliert. Um die technische Zone zu erreichen, verlagerte er das Gewicht stärker aufs Hinterrad - und erlitt auch hinten einen Reifendefekt. Er musste sich dann von Trofimov und Flückiger einholen lassen - die Tragödie wurde live auf Grossleinwand in den Zielarena übertragen.


Flückiger: Der hemliche Favorit
In der Folge sah es so aus, als könne Flückiger das Rennen für sich entscheiden. Zwar litt der Berner unter Krämpfen, wirkte aber wesentlich frischer als der Russe. Zusammen gelangten sie auf das lange Flachstück, Flückiger zog den Sprint an, unterlag dann aber dem Russen. Für den Koba-Fahrer ist dies der grösste Erfolg seiner Karriere wobei ihn Fahrer wie Ralph Näf schon vor dem Rennen zu den grossen Favoriten zählten. Zu Beginn der Saison musste er sich grösseren Operationen unterziehen und konnte lange nicht ins Renngeschehen eingreifen.


Schurter: Trotz Pech zufrieden
Trotz dem grossen Pech zeigte sich aber auch Nino Schurter erfreut, er habe ja noch drei Jahre Zeit um diesen Titel zu holen... Unterwegs war der Bündner übrigens auf Frischis Wunderrädern aus Karbon und mit Collé-Reifen. Bei diesen sind Reifendefekte wie sie Schurter nun gleich im Doppelpackg einfing äusserst selten.


Trofimov: Auf Strasse und im Gelände stark
Der Russe Trofimov hat bereits an den Europameisterschaften mit dem dritten Rang gezeigt, dass er zu den schnellsten U23-Athleten gehört. Er wird nach den Weltmeisterschaften in Livigno nach Madrid abreisen, wo er am kommenden Rennen auch auf der Strasse an den Start gehen wird. Nach seinen Erfolgen im Bikesport habe er sich aber entschieden, dass er künftig auf den Bikesport setzen will.

Viel zu lange Renndauer
Von seiner «besten» Seite zeigte sich (wieder einmal) die Rennleitung und setzten das Rennen auf drei Runden an. Mit der ohnehin schon viel zu langen Rundenlänge erwirkte man damit, dass die Siegerzeit der U23 bei 2:17 Stunden (!) lag. Und am Morgen vor dem Rennen hat man sich an der Pressekonferenz betreffend der Neuerungen für 2006 enttäuscht gezeigt, dass der Bikesport nicht mehr Fernsehpräsenz erreiche...

Rangliste Weltmeisterschaften Cross Country U23>
1. Yury Trofimov (RUS)
2. Lukas Flückiger (SUI)
3. Nino Schurter (SUI)
4. Jakob Fuglsang (DEN)
5. Philip Spencer (GBR)
10. Gion Manetsch (SUI)
13. Jürg Graf (SUI)
18. Till Marx (SUI)
29. Robert Odink (SUI)
52. Joris Boillat (SUI)


www.ride.ch/wm


Meldung vom 02. September 2005 (Autor: red )
 

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