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Nick Beer und Marielle Saner als SM-Favoriten
Die Saison der Mountainbike-Abfahrer endet am kommenden Wochenende mit einem Höhepunkt: Der iXS Swiss Downhill Cup in Bellwald ist zugleich als Schweizermeisterschaft ausgeschrieben. Als Favoriten starten iXS-DH-Cupleader Nick Beer sowie Marielle Saner, die bei ihrem letzten Downhill-Rennen den siebenten nationalen Titelgewinn anstrebt.



Saner war die bisher erfolgreichste Schweizer Mountainbike-Abfahrerin. Die in Collombey wohnende Solothurnerin konnte in den zwölf Jahren als Downhill-Elitefahrerin zwei Weltcup-Laufsiege, eine WM- und drei EM-Silbermedaillen sowie sechs Schweizermeistertitel feiern. Den siebenten strebt die 30-Jährige nun am kommenden Sonntag in Bellwald an. «Ich bin fit und motiviert», sagt Saner, die bereits am Freitag anreist, um sich die neue Downhill-Strecke einzuprägen. Nach diesem Rennen hört Saner übrigens nicht auf, sondern wechselt ins Cross Country-Fach, wo sie 1994 und 1995 als Juniorin bereits nationale Meisterin war. Saner liebäugelt im kommenden Jahr mit einem Startplatz an den olympischen Spielen in Peking.



Ihre härteste Gegnerin in Bellwald ist Miriam Ruchti. Die iXS Swiss Downhill-Cupleaderin hat sich beim dritten Lauf der Schweizer Rennserie in Verbier offenbar doch nicht so schwer am Fuss verletzt, wie der zweite Platz am Sonntag am iXS German Downhill Cup in Garmisch-Partenkirchen belegt. Ruchti musste sich im Finale wie in der Cup-Schlusswertung nur von Harriet Rücknagel geschlagen geben. In der Schweizer Serie startet die 20-jährige SM-Titelverteidigerin mit zwei Siegen als deutliche Leaderin. Weitere Anwärterin auf einen Podestlatz ist Pascaline Reusser, im Vorjahr SM-Zweite.



Ein halbes Dutzend Favoriten

Übersichtlich präsentiert sich das Bild auch bei den Männern. Ein halbes Dutzend Fahrer kommt für den Titelgewinn in Frage. Allen voran Nick Beer, der seit seinem ersten Elitesieg am Wiriehorn nur noch von Stürzen zu bremsen ist. In Garmisch liess er, wie schon am Wiriehorn, sogar den Deutschen Meister und früheren Weltcupsieger Marcus Klausmann hinter sich - und triumphierte bereits im deutschen iXS DH-Cup. Der Herausforderer sind aber nicht wenige: Dominik Gspan beispielsweise, bester Schweizer Weltcupfahrer. Auch Claudio Caluori, der Landesmeister der Jahre 1999, 2000, 2001 und 2003. Sam Zbinden, Schweizermeister 2002, kommt ebenso in Frage für eine Spitzenklassierung wie Markus Schwab, der Vorjahreszweite und Lars Peyer, der Teile der Strecke bereits gefahren ist. «Der Trail hat Fluss und ist nicht superanspruchsvoll. Zahlreiche Anleger (Steilwandkurven) und Sprünge fordern jedoch die Konzentration», urteilt Peyer, der im letzten Jahr schnellster Junior war und hoch motiviert in seinen ersten Elite-Titelkampf starten wird.



Bei den Junioren werden Patrick Meyer, Janick Lieberherr und Thomas Jeandin um das rote Trikot mit dem weissen Kreuz kämpfen; bei den Masters Marcel Waldmann, Bruno Ryser und - falls er startet - René Wildhaber.



Die Zeitläufe, die ausschlaggebend sind für die Startaufstellung am Sonntag, finden am Samstag, 6. Oktober statt. iXS Swiss Downhill Cup und Schweizermeisterschaften werden am Sonntag, 7. Oktober in zwei Durchgängen ausgefahren.



Quelle: Pressemitteilung




ERGÄNZUNG DER RIDE-REDAKTION

Bei den Downhill-Schweizermeisterschaften startet erstmals auch die mehrfache Cross Country-Schweizermeisterin Emilie Siegenthaler. Nach langer Krankheit konnte sie in diesem Jahr den Anschluss an die Ausdauerspitze nicht finden und wechselt nun (temporär) in die Downhill-Welt. Siegenthaler galt als die mit Abstand beste Technikerin unter den Cross Country-Fahrern, auch viele Herren bissen sich an ihrem Fahrstil bergab die Zähne aus. Fachleute, die Siegenthaler im Abfahrtstraining für die Schweizermeisterschaften beobachtet haben, meinen einstimmig: Die junge Bielerin hat das Zeugs, bei ihrem ersten Einsatz direkt Schweizermeisterin zu werden.

Interessant ist dabei der Vergleich mit Marielle Saner, die in ihren jungen Jahren ebenfalls mehrfache Cross Country-Schweizermeisterin war bevor sie zum Downhill wechselte und danach über lange Zeit die Weltnummer 1 war. Nun wechselt Saner zurück in den Cross Country-Sport während Siegenthaler in den Downhillsport einsteigt. Wohl eher Zufall ist, dass die beiden aus der gleichen Region stammen: Saner ist in Grenchen aufgewachsen, nur wenige Kilometer von Siegenthalers Heimatort Biel entfernt. Die Parallelen der beiden sind frapant - gut möglich, dass Siegenthaler im Schweizer Downhillsport mit gleichen Vorzeichen eine Wachablösung vollzieht.




Meldung vom 02. Oktober 2007 (Autor: red )
 

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