| Nach 2001 wieder ein Schweizer Sieger am SBM? |
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Seit Thomas Frischknecht 2001 konnte kein Schweizer mehr das Swiss Bike Masters gewinnen. Magisch zieht das grösste Langstreckenrennen in der Deutschweiz nicht nur mehr als 3000 Hobbybiker ins Prättigau sondern lockt auch die internationalen Spitzenfahrer. Mit Roman Peter, Laurent Gremaud und Thomas Spichtig fordern heuer aber gleich drei Schweizer mit intakten Siegchancen die beiden Topfavoriten Mauro Bettin (Sieger 2003/04) und Thomas Dietsch (2000). Das Swiss Bike Masters (SBM) in Küblis gehört zweifellos zu den härtesten Ausdauerprüfungen dieser Art in Europa. Während die Rennen im neu lancierten Marathon-Weltcup in der Regel um 100 km messen und rund 3000 Höhenmeter aufweisen, ist das SBM ein anders Kaliber. 120 km und - das macht die happige Differenz auch in der Renndauer - 5000 Höhenmeter zehren an den Reserven der Fahrer, die ohne spezielles Ausdauertraining keine Chance haben zu bestehen. In Küblis hat es deshalb auch noch nie einen Zufallssieger gegeben. Nur ausgewiesene Bikespezialisten, wie Weltmeister Thomas Frischknecht, Europameister Thomas Dietsch oder Olympiasieger Bart Brentjens schafften auf Anhieb den Sprung aufs oberste Treppchen. Alle anderen bisherigen Gewinner mussten zuerst Lehrgeld zahlen und Erfahrungen sammeln, ehe sie sich das Steinbock-Geweih, das in Küblis als Siegtrophäe überreicht wird, aushändigen lassen konnten. Mit Spannung darf deshalb der Leistungsvergleich mit den starken hiesigen Marathon-Spezialisten erwartet werden. Als Co-Favoriten gelten der frühere Junioren-Radquerweltmeister Roman Peter und der Romand Laurent Gremaud, die im vergangenen Jahr hinter Mauro Bettin die Plätze zwei und drei erreichten. Interessant auch, wie Thomas Spichtig abschneiden wird. Der Schaffhauser belegt in der neu lancierten Marathon-Weltcup-Zwischenwertung den zweiten Platz hinter Weltmeister Massimo de Bertolis. In Küblis schaffte es Spichtig bisher aber noch nicht aufs Podest. Ebenso Pascal Cattin, Thomas Girardi und Christian Heule, die sich immer knapp hinter den ersten drei klassierten. Erstmals mit Staffelwettkampf Erstmals kommt es am SBM überdies zu einem veritablen Staffelwettkampf nach dem Muster des Teamrelays an Europa- und Weltmeisterschaften. Ein Trio mit U23- und Elite-Fahrern teilt sich die 120-km-Strecke. Das ergibt ziemlich genau das Pensum eines Cross-Country-Rennens über die olympische Distanz (rund zwei Stunden Renndauer). Es bahnt sich ein Dreikampf zwischen dem Athleticum-, dem Rocky-Mountain- und dem Koba-Biketeam an. Auf Grund ihrer bisherigen Resultate ist das Athleticum-Trio mit Silvio Bundi, Martin Gujan und Gion Manetsch etwas hochkarätiger dotiert wie die Rocky-Mountain-Dreierstaffel mit Simon Richli, Ueli Niederhauser und Claudio Andenmatten. Koba stellt sogar eine gemischte Equipe mit Vater-Tochter Jan und Sarah Koba sowie dem früheren Junioren-Weltmeister Patrick Vetsch. Ein Defekt oder ein Leistungseinbruch kann das Blatt aber sehr schnell wenden. Bei den Frauen bahnt sich ein Vierkampf zwischen der wieder erstarkten, achtfachen SBM-Siegerin Anita Steiner, Marathon-Weltcup-Leaderin Daniela Louis, der Europameisterschafts-Zweiten, Birgit Jüngst und Marathon-Spezialistin Alexandra Rosenstiel an. Nicht am Start sein werden die beiden Euro-Bike-Extremes-Leader, Sandro Spaeth (Teilnahme an der BIKE Transalp Challenge) und Pia Sundstedt, die sich als frühere Strassen-Weltcupsiegerin fahrtechnisch noch zu wenig versiert für eine Herausforderung wie das SBM fühlt. Mini - für maximalen Fahrspass Was wie eine Autowerbung tönt, ist die Bezeichnung für die kürzeste Streckenvariante am Swiss Bike Masters: Mini. Das Ziel ist freilich dasselbe: maximaler Fahrspass. Die neue 30-km-Strecke soll weniger gut trainierten Bikerinnen und Bikern sowie Kindern den Einstieg am Swiss Bike Masters «ebnen». Völlig flach ist die neue 30-km-Strecke aber nicht. Im Vergleich zu den 5000 Höhenmetern der Marathondistanz wirken die 1500 Meter Höhendifferenz der Ministrecke aber doch deutlich weniger Respekt einflössend. Das war das Ziel des langjährigen OK-Präsidenten Andy Vetsch: «Bei Touren auf der originalen Swiss-Bike-Masters-Strecke haben mir die Leute immer wieder von der tollen Stimmung im Aufstieg zur Madrisa vorgeschwärmt.» Dieser Streckenabschnitt und die Steigung zum Schifer bilden nun die Herzstücke auch auf der Mini-Strecke. Anders als die Absolventen der grossen (über 120 km) und mittleren Runde (75 km), die in Küblis starten und zuerst das Dach der Tour bei der Carschina-Hütte erklimmen, steigen die Minifahrer erst in Saas bei Kilometer 45 in die Runde ein. Mit gutem Grund: «Wir wollen, dass alle die tolle Atmosphäre der Zieleinfahrt in Küblis bei vollem Zuschauerspalier erleben können», erklärt Vetsch. Freeride Masters neu am Samstag Das Bikefestival im Prättigau beginnt freilich schon am Freitagabend mit zahlreichen Aktivitäten auf dem Festareal. Das traditionelle Freeride Masters, das heuer wieder vom Weissfluhjoch über 20 km nach Küblis führt, findet auf vielseitigen Wunsch aber erstmals am Samstagabend statt. Zuvor stehen die Kinderrennen im Mittelpunkt. Und während die Kids am Samstag mit ihren Vätern Renntaktik und Fahrtechnik üben, sind die Mütter zu einer kostenlosen Bike-Ausfahrt geladen. Geführt von Anita Steiner, Andrea Huser und Christian Heule. Leute, die wissen wie man ein Moutainbike im Gelände fachgerecht bewegt. Anita Steiner und Andrea Huser waren während Jahren die besten ihres Fachs und haben auch das Swiss Bike Masters gewonnen. Christian Heule, war Radquer-Schweizermeister 2004 und zählt heute noch zu den besten Radquer- und Mountainbike-Langstreckenfahrern. Wer es beschaulicher mag, verweilt im grossen Village mit zahlreichen Ständen verschiedener Bike-Anbieter, die dem Swiss Bike Masters seinen einzigartigen Festivalcharakter verleihen. Das Programm Samstag, 23 Juli ab 10.30 Uhr, Start SBM Kids 13 Uhr, Womans Ride mit prominenten Bikeguides 17.30 Uhr, Siegerehrung SBM Kids 19 Uhr, Start Freeride Masters 20.30 Uhr, Siegerehrung Freeride Masters Sonntag, 24. Juli 6.35 Uhr, Start 120 km-Strecke 8.20 Uhr, Start 75 km, 1. Feld 8:50 Uhr, Start 75 km, 2. Feld 11.30 Uhr, Start 30 km (in Saas) ab 12.15 Uhr, Zielankunft 13 Uhr, Siegerehrung 16 Uhr, Rangverkündigung Medienmitteilung SBM www.eurobike.ch |
Meldung vom 22. Juli 2005 (Autor: red ) |







