Mit dem Sieg Greg Minnaars beim Weltcuplauf in Bromont ist das Rennen um den Gesamtweltcupsieg in der Downhill-Klasse weiterhin völlig offen. Auf der sehr schwierigen Strecke kann Minnaar seine Kontrahenten Fabien Barel und Sam Hill auf die weiteren Plätze verweisen. Nick Beer erreicht mit einer durchzogenen Fahrt Rang 19 während Emilie Siegenthaler bei den Damen erneut in die Top-10 fährt.
Hauchdünner Vorsprung für Sam Hill
Die Erleichterung steht Greg Minnaar im Ziel ins Gesicht geschrieben. Nach seinem Patzer beim Weltcup in Mont-Sainte-Anne meldet er sich in Bromont als souveräner Sieger zurück und schliesst in der Gesamtweltcupwertung bis auf 16 Punkte zu Sam Hill auf. Steve Peat verliert als Siebtplatzierter wertvolle Weltcuppunkte, doch auch er kann beim Weltcupfinale in Schladming noch die Führung übernehmen. Wer immer von den drei beim Rennen mitte September gewinnen wird, hat damit auch den Gesamtweltcup für sich entschieden.
Beer erneut unter den besten 20
Nicht nach Wunsch verläuft das Rennen für Nick Beer, der auf Rang 19 ins Ziel kommt. «Es war nicht mein bester Tag. Ich hatte einige kleine Fehler drin», meint der Berner Oberländer im Ziel, der im Qualifikationslauf stürzte und dank seiner guten Platzierung im Gesamtweltcup aber trotzdem im Finallauf starten dufte. In der Gesamtweltcupwertung rutscht er um einen Platz auf 13 zurück. Mit Lars Peyer und Ludovic May können sich zwei weitere Schweizer für den Finallauf qualifizieren und erreichen die Ränge 44 und 45.
Siegenthaler: «Ich wollte hier mehr!»
Bei den Damen gewinnt Sabrina Jonnier den sechsten Weltcupsieg in Folge und entscheidet damit auch die Gesamtweltcup-Wertung frühzeitig für sich. Es ist Jonniers viertes Mal, dass sie den Downhill-Gesamtweltcup für sich entscheiden kann. Die Schweizerin Emilie Siegenthaler erreicht in Bromont als Neunte erneut ein Rang unter den besten zehn. «Top-Ten ist nicht schlecht, aber ich wollte heute mehr. Ich hatte ein gutes Gefühl, aber im oberen Streckenteil verlor ich zu viel Zeit. Einmal war ich aus den Pedalen und da war die Sekunde weg, die mir zu Platz sechs gefehlt hat», meint die Bielerin im Ziel.