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Marielle Saner wechselt zum Cross Country
Diesen Sonntag kämpfen im schottischen Fort William die Downhiller um die Vergabe der Weltmeister-Titel. Aus Schweizer Sicht ist es vor allem Marielle Saner, die mit einer Medaille rechnen kann und der Titelverteidigerin Sabrina Jonnier das Regenbogen-Trikot streitig machen könnte. Im Vorfeld der Wettkämpfe hat die Wahl-Walliserin nun bekannt gegeben, dass sie auf kommende Saison in die Disziplin Cross Country wechselt und sich für die Olympischen Spiele qualifizieren möchte.


Marielle, Du bist heute morgen die Piste zu fuss abgelaufen. Erste Frage, gefällt sie Dir?

Ja, eigentlich schon. Leider ist sie zu wenig technisch.


Du hast gerne technische und schwierige Strecken, aber diese Piste hat keine Deiner Stärken. Hast Du trotzdem eine Chance, eine Medaille an diesen Weltmeisterschaften zu holen?

Obwohl sie technisch nicht sehr anspruchsvoll ist, kommt mir die Länge dafür physisch sehr entgegen. Ich glaube auch, dass dies gegen Ende der Strecke die Differenz ausmachen kann.


Welches sind die Favoriten für diese Downhill Weltmeisterschaften?

Aus meiner Sicht die Engländerinnen Tracy Moseley und Rachel Atherton, dann auch die Französinnen.


Dein Ziel an diesen Weltmeisterschaften?

Sicher eine Medaille, denn nur diese zählen.


Dieses Jahr hast Du eine super Saison hinter Dir mit dem Sieg am Weltcup in Champéry bei Dir zuhause und ein Podium an jedem Weltcuprennen, ausser in Mont Sainte Anne, wo Du 200m nach dem Start einen Plattfuss eingefahren hast. Die letzten zwei vergangenen Saisons waren dafür eher durchschnittlich. Welches waren die Gründe dafür?

Zuerst kam ja der Rausschmiss meines früheren spanischen Teams mitten in der Saison, da ich an den Europameisterschaften teilnahm und nicht an einem von ihnen verlangten Maxxis-Cup. Dies bereitete mir viel Kopfschmerzen und verlangte ein paar kurzfristige, unvorhergesehene Umstrukturierungen, damit ich die Saison überhaupt noch fertig fahren konnte. Dann letzte Saison weiss ich auch nicht, ich hatte das Gefühl, in einem Rennen immer alles gegeben zu haben, keine grossen Fehler gemacht. Körperlich war ich fit, technisch auch und trotzdem lief es einfach nicht nach Wunsch. Klar, die Belastung mit dem eigenen Team war gross, doch gebe ich nicht dem die Schuld für eine schwächere Saison.


Dies sind deine letzten Downhill Weltmeisterschaften. Wie wirst Du sie erleben?

Gut! Naja, es sind viele gemischte Gefühle vorhanden. Mein Herz hat 10 Jahre für Downhill geschlagen und nun geht einfach ein Kapitel zu Ende. Ich werde diese WM auch geniessen und einfach vollgas geben.


Nächstes Jahr wirst Du ein Jahr in der Disziplin Cross Country fahren. Kannst Du uns für diese neue Herausforderung einige Gründe nennen?

Nun, ich komme eigentlich vom Cross Country und habe dann auf Downhill gewechselt. Sicherlich gibt es ein paar Gründe dafür : Ich bin älter geworden

Meldung vom 05. September 2007 (Autor: red )
 

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