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Marielle Saner ab sofort nicht mehr im Team Maxxis
Die Weltranglisten-Erste der Downhillerinnen, die Schweizerin Marielle Saner, startet ab sofort nicht mehr für das Team MSC-Maxxis. Zum Eclat kam es, als Saner statt wie von der Teamleitung gefordert beim Maxxiscup in Les Orres (F) an den Europameisterschaften in Val di Sole teilgenommen hat.

Dass Saner der Schweizer Nationalmannschaft den Vorzug gab, hat den Team-Manager Luis Marias dazu veranlasst, die Grenchnerin per sofort aus dem Team auszuschliessen. Saner wird die Saison aber wie geplant fortführen. Noch ist aber unklar, in welcher Bekleidung und mit welchem Material. Es dürfte in solchen Angelegenheiten aber auch Auftrag des nationalen Verbandes sein, die Spitzenathletin wo immer möglich zu unterstützen.

Dass Saner im Team Maxxis-MSC nicht mehr ganz glücklich war, ist in Fachkreisen ein offenes Geheimnis. Es ist niemand davon ausgegangen, dass Saner auch nächstes Jahr in den orangfarbenen Trikots des spanischen Teams unterwegs sein wird. Ein ähnliches Szenario erlebte letztes Jahr der Cross Country-Fahrer Balz Weber und zuvor der Downhiller Claudio Caluori, die sich beide - unter anderem wegen sprachlichen und kulturellen Hürden - nicht mehr optimal aufgehoben fühlten im Rennstall Marias.


Stellungnahme Marielle Saner

Mit grossem Bedauern und Enttäuschung nehme ich die einseitige Entscheidung des Team MTB MAXXIS-MSC unter Führung von Herrn Luis Marias, dass ich nicht mehr zum Team gehöre, zur Kenntnis. Ich kann diese Entscheidung nur missbilligen, denn sie wurde ohne Konzertation und ohne gültigen Grund genommen.

Es ist ebenfalls schädlich, einen Athleten zu sehen, der von einer solchen Entscheidung geschädigt wurde. Das Motiv war sehr gewiss, denn es war für mich unmöglich, am Rennen MTB MAXXIS Cup International in Les Orres (F) teilzunehmen. Am gleichen Tag wurde ich durch die Schweizer Nationalmannschaft für die Europameisterschaften in Val di Sole (ITA) selektioniert.

Ich bleibe zielstrebig und positiv bis am Ende dieser Saison, um diese erfolgreich abzuschliessen. Die neusten Resultate sind vielversprechend und einige Hersteller haben mich kontaktiert, damit ich diese Saison weiter verfolgen kann. Hiermit möchte ich mich bei ihnen herzlich bedanken.




Meldung vom 29. Juli 2005 (Autor: red )
 

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