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Die Spanierin Marga Fullana gewinnt bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften die Goldmedaille vor Sabine Spitz und Irina Kalentieva. Der Sieg Fullanas ist alles andere als eine Überraschung: Sie zeigt bisher eine ausgezeichnete Saison und die WM-Strecke mit den steilen Aufstiegen war auf die Spanierin wie zugeschnitten. Beste Schweizerin ist Kathrin Leumann als elfte, die sich damit in der Olympia-Frage ins Gespräch bringen könnte.
Es sollte ein Rennen im Stile Marga Fullanas werden: Wie schon an vielen Weltcup-Rennens drückt sie gleich von Beginn weg aufs Tempo und sprengt das Fahrerinnenfeld nach wenigen Minuten. Nur Sabine Spitz und Irina Kalentieva können mithalten und schliesslich fehlt auch diesen beiden die Kraft, das Hinterrad Fullana zu halten. Der Spanier kam entgegen, dass das Rennen erstaunlich kurz war, die Siegerzeit von 1:39 liegt am Limit der Regelementskonformität. Fullana zeichnete sich in den bisherigen Weltcups jeweils dadurch aus, dass sie in der letzten Runde ihre Führung noch abegeben musste. Profitieren konnte sie wohl auch von der grossen Hitze - die auf Mallorca lebende Fullana ist sich solche Temperaturen gewöhnt.
Hinter den drei Führenden reihten sich alle grossen Mountainbikerinnen ein. Überraschen erzielt die junge Österreicherin Elisabeth Osl den achten Platz und die Schweizerin Katrin Leumann fährt mit dem elften Rang ihr bestes WM-Resultat. «Ich bin voll am Limit gefahren und an Weltcups kann ich in den Abfahrten noch Plätze gut machen. Aber unter den besten zehn der Welt können sie alle schnell runter fahren, da war selbst in den technischten Zonen nichts zu machen», erklärte eine sichtlich erfreute Leumann im Ziel. Damit hat sie ein erneute ein Resultat innerhalb der Olympianorm erreicht und könnte Petra Henzi nun den Startplatz streitig machen. «Ich glaube nicht, dass ich in der Olympiafrage nun in einer bessere Position bin. Petra hatte klar die bessere Saison», sagt Leumann zu ihren Olympiachancen.
Petra Henzi erlebte die Weltmeisterschaften 2008 als Enttäuschung. Im Teamrelay konnte sie nicht die erwarteten Leistungen bringen und im Einzelrennen fehlte ihr die Kraft in den steilen Anstiegen. Schliesslich plagten sie Krämpfe und mit dem 15. Plätz liegt sie nicht dort, wo sie eigentlich sein könnte. «Jedes mal, wenn ich wieder etwas Druck machen wollte, setzte die Krämpfe ein», sagte sie im Ziel. Zudem habe sich ihr Rücken wieder zurückgemeldet. Vor mehr als einem Jahr zog sie sich einen Bandscheibenvorfall zu und in Rennen, wo mit derart viel Krafteinsatz gefahren werden muss, schmerze der Rücken wieder wie früher.
Ein gutes Rennen lieferten auch Esther Süss und Marielle Saner. Die Marathon-Spezialistin und die Downhill-Umsteigerin liegen mit Rang 21 und 22 weiter vorne als erwartet. Weite Teile des Rennens verbrachten sie zusammen während Saner die schwierigen Abfahrten und Süss die steilen Aufstiege entgegen kamen. Für Saner sind es die ersten Weltmeisterschaften in der Cross Country-Klasse und gleich reiht sie sich unter den besten 22 ein - ein bemerksenswerter Einstieg.
Rangliste Mountainbike Weltmeisterschaften 2008, Cross Country Damen:
1. Margarita Fullana (ESP), 1:39.01
2. Sabine Spitz (GER), +1:43
3. Irina Kalentieva (RUS), +2:20
4. Marie-Hélène Prémont (CAN), +2:51
5. Maja Wloszczowska (POL), +3:45
6. Catherine Pendrel (CAN), +4:51
7. Gunn-Rita Dahle-Flesjå (NOR), +5:16
8. Elisabeth Osl (AUT), +5:29
9. Georgia Gould (USA), +6.18
10. Blaza Klemencic (SLO), +6:37
11. Katrin Leumann (SUI), +6:48
15. Petra Henzi (SUI), +9:04
21. Marielle Saner-Guinchard (SUI), +11:08
22. Esther Süss (SUI), +11:46
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