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Marcel Knaus gewinnt 24h-Weltmeisterschaften

Der Ostschweizer Ultrasportler Marcel Knaus siegte anlässlich der 24-Stunden-Weltmeisterschaften in Ruhpolding in der Kategorie Einzelfahrer und konnte sich somit den, von der UCI nicht offiziell anerkannten Weltmeistertitel erkämpfen.



Anlässlich der Weltmeisterschaften wurden die Titel in den Kategorien Einzelfahrer, 2er-, 4er- sowie 8er Teams vergeben. Marcel Knaus startete in der Kategorie Einzelfahrer/Ultrabiker. Der zu absolvierende Rundkurs war rund 6.7 km lang und wies eine Höhendifferenz von ca. 115 Metern auf. Der Kurs war gespickt mit sehr steilen, ruppigen Anstiegen sowie Abfahrten auf Wald- und Wiesenterrain. Die Streckenwahl war für ein 24 Stunden Rennen schwer und entsprechend selektiv ausgewählt worden. Marcel Knaus absolvierte in den 24 Stunden 78 Runden was eine Gesamtdistanz von ca. 530 km sowie rund 9'000 Höhenmetern ergab.



Harter Kampf um den Weltmeistertitel

In der Kategorie Einzelfahrer waren rund 100 Fahrer am Start.  Vor dem Rennen war bereits klar, dass es ein sehr stark besetztes Teilnehmerfeld war. Am Start war unter anderem der Deutsche Michael Kalivoda (Titelverteidiger aus dem Jahr 2007) Im weiteren waren die beiden Österreicher Gerhard Gulewicz (3. Platz beim Race Across America im Jahr 2007) sowie der Langstreckenspezialist Thomas Hödlmoser am Start. Der Ruggeller Marcel Knaus, Vizeweltmeister aus dem Vorjahr, durfte sich ebenfalls berechtigte Hoffnungen auf den WM-Titel machen. Entsprechend offen und spannend war das Rennen um den WM-Titel.



Aufgrund der starken Besetzung kam es folglich zu einem harten Kampf um die Spitzenpositionen. Marcel Knaus konnte sich von Rennbeginn weg an der Rennspitze halten. Von Beginn weg wurde ein sehr hohes Tempo durch die Spitzenfahrer eingeschlagen Nach rund acht Stunden (Startzeit um 1300 Uhr) Rennzeit waren die ersten vier Fahrer (Kalivoda/Knaus/Gulewicz/Hödlmoser) nur rund 10 Minuten voneinander getrennt. Als nach rund 10 Stunden Rennzeit Kalivoda und Hödlmoser abermals ein Tempoverschärfung vornahmen, blieben Knaus und Gulewicz ihrem Rhythmus treu. Der Deutsche Kalivoda und der Österreicher Hödlmoser kamen aber nie entscheitend weg. Ihr Maximalvorsprung betrug rund 15 Minuten auf Knaus und Gulewicz. Nach ca. 13 Stunden musste Michael Kalivoda dem hohen Tempo Tribut zollen. Kalivoda musste entkräftet aufgeben und somit war nur noch Thomas Hödlmoser ganz vorne platziert. Marcel Knaus fühlte sich noch immer sehr gut und konnte sein hohes Tempo aufrecht halten. In den Nachtstunden nutzte Knaus ein Schwächephase des Führenden Thomas Hödlmoser. Knaus erhöhte das Tempo mit der Absicht, den führenden Hödlmoser anzugreifen. Marcel Knaus konnte Minute und Minute auf Hödlmoser gutmachen und morgens um ca. sieben Uhr (nach 18 Stunden Rennzeit) alleine die Führung übernehmen. Das hohe Tempo von Knaus konnte Hödlmoser nicht mitgehen. Thomas Hödlmoser musste kurze Zeit später entkräftet aufgeben. Knaus konnte in der Folge das Tempo weiterhin hochhalten was dazu führte, dass Gerhard Gulewicz, welcher zu diesem Zeitpunkt auf Platz zwei vorgestossen ist, von Knaus überrundet wurde. Rund zwei Stunden vor Rennschluss war klar, dass Knaus nur noch durch einen Sturz oder einen Defekt um den Weltmeistertitel gebracht werden konnte.



Nach 24 Stunden nonstop auf dem Mountainbike, ca. 530 km und ca. 9'000 Höhenmeter fuhr Marcel Knaus als neuer Weltmeister über die Ziellinie in Ruhpolding/D.



Resultate:

1. Knaus Marcel (SUI)

2. Gulewicz Gerhard (AUT)

3. Schwarzkopf Jörn (GER)



Quelle: Pressemitteilung



www.marcelknaus.li


Meldung vom 28. Juli 2008 (Autor: red )
 

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