Anzeige
 
       Ausgabe 02/2012 ab 3. Mai am Kiosk

 
RIDE › Race-News › Marathon-WM ab 2004 abgekoppelt von Bike-WM
 
Marathon-WM ab 2004 abgekoppelt von Bike-WM
Die UCI wird ab der kommenden Saison bei den Mountainbike Weltmeisterschaften die Disziplin Marathon abgekoppelt von den restlichen Disziplinen durchführen. Eine im Sinne der Sportart äusserst fragwürdige Entscheidung, welche der Radverband lieber nochmals überdenken sollte. Am 6. Oktober anlässlich der Strassen-WM im Kanadischen Hamilton wird über den Austragungsort entschieden.


In dieser Thematik einzig nachvollziehbares Argument ist, die Marathon-WM nicht zu nah an den anderen Wettkämpfen durchführen zu müssen. Viele Fahrer mussten sich dieses Jahr entscheiden, ob sie am Marathon oder am Cross Country-Rennen teilnehmen wollen. Die Entscheidung viel bei den Kronfavoriten jeweils für letztere Disziplin aus. Die Uci scheint mit diesem Entscheid die Doppelteilnahme erleichtern zu wollen.


Besser sollte sich die UCI allenfalls aber dazu Gedanken machen, wie sinnvoll sie die Disziplin Marathon definiert hat. Ein Marathon mit einer Siegerzeit unter vier Stunden wie in Lugano (offizielle UCI-Vorgabe: 4.5 Stunden) bevorzugt eindeutig traditionelle Cross Country-Spezialisten, die bekannten Marathon-Spezilisten konnten in Lugano wenig ins Renngeschehen eingreifen - oder gingen wie eine Anita Steiner schon gar nicht an den Start. Zu bemerken ist dabei aber auch, dass die Cross Country-Spezialisten während der Saison nur selten auf Langdistanz-Siege losgehen. Tun sie es bei Gelegenheit, sind sie ernst zu nehmenden Siegesanwärter. Man erinnere sich an die Swiss Bike Masters-Siege von Thomas Frischknecht oder Bart Brentjens.


Trotzdem: Ein Disziiplinen-Splittung wäre schade für die Sportart. In die offiziellen Mountainbike-Weltmeisterschaften gehören alle Disziplinen integriert und es kann nicht sein, das ein Titel bereits im Juli vergeben wird, während die restlichen Disziplinen zwei Monate später ums Regenbogentrikot kämpfen. Auch aus Sicht der Medienabdeckung ist dieser Entscheid fragwürdig. Es ist in Frage zu stellen, ob Frischi mit seinem diesjährigen Titel die gleiche Medienpräsenz einheimsen hätte können, wäre der Marathon-Titel nicht in die WM in Lugano integriert gewesen.




Meldung vom 19. September 2003 (Autor: red )
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Passende Beiträge

Passende Google-Links