| Marathon-Eclat: Die Stimmen von Betroffenen |
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Der Skandal um die falsche Streckenführung beim Damenrennen beim Marathon-Weltcup in St. Wendel geht weiter. Auf die Berichterstattung auf ride.ch und auf der Website der Bikesport-News sind einige Stellungnahmen bei uns eingetroffen und belegen, wie gross die Verwirrung nach dem Rennen gewesen sein muss. Im Zentrum der Diskussion steht die gute Platzierung von Daniela Louis, die gemäss deren Aussagen bis kurz vor Schluss einen fast unaufholbaren Rückstand gehabt haben muss. Beni Ruf, Betreuer und Manager von Petra Henzi: Es gab in St. Wendel Informationen und ganz klare Aussagen mit Bestätigung von neutralen Personen, nur wollte man überhaupt nicht darauf eingehen. 20 km vor dem Ziel passierten die ersten vier Frauen ohne Daniela Louis die ca. 6 Minuten Rückstand hatte (nach 5 Min haben wir die Stoppuhr abgestellt). Auf diesen letzten 20 km haben sich die 4 oben genannten Frauen die einzel fuhren auch nicht mehr verfahren, und Daniela ist weder an Pezzo noch an Petra vorbeigefahren und trotzdem im Ziel vor ihnen angekommen. Ddas heisst Daniela hätte 9,5 Min schneller fahren müssen als Petra auf diesen 20 km! Schade für den Sport! Ich persönlich war 5 mal an der Strecke mit Funkverbindung und Natel mit drei Betreuern und war jederzeit genau im Bild über den ganz genauen Rennstand. Als ich ein 6. Mal kurz vor dem Ziel an der Strecke war, kam wie aus heiterem Himmel Daniela mit Esther zusammen vor Petra und Pezzo. Lisa Dätwyler, Supporter Esther Süss Ich habe gerade den Bericht zum UCI Weltcup in St. Wendel bei Bike Sport News gelesen. Zeitgleich hatte ich Kontakt zu Esther Süss. So einfach wie das geschrieben steht, ist es meiner Meinung nach aber nicht. Paola Pezzo und Petra Henzi sagen unabhängig voneinander, dass Daniela Louis sie NICHT überholt hat. Beide sind aber der felsenfesten Überzeugung richtig gefahren zu sein! Ebenso Esther Süss! Meine Meinung ist, dass hier etwas nicht sauber abläuft. Es liegen Aussagen von Betreuern vor die in der letzten Feedzone die Abstände gestoppt haben, und da war Daniela noch Minuten von Esther weg. Die UCI vertreten durch Beat Wabel sagt, auch sie hätten gestoppt, man will aber mit den Zahlen nicht herausrücken. Ich suche nun Fahrer der anderen Kategorien die sich mit Ihren Beobachtungen bitte bei mir melden! Weiter meine ich, wenn alle ausser Daniela falsch gefahren sind, warum belässt man sie dann im Klassement? Ich glaube, dass die Streckenposten sich in ihren Fahrzeugen aufgehalten haben und zum Teil auch vor sich hindösten! Sie sind der Kälte und Nässe draussen so ausgewichen. Das Bedauerlichste ist, dass es offenbar von der Seite der UCI nicht möglich ist, fairen Marathon-Sport zu bieten. Es ist vor allem schade um die Sportlerinnen die viel auf sich nehmen um hier auf diesem Niveau mitmachen zu können. Es ist eine Respektlosigkeit ihnen gegenüber was hier abläuft. Noch bedauerlicher ist es, dass meine Freundin Esther Süss nun schon das zweite Mal Opfer ist. In Kanada war sie nach 10 Minuten disqualifiziert. Nachdem ein Brasilianischer Betreuer Protest eingelegt hatte, sie sei falsch gefahren. Wir sagen heute noch, Esther ist korrekt auf die Strecke zurückgekehrt! Daniela Louis sagt im neuen Fall sie sei als einzige korrekt gefahren, und kommt so bei UCI durch? Danke an Alle die zur Aufklärung beitragen. Bitte melden unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt. JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Daniela Louis, Direktbetroffene Ich bin für fairen Sport und es ist nicht fair, dass jetzt alle so auf mir herumhacken. Gegen den Protest, den gegen mich eingeleitet wurde, habe ich mich nie gewehrt. Ich bin alleine nach St. Wendel angereist und hatte nicht alle paar Kilometer Betreuer mit Stoppuhr und so. Ich kann nur sagen, dass Paola einen Kettenklemmer hatte und vom Rad stieg und ich an ihr vorbeizog. Nach einiger Zeit konnte ich an Sydor vorbei ziehen und mich motivierte dies immer mehr. Ich war auch auf den letzten Kilometern praktisch nie alleine. Weiter habe ich auch nie gesagt dass ich richtig oder falsch gefahren bin. Auch ich habe mich im mittleren Teil zwei mal verfahren und musste retour auf die Strecke. Nach der letzten Feedzone war dies jedoch nicht mehr der Fall und bin so gefahren, wie ich von den Streckenposten gewiesen wurde. Was soll ich also machen... Wie würdet ihr wohl in meiner Situation reagieren....? Auf jedenfall freue ich mich auf die baldige Winterpause und hoffe das wir im nächsten Jahr von solchen Unannehmlichkeiten verschont bleibt. Für alle Fahrer wünsche ich, dass ihr nie so unfair beschuldigt werdet. |
Meldung vom 04. Oktober 2005 (Autor: red ) |







