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In Schladming kann die Polin Maja Wloszczowsa erstmals ein Weltcuprennen für sich entscheiden und gewinnt das Rennen vor Irinia Kalentieva und Marié-Hélène Prémont. Fast das ganze Rennen über sah es nach einem Sieg Marga Fullanas aus, die aber zum wiederholten Mal ihre Führung in der Schlussrunde abgeben muss und schliesslich auf den vierten Platz zurückfällt. Den Gesamtweltcup hat Marié-Hélène Prémont bereits vor dem Rennen in Schladming für sich entscheiden.
Wloszczowska ist zurück, Prémont geht
Das Damenrennen in Schladming ist geprägt von einem grossen Comeback und einem grossartigen Rücktritt. Die Polin Maja Wloszczowska galt bis ins Jahr 2004 als eines der ganz grossen Talente, verlor dann aber den Anschluss an die Weltspitze. Während drei Jahren kämpfte sie um den Anschluss, tauchte an den Weltmeisterschaften im Val di Sole erstmals wieder an der Weltspitze auf und gewann schliesslich an den Olympischen Spielen in Peking die Silbermedaille. Nun bestätigt sie ihre gute Form mit ihrem ersten Weltcupsieg ihrer Karriere. Umgekehrt ist die Situation von Marie-Hélène Prémont, die in Schladming ihr letztes Weltcuprennen ihrer Karriere auf dem dritten Rang beendet. Sie tritt auf Ende Saison zurück und krönt ihre Karriere mit dem Sieg der Gesamtweltcup-Wertung.
Die Schweizerinnen schliessen das Rennen in Schladming mit einer mittelmässigen Bilanz ab. Für Petra Henzi ist das Rennen mit einer Laufzeit von nicht einmal 90 Minuten viel zu kurz. Der neunte Rang kann zwar ein gutes Resultat gebucht werden, hätte das Rennen aber etwas länger gedauert, wäre deutlich mehr möglich gewesen. «Für mich hätte das Rennen noch eine Runde länger gehen können, um die haben sie mich glatt betrogen. Mir war es von Anfang an zu kalt und ich hatte grosse Probleme mit der Atmung. Je länger das Rennen ging, desto besser wurde es und ich hätte noch genügend Kraft gehabt um mich nach vorne zu arbeiten», kommentierte die Aargauerin ihr Rennen.
Nathalie Schneitter verteidigt mit ihrem 16. Platz ihren dritten Platz in der U23-Gesamtweltcup-Wertung, liegt aber damit hinter ihrem tatsächlichen Potenzial. «Die Luft war bei mir schon ein bisschen draussen. Ich bin deshalb froh, noch einmal eine gute Leistung gezeigt und mir für das erste Weltcup-Rennen 2009 einen Top-20-Startplatz gesichert zu haben», erklärte die Olympiafahrerin im Ziel.
Katrin Leumann muss das Rennen auf einem Ersatzbike bestreiten, da ihr Rennbike in der Nacht auf Samstag aus dem Hotelkeller gestohlen wurde. Und auch Marielle Saner startete mit ungünstigen Vorzeichen ins Rennen und kämpfte mit einer argen Erkältung. Keinen Exploit war auch von Maroussia Rusca zu erwarten, die seit zwei Wochen die Geschäftsführung eines Cafés in Bulle übernommen hat
Rangliste Mountainbike Weltcup Schladming, Cross Country Damen:
1. Maja Wloszczowska (POL), 1:26:42
2. Irina Kalentieva (RUS), +37
3. Marie-Helene Premont (CAN), +1:05
4. Margarita Fullana Riera (ESP), +1:17
5. Sabine Spitz (GER), +2:26
6. Rosara Joseph (NZL), +2:55
7. Katerina Nash (CZE), +3:19
8. Catharine Pendrel (CAN), +3:39
9. Petra Henzi (SUI), +3:47
10. Elisabeth Osl (AUT), +4:01
16. Nathalie Schneitter (SUI), +8:15
20. Katrin Leumann (SUI), +9:41
25. Marielle Saner-Guinchard (SUI), +10:28
Rangliste Gesamtweltcup 2008, Cross Country Damen:
1. Marié-Hélène Prémont (CAN), 1580
2. Catherine Pendrel (CAN), 1243
3. Margarita Fullana (ESP), 1060
4. Irinia Kalentieva (RUS), 900
5. Georgia Gould (USA), 890
6. Lene Byberg (NOR), 870
7. Katerina Nash (CZE), 811
8. Tereza Hurikova (CZE), 798
9. Mary Mcconneloug (USA), 723
10. Sabine Spitz (GER), 675
13. Petra Henzi (SUI), 622
15. Katrin Leumann (SUI), 613
19. Nathalie Schneitter (SUI), 509
29. Maroussia Rusca (SUI), 329
45. Marielle Saner-Guinchard (SUI), 188
47. Esther Süss (SUI), 180
68. Sarah Koba (SUI), 96
Rangliste Gesamtweltcup 2008, Cross Country Damen U23:
1. Tereza Hurikova (CZE), 798
2. Chengyuan Ren (CHN), 578
3. Nathalie Schneitter (SUI), 509
4. Tanja Zakelj (SLO), 324
5. Julie Krasniak (FRA), 225
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