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Lehikonen gewinnt Downhill-Weltcup in Champéry
Der Finne Matti Lehikonen gewinnt in Champéry sein zweites Weltcup-Rennen bei einem Wettkampf auf einer extrem technischen Strecke und einem deftigen Gewitter-Regen in der Entscheidungs-Phase. Dieses Gewitter machte die Strecke zur Rutschpartie und sämtliche am Schluss startenden Athleten konnten an ihre schnellen Trainingszeiten nicht anknüpfen - ausser Sam Hill. Wo alle anderen nur mit Müh und Not auf der Strecke blieben, fuhr der Australier auf der glitschigen Strecke wie auf Schienen. Sein unglaublicher Lauf wurde mit dem dritten Platz belohnt.



Beste Schweizer sind Dominik Gspan auf Platz 18 und einen Rang dahinter Claudio Caluori. Beide sind noch bei trockenen Bedingungen ins Ziel gekommen. Caluori, der die Rennstrecke gestaltet und auch gebaut hat, ist im Training bei einem Sturz mit einem Finger in einem Fangnetz hängen geblieben. Lange sah es danach aus, als könnte er am Rennen gar nicht starten. Mit zusammengeklebten Zeig- und Mittelfinger konnte er aber trotzdem die Bremse betätigen, mit entsprechend geringen Ambitionen startete er schliesslich ins Rennen. Der Wetterumbruch kam ihm nun für einmal zu Gute. Beim Weltcup-Auftakt in Vigo passierte ihm genau das Umgekehrte. Caluori musste damals im Regen starten während die Sieger bei trockenen Bedingungen ins Ziel kamen.



Kurzes Comeback von Damien Mermoud

Interessant war in Champéry der Auftritt von Damien Mermoud. Der Genfer ist letztes Jahr vom Spitzensport zurückgetreten und ging in Champéry nur zum Spass ins Rennen. Im Zeittraining legte Mermoud dann aber die zehntschnellste Zeit hin - über 20 Sekunden schneller als der nächste Schweizer (Dominik Gspan). Im Finallauf fiel aber auch sein Lauf förmlich ins Wasser, es reichte gerade mal zu Rang 53.



Eindrückliches Comeback von Nico Vouilloz

Nicht anders erging es Nicolas Vouilloz, dem besten Mountainbiker aller Zeiten. Der Franzose hat auf den Weltcuplauf in Champéry seine Rückkehr in den Downhillsport angekündigt. Im Zeittraining musste er wegen der fehlenden UCI-Punkte als einer der letzten auf die Strecke, überholte anschliessend vier (!) vor ihm fahrende Downhiller und legte die fünftbeste Trainingszeit an den Tag. Im Hauptrennen wurde auch sein Lauf ein Opfer des heftigen Gewitters.



Eine Klasse für sich: Sam Hill

Trotzdem hätte es Vouilloz wohl nicht ganz an die Spitze gereicht - denn da stand Sam Hill. Den Trainingslauf dominierte er mit fast 15 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten. Der junge Australier fährt zur Zeit in einer anderen Liga. Als Hill dann sein Bike im strömenden Regen wie auf Schienen über die durchnässte Strecke steuerte, standen selbst Fahrer wie Steve Peat oder Greg Minnaar ungläubig vor der Grossleinwand. Hätte Hill trockene Bedingungen vorgefunden, hätte er wohl das ganze Fahrerfeld förmlich deklassiert.



Rangliste Downhill-Weltcup Champéry

1. Matti Lehikoinen (FIN)

2. Steve Peat (GBR)

3. Samuel Hill (AUS)

4. Fabien Barel (FRA)

5. Michael Hannah (AUS)

6. Adam Brayton (GBR)

7. Josh Bryceland (GBR)

8. Marcus Klausmann (GER)

9. Adam Vagner (CZE)

10. Remi Thirion (FRA)

18. Dominik Gspan (SUI)

19. Claudio Caluori (SUI)

32. Sam Zbinden (SUI)

41. Nick Beer (SUI)

53. Damien Mermoud (SUI)

59. Marcel Beer (SUI)





Meldung vom 10. Juni 2007 (Autor: red )
 

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