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Kulhavy gewinnt dritte Afxentia-Etappe

Jaroslav Kulhavy verhinderte auf der letzten Etappe des Afxentia Etappen-Rennens auf Zypern das Triple von Roel Paulissen. Aus einer vierköpfigen Spitzengruppe siegte der junge Tscheche in Mantra tou Kampiou in einem wirklich spannenden Cross-Country-Rennen über 43 Kilometer. Der Schweizer Andreas Kugler wurde Dritter. Im Frauen-Rennen gab es den gleichen Zieleinlauf wie beim Freitagsrennen. Sabine Spitz wiederholte ihren Sieg vor Tereza Hurikova und Petra Henzi.



In der dritten Runde des Cyprus Sunshine Cup entstand in der dritten Runde eine vierköpfige Spitzengruppe. Ein starker Jaroslav Kulhavy, ein souveräner Roel Paulissen, ein Andreas Kugler, der einen guten Eindruck machte und ein Christoph Soukup (Aut), der sehr frisch wirkte, jagten durch die Wälder des Machairas Forest, wobei die Führung ständig wechselte, weil immer wieder ein Fahrer in den schwierigen Downhill-Sektionen Fehler machte.

Die Entscheidung fiel durch eine Attacke von Jaroslav Kulhavy zu Beginn der fünften und letzten 7,4 Kilometer-Runde. Der Juniorenweltmeister von 2003 riss eine Lücke, fuhr dann mit Vollgas in den nächsten Downhill und hatte 30 Sekunden Vorsprung. “Ich war sehr schnell in den Downhills. Der Kurs ist sehr technisch und das kommt mir entgegen. Aber auch meine Beine waren sehr gut heute”, erzählte der junge Tscheche nach dem Rennen mit einem breiten Grinsen im Gesicht.




Roel Paulissen entschied sich seinen früheren Siemens-Cannondale-Teamkamerade gehen zu lassen. “Ich wollte in den Downhills nichts mehr riskieren und konzentrierte mich auf die Gesamtwertung. Es ist schön für Jaroslav diesen Sieg zu haben aber ich bin auch glücklich mit meinem Rennen. Die letzten beiden Tage waren sehr hart”, erklärte Paulissen.

Andreas Kugler zeigte erneut eine starke Vorstellung aber als Kulhavy seinen Fuß aufs Gaspedal drückte, konnte er nicht folgen. Paulissen hatte Probleme im nächsten Downhill und Kugler konnte ihn passieren. Soukup stürzte und verlor den Kontakt. Später kam Paulissen wieder an den Schweizer heran und setzte einen Konter. “Ich denke Kulhavy war heute der Stärkste und dann Paulissen. Ich hatte ein bißchen Glück, weil Soukup ebenfalls sehr stark zu sein schien. Ich bin sehr froh über meine gute Form”, erzählte Kugler nach dem Rennen.



Für Soukup, den einzigen Fahrer aus der Führungsgruppe, der nicht an den ersten beiden Afxentia-Etappen teilgenommen hatte, war es zu diesem Zeitpunkt bereits der zweite Sturz. Am Ende der ersten Runde, berührte er Fredrik Kessiakoff (oder auch andersherum) fiel zu Boden und verletzte sich am Bein so, dass er später deshalb ein Krankenhaus aufsuchen musste. Während Kessiakoff, der sich ebenfalls leicht verletzte, das Rennen beendete, setzte Soukup den Wettbewerb fort und war in der Lage in der Führungsgruppe eine eindrucksvolle Rolle zu spielen.



A propos: Die schwedische Armada, die auf den ersten beiden Etappen überaus gute Resultate eingefahren hatten, erlebte einen unangenehmen Tag. Emil Lindgren fuhr einen Plattfuss, weit entfernt von der Technischen Zone und gab auf. Magnus Darvell hatte Probleme mit seinem Herzschlag und gab vorsichtshalber auf. 

Das veränderte auch die Gesamtwertung des Afxentia Etappen-Rennens. Paulissen hatte keine Probleme seine Führung ins Ziel zu bringen und siegte am End emit 5:11 Minuten Vorsprung auf Jaroslav Kulhavy. Dritter wurde dessen Landsmann Milan Spesny (8:17 zurück), der vom Ausscheiden des Schweden-Trios profitierte.



Wieder Spitz und wieder knapp

Das Damen-Rennen war nicht weniger aufregend. Als die Konkurrenz eine Runde alt war, hatte sich eine dreiköpfige Spitzengruppe gebildet. Sabine Spitz,  Tereza Hurikova und Petra Henzi beharkten sich und wechselten sich ständig in der Führung ab.

Hurikova zeigte, wie ihr Landsmann Kulhavy, Klasse in den Downhills. Auf dem lockeren Untergrund war sie immer sehr schnell. Das nötigte Spitz und Henzi auf den breiten Forstwegen die Lücken zu zu fahren. Wie Spitz erzählte, sah Henzi in diesen Passagen sehr gut aus. “Ich denke, wenn Petra das Problem nicht gehabt hätte, dann ware es eng geworden zwischen ihr und mir. Sie ist in sehr guter Verfassung.”



“Dieses Problem” war ein Hinterrad-Defekt in der dritten von vier Runden. “Ich habe mich wirklich sehr gut gefühlt, das war Pech. Aber auf der anderen Seite bin ich froh, dass ich Elisabeth Osl und noch abfangen und den dritten Platz sichern konnte”, sagte Marathon-Weltmeisterin Petra Henzi.

Durch Henzis Pech wurde das Rennen zu einem Duell zwischen Hurikova und Spitz, wie schon bei der ersten Etappe am Freitag. Gemeinsam gingen die beiden in die letzte Runde.

Spitz bekam einen kleinen Vorsprung aber im zweiten Downhill bemerkte sie, dass ihre Vorderbremse nicht mehr funktionierte. Sie war zum Laufen gezwungen, so dass Hurikova wieder heran kam.

“Wir sind dann wieder etwa zwei Minuten zusammen gefahren. Dann habe ich mir überlegt, dass ich nicht bei ihr bleiben kann. Ohne meine Vorderbremse hätte sie mich im nächsten Downhill abgehängt. Also habe ich attackiert. Der Vorsprung war dann groß genug, um den Sieg sichern zu können”, schilderte Europameisterin Spitz die Entscheidung.



“Ich habe mich sehr gut gefühlt, gar nicht so erschöpft von gestern. Aber als Sabine angegriffen hat, haben meine Beine fürchterlich weh getan. Ich konnte ihr nicht folgen. Ich denke meine Form ist besser als letztes Jahr um diese Zeit. Ich freue mich über den Sieg in der Gesamtwertung”, sagte Hurikova, nachdem sie 15 Sekunden hinter Sabine Spitz (1:57:43 Stunden) die Ziellinie passiert hatte, also ähnlich knapp wie schon am Freitag als es vier Sekunden waren.

Die 21-jährige Tschechin gewann die Afxentia-Gesamtwertung mit 10:09 Minuten Vorsprung auf Alexandra Engen (Swe), die als Fünfte hinter Elisabeth Osl (Aut), die U23-WM-Dritte von 2007, erneut überzeugen konnte.

Heather Irmiger (USA) wurde Dritte mit 19:25 Minuten Rückstand. “Ich habe mich sehr müde gefühlt”, sagte die Gewinnerin des ersten Sunshine-Cup-Laufs vor einer Woche nach ihrem zehnten Platz.



Nun gibt es sieben Tage Rennpause. Der vierte Lauf zum Cyprus Sunshine Cup wird am kommenden Sonntag in Voroklini ausgetragen. In der Gesamtwertung der Serie führt nach drei von fünf Rennen Roel Paulissen mit 280 Punkten vor Andreas Kugler (250) und Karl Platt (202), der mit Reifendefekt heute nur 14. werden konnte.

Bei den Damen übernahm Petra Henzi (233) die  Führung vor Heather Irmiger (231) und Alexandra Engen (223).


Quelle: Pressemitteilung

 



www.mtbcyprus.com


Meldung vom 02. März 2008 (Autor: red )
 

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