| Kos Cup: Christoph Soukup gewinnt ? trotz Fieber |
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Kos, die Insel des Hippokrates, lud an diesem Wochenende zur ersten Austragung des als E1-Rennen klassierten «Kos Cup». An den Berghängen über dem Dorf Zia hatten die Verantwortlichen eine Strecke ausgeflaggt, die bloss auf den ersten Metern harmlos, dafür nachher umso anspruchsvoller war. Nach etwas über eineinhalb Stunden Renndauer konnte sich der österreichische Meister Christoph Soukup als Sieger feiern lassen ? vor der Elite der griechischen Biker, die unter sich das erste Selektionsrennen für den einzigen Startplatz an der Heimolympia in Athen ausfuhren. Nach dem ersten Trainingstag auf der Strecke waren sich alle Rennfahrer einig: Die Strecke des «Kos Cup» hats in sich, lässt kaum Verschnaufpausen zu und zwingt immer wieder zu Laufpassagen, die den Rhythmus brechen. Für eine selektive Strecke hatten die Organisatoren also gesorgt, und die griechischen Medien liessen sich den Auftakt zum «Greek Cup MTB» nicht entgehen. Auch die Betreuung der Athleten war vorbildlich: Von der Pasta-Party am Vorabend über den Shuttle-Bus zum Start für Ross und Reiter bis zum Gratis-Mittagessen für alle Fahrer nach dem Rennen wurde die ganze Palette geboten. Dank dem OK-Mitglied Esther Toubazis, die ursprünglich aus Luzern stammt, fanden sich übrigens auch Nichtgriechen problemlos zurecht. Favorit Soukup: Souveräner Sieg trotz Fieber Im Rennen sorgten zwei Fahrer schnell für eine Vorentscheidung: Der Grieche Konstantinos Symelidis und der österreichische Meister Christoph Soukup zogen schon in der ersten Runde auf und davon. Soukup gelang es in der Folge, Symelidis zu distanzieren und einen ungefährdeten Sieg nach Hause zu fahren ? trotz Atemproblemen und leichten Fiebers. Deutlich animierter verlief der Kampf um den dritten Podestplatz, in dem sich Emmanuel Kotoulas erst in der letzten Runde gegen Andreas Markakis durchsetzen konnte. Laut Symelidis steht allerdings bestenfalls im Juli fest, ob die Griechen als Gastgeber überhaupt einen der fünfzig Startplätze an Olympia für sich beanspruchen dürfen. Dass Christoph Soukup mit dem Verweis auf seine gesundheitlichen Probleme nicht bloss die Erwartungen an ihn als haushohen Favoriten zu dämpfen versuchte, zeigte sich nach dem Rennen: Der junge Österreicher zitterte auf dem Siegerpodest am ganzen Körper, im Hotel wies er später über 39 Grad Fieber auf. Move wünscht ihm daher auf diesem Wege gute und rasche Besserung. «Ich hab am Morgen noch meinem Trainer in Österreich angerufen, weil ich leichtes Fieber hatte. Der hat mir geraten, das Rennen zu fahren, wenn auch nicht mit voller Intensität. Dass es auch so zum Sieg gereicht hat, freut mich, zumal ich über den Winter fast nur auf der Rolle und kaum auf dem Bike trainiert habe. Entsprechend sind mir auf dieser anspruchsvollen Strecke noch viele Fehler unterlaufen.» Laut dem zweitplatzierten Konstantinos Symelidis, der im «Greek Cup MTB» als Sieger gewertet wurde, war der «Kos Cup» auch für die griechischen Fahrer ein Novum: «Normalerweise fahren wir in Griechenland auf technisch anspruchslosen Kursen, die zum grössten Teil aus Forststrassen bestehen. Da war diese Strecke ein ganz anderes Kapitel: Seltsamerweise habe ich nur in den Laufpassagen meinen Maximalpuls erreicht, im Sattel dagegen nicht.» Seinen Sieg im ersten Lauf des griechischen Cups, der ihm im Kampf ums einzige Olympia-Ticket die besten Karten verschafft, nimmt Symelidis dagegen gelassen: «Die anderen Griechen will ich nicht zum Massstab nehmen. Statt dessen möchte ich mich an E1-Rennen in Griechenland und einigen Worldcups mit der internationalen Konkurrenz messen, um so näher an die Weltspitze heran zu kommen.» Bis im Juli sollte auch definitiv bekannt sein, ob die Griechen als Gastgeber überhaupt einen Startplatz im olympischen Bikerennen der Herren bekommen. Das touristische Konzept hinter dem Rennen Bisher ist Kos vor allem als Destination für Bade- und Partyferien ein Begriff ? doch das soll sich nach dem Willen der Touristiker ändern. Denn auf der Insel mit ihren 26'000 Einwohnern hats auch etwa 13'000 Velos ? weshalb Kos nun als «Insel des Fahrrads» positioniert werden soll. Dank mildem Klima, dichtem Strassennetz und vielfältiger Topographie bietet die «Insel des Hippokrates» auch beste Voraussetzungen für Bikeferien. Das milde Klima gibt?s als Zugabe dazu: Wenn der jeweils im Verlaufe des Tages auffrischende Wind nicht wäre, würde man sich im März schon im Sommer wähnen. Doch auch mit dem Wind bietet Kos ideale Voraussetzungen für die letzte Phase der Saisonvorbereitung. Und mit dem hochdotierten «Kos Cup» nun auch ein passendes Rennen. 1st International Kos Cup, E1 Race für Herren Zia, Kos / Griechenland 1. Christoph Soukup, HiTec Sports, Österreich, 21km in 1:36 Stunden 2. Konstantin Symelidis, GRE, + 1.30 min 3. Emmanuel Kotoulas, GRE, + 7.02 min 4. Andreas Markakis, GRE, + 7.35 min 5. Konstantinos Bardis, + 11.30 min |
Meldung vom 14. März 2004 (Autor: red ) |







