| Kalberer und Blatter gewinnen in Volketswil |
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Trotz Aprilwetter traf sich am Samstag Nachmittag, dem 20. April 2002, ein hochklassiges Teilnehmerfeld in Volketswil zum zweiten Lauf des Swisspower Cups - und blieb anders als im Vorjahr vom Schnee verschont. Auf der schnellen Strecke entwickelten sich Rennen, bei denen die Taktik mindestens ebenso entscheidend war wie schiere Kraft. Der Begriff "Favoritensieg" mag abgedroschen klingen, hat aber seine Facetten. In der U23-Kategorie konnte Florian Vogel vom Swisspower Mountainbike-Team den ganzen Frust über sein Pech im Auftaktrennen von Wynigen (zwei Mal Kette gerissen, ein Plattfuss, Rang 39) in Energie umsetzen. Trotz ungünstigem Startplatz arbeitete er sich nach vorne und verwies Ralph Näf vom Team Koba im Spurt auf Rang zwei. Das Podest komplettierte Reto Manetsch vom Athleticum MTB Team, der seinerseits bloss 13 Sekunden auf den Sieger verloren hatte. In Buchs war sie der deutschen Weltranglisten-Zweiten Sabine Spitz (Merida International) noch unterlegen, in Volketswil liess Barbara Blatter (Specialized) aber nichts anbrennen. Das ganze Rennen über fuhr sie in der Spitzengruppe mit, um anfangs der letzten Runde die Kadenz nochmals zu erhöhen. «Mein Angriff war die einzige Möglichkeit, eine Sprintentscheidung zu verhindern. Ich wusste, dass es auf dieser schnellen Strecke und bei diesem starken Feld schwierig werden würde, eine frühzeitige Entscheidung herbei zu führen und es ist aufgegangen», meinte Barbara Blatter zu ihrer Rennstrategie. Gespurtet wurde dann doch noch, allerdings «nur» um Platz Zwei. Dabei konnte Petra Henzi (Fischer-K2) Sabine Spitz hinter sich lassen. Sonja Traxel (Swisspower Mountainbike-Team) und Maroussia Rusca (Arrow Swissbike Team) bestätigten mit den Rängen 4 und 5 ihre Podestplätze vom weniger stark besetzten Rennen eine Woche zuvor in Wynigen. Dass auch Thomas Kalberer (Arrow Swissbike Team) seine Leistung von Wynigen wiederholen könnte, schien vor dem Rennen angesichts des starken Starterfelds unwahrscheinlich: Neben dem starken, deutschen Team T-Mobile und den Schweizer Weltcup-Fahrern Christoph Sauser (Volvo-Cannondale) und Thomas Hochstrasser (Giant) war auch Thomas Frischknecht (Swisspower Mountainbike-Team) nach seiner Handverletzung mit anschliessender Blutvergiftung wieder am Start. Doch das schüchterte Kalberer keineswegs ein: «Die Anwesenheit dieser starken Fahrer hat mich erst recht motiviert, den Exploit von Wynigen zu wiederholen. Zumal der Lauf in Volketswil in dieser Serie mein Heimrennen ist.» Auch das Rennen der Herren war von der Taktik dominiert: Keinem Fahrer gelang es, vorzeitig eine Entscheidung zu erzwingen, so dass es zu einem Ausscheidungsrennen nach hinten kam. Auf der Zielgerade standen sich bloss noch Sauser und Kalberer gegenüber. Der Zürcher Oberländer zeigte dem Berner Oberländer im Spurt knapp das Hinterrad und sicherte sich so den zweiten Sieg im zweiten Lauf des Swisspower Cups. Erstaunlich gut erholt von seinen gesundheitlichen Problemen präsentierte sich Thomas Frischknecht: Trotz Antibiotika-Kur in der Vorwoche fuhr er auf Rang Drei, und zwar mit souveränem Vorsprung auf eine Verfolgergruppe, in der die Jungs vom deutschen Team T-Mobile den Ton angaben. Swisspower Cup, Lauf 2 in Volketswil Resultate vom Samstag, 20. April 2002 U23 Herren 1. Florian Vogel, Swisspower Mountainbike-Team, 1:13:13 2. Ralph Näf, Team Koba, +0:01 3. Reto Manetsch, Athleticum MTB Team, +0:13 4. Julien Girard, Swisspower Mountainbike-Team, +0:51 5. Markus Amstutz, OUTFIT/VC Hittnau, +1:21 Elite Frauen 1. Barbara Blatter, Specialized, 1:24:35 2. Petra Henzi, Fischer-K2, +0:22 3. Sabine Spitz, Merida International, +0:23 4. Sonja Traxel, Swisspower Mountainbike-Team, +0:39 5. Maroussia Rusca, Arrow Swissbike Team, +2:24 Elite Herren 1. Thomas Kalberer, Arrow Swissbike Team, 1:12:02 2. Christoph Sauser, Volvo-Cannondale, +0:01 3. Thomas Frischknecht, Swisspower Mountainbike-Team, +0:19 4. Stefan Sahm, T-Mobile, +1:10 5. Silvio Bundi, Athleticum MTB Team, 1:15 6. Marc Götz, T-Mobile, +1:34 7. Andreas Kugler, Scott-Allianz, +1:52 8. Daniel Sol |
Meldung vom 20. April 2002 (Autor: red ) |







