| Julien Absalon verteidigt WM-Titel vor Sauser |
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Packender Zweikampf zwischen Julien Absalon und Christoph Sauser bei den Weltmeisterschaften in Rotorua - und wieder mal hat Absalon am Schluss die Nase vorne. Er kann sich erst in der letzten Runde vom Berner Oberländer absetzen und gewinnt schliesslich mit 43 Sekunden Vorsprung. Dritter wird der Schwede Fredrik Kessiakoff vor Ralph Näf. Absalon ist nicht zu schlagen Mit den Weltmeisterschaften in Neuseeland geht das Duell Absalon-Sauser in seine nächste Runde. Der seit mehreren Jahren andauernde Zweikampf ist jeweils an den grossen Meisterschaften am ausgeprägtesten. Als Sauser vor wenigen Wochen an den Europameisterschaften durch einen Platten kurz vor dem Ziel ausgebremst wurde, konnte Absalon den Sieg erben. Die Revenge an den Weltmeisterschaften ist für Sauser aber nun missglückt: Der Franzose Absalon scheint an den grossen Wettkämpfen einfach nicht zu schlagen sein. Er wurde in den letzten drei Jahren jedes Mal Weltmeister, davor war er zweifacher U23-Weltmeister und einmal Junioren-Weltmeister. In Athen holte er sich zudem den Olympiatitel. Sausers vergeblicher Kampf um einen internationalen Titel Die Karriere von Sauser nimmt langsam fast schon tragische Züge an. Zwar ist eine Silbermedaille an Weltmeisterschaften ein ausgezeichnetes Resultat - doch auf dem Niveau Sausers zählt nur noch der Sieg. Und der will ihm an internationalen Meisterschaften nicht gelingen. Vor zwei Wochen trat er als Favorit an den Marathon-Weltmeisterschaften an, dann brach ihm im Rennen die Kurbel vom Tretlager. Auch in früheren Jahren blieb dem Berner Oberländer der ganz grosse Sieg verwehrt. Sein bisher einziger internationaler Titel: Sauser war im Jahre 1998 Europameister in der Kategorie U23. Es gibt wohl niemanden im Rennsport, der Sauser einen grossen Titel-Erfolg nicht gönnen würde. Noch sind es ja zwei Jahre bis zu den Olympischen Spielen in Peking... Näf: Zu hohes Starttempo In der ersten Rennhälfte sah es zudem so aus, als könne auch Ralph Näf um den Sieg mitreden. Dieser büsste aber für sein hohes Starttempo, musste etwas Tempo rausnehmen und könnte schliesslich problemlos den vierten Platz verteidigen. Näf trug mit seinen Angriffen massgeblich dazu bei, dass sich die Gruppe mit Absalon, Sauser, Kessiakoff und ihm vom Rest des Feldes vorzeitig lösen konnte. «Absalon und Sauser waren heute so stark, da lag keine einzige Schwächephase drin», analysierte Näf den Rennverlauf. Mit seinem vierten Platz hat Näf das Künststück vollbracht, an allen Titelkämpfen in diesem Jahr unter den ersten vier klassiert zu sein. Frischknechts Aufholjagd Hinter ihm setzte Thomas Frischknecht nach einem missglückten Start zur grossen Aufholjagd an von Platz 19 auf den sechsten Schlussrang. Sein Sparring-Partner für diese Aktion: Niemand anders als Filip Meirhaeghe, der sich nach zwei Jahren Epo-Sperre wieder an die Weltspitze vortastet. «Das ist das erste Rennen diesee Saison, bei dem ich richtig gut fahren konnte und bei dem ich in Bestform bin. Ich bin nicht mehr der Jüngste, darum lag das Podest wohl nicht drin - ausser, es wäre schlechteres Wetter gewesen. Nichts desto trotz: Das ist eine der besten Weltmeisterschaften, die ich je erlebt habe», meint Frischi im Ziel. Frischknecht ist übrigens der einzige Fahrer, der an allen Weltmeisterschaften seit 1990 (damals wurde er zweiter hinter Ned Overend) dabei gewesen ist. Pech für Vogel Grosses Pech hatte Florian Vogel, der an fünfter Stelle liegend in der fünften Runde stürzte. Dabei verbog sich sein Vorderrad und Vogel musste zu Fuss zu nächsten Wechselzone - und verlor dabei 15 Plätze. Rangliste Weltmeisterschaften 2006, Cross Country Herren: 1. Julien Absalon (FRA), 2:07:07 2. Christoph Sauser (SUI), + 0:43 3. Fredrik Kessiakoff (SWE), + 1:58 4. Ralph Näf (SUI), + 4:22 5. Hector Leonardo Paez Leon (COL), + 4:51 6. Thomas Frischknecht (SUI), + 5:19 7. Filip Meirhaeghe (BEL), + 5:54 8. Jeremiah Bishop (USA), + 6:21 9. Jean Christophe Peraud (FRA), + 7:02 10. Liam Killeen (GBR), + 7:13 20. Florian Vogel (SUI), + 10:04 34. Andreas Kugler (SUI), + 14:47 41. Martin Gujan (SUI), - 1 Runde 46. Balz Weber (SUI), - 1 Runde Medaillen-Spiegel Mountainbike-Weltmeisterschaften 2006: 1. Schweiz: 9 Medaillen (3 Gold, 3 Silber, 3 Bronze) 2. Frankreich: 5 Medaillen (2 Gold, 2 Silber, 1 Bronze) 3. Australien: 3 Medaillen (2 Gold, 1 Bronze) 4. Kanada: 3 Medaillen (3 Bronze) 5. Neuseeland: 2 Medaillen (1 Gold, 1 Silber) 5. China: 2 Medaillen (1 Gold, 1 Silber) 7. Italien: 2 Medaillen (2 Silber) 8. Grossbirtannien: 2 Medaillen (1 Silber, 1 Bronze) 9. USA: 1 Medaille (1 Gold) 9. Slowenien: 1 Medaille (1 Gold) 9. Norwegen: 1 Medaille (1 Gold) 9. Tschechien: 1 Medaille (1 Gold) 13. Russland: 1 Medaille (1 Silber) 13. Südafrike: 1 Medaille (1 Silber) 13. Holland: 1 Medaille (1 Silber) 16. Schweden: 1 Medaille (1 Bronze) 16. Polen: 1 Medaille (1 Bronze) 16. Deutschland: 1 Medaille (1 Bronze) 16. Österreich 1 Medaille (1 Bronze) www.ride.ch/website/bilder_wm06.php |
Meldung vom 27. August 2006 (Autor: red ) |







