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Julien Absalon siegt auch in Madrid

Julien Absalon ist auch in Madrid unschlagbar. Er gewinnt das Weltcuprennen in Spaniens Hauptstadt vor José Hermida und Jean-Christophe Peraud. Das Rennen wirbelte die bisherige Hierarchie im Rennsport tüchtig durcheinander: Während Vogel, Schurter, Sauser und Näf sich mit der Strecke schwer taten, brillierten Martin Gujan, Lukas Flückiger und Jürg Graf mit den Rängen acht, neun und zehn. Gujan hat damit als vierter Schweizer die Olympia-Norm erfüllt.


Das Rennen in Madrid war eines der aussergewöhnlichsten Rennen seit langem. Ganz vorne bildete sich ein grosses Feld, vorwiegend aus international weniger bekannten Fahrern. Mit Absalon, Hermida und (anfänglich) Vogel waren aber auch einige der bekannten Namen dabei. Nicht in der Gruppe waren Sauser, Näf oder Schurter, später fiel auch Vogel aus der Gruppe. Sie alle erwischten einen schlechten Tag, mussten nach eigenen Angaben immer wieder Lücken schliessen und haben damit viel Kraft verloren. Sauser stellvertretend dazu: «Es war heute nicht mein Tag. Hätte ich die Beine wie vor einer Woche gehabt, hätte ich solche Handorgel-Lücken locker schliessen können.»

Schurter gab in der Folge auf, Vogel viel auf Platz 40 zurück und Näf rettete sich als zwanzigster ins Ziel.


Dafür nutzten drei andere Schweizer die Gunst der Stunde. Martin Gujan, von Beginn weg in der Spitzengruppe, erfüllte mit dem achten Platz die Olympianorm. Neben Schurter, Vogel und Sauser zählt nun auch er zum Kandidatenkreis für Peking. Und mit Lukas Flückiger und Jürg Graf auf den Folgeplätzen haben nun nochmals zwei weitere die erste Hälfte der Norm erfüllt. «Bleiben wir realistisch, in der Schweiz ist der Kampf um die Peking-Tickets extrem hart und da reicht meine Platzierung noch nicht aus. Aber: Die Hoffnung stirbt am Schluss», analysierte Graf die Situation im Ziel.


Andere Sorgen hat Ralph Näf, der mit dem 20. Platz weit unter seinem Wert geschlagen wurde und der für Olympia noch immer erst seine WM-Medaille aus Fort William vorweisen kann. Er sei in Madrid eigentlich gut gestartet aber das ewige Lücken-Schliessen habe extrem viel Kraft gekostet und keine Erholungszeit zugelassen. «Und irgendwann stellt es dir dann einfach ab», meinte er im Ziel. Eine hohe Startnummer, schlechte Positionen im Fahrerfeld und wenige Überholmöglichkeiten haben eine bessere Platzierung verunmöglicht.

 


Rangliste Mountainbike Weltcup Madrid, Herren:

1. Julien Absalon (FRA), 2:12:30

2. José Hermida (ESP), +12

3. Jean-Christophe Peraud (FRA), +52

4. Ruben Ruzafa (ESP), +56

5. Aurelio Fontana (ITA), +1:02

6. Kashi Leuchs (NZL), +1:12

7. Christoph Soukoup (AUT), +1:17

8. Martin Gujan (SUI), +1:31

9. Lukas Flückiger (SUI), +1:38

10. Jürg Graf (SUI), +1:51

12. Christoph Sauser (SUI), +2:06

20. Ralph Näf (SUI), +3:15

25. Thomas Frischknecht (SUI), +3:46

40. Florian Vogel (SUI), +6:34

41. Christof Bischof (SUI), +6:52

51. Till Marx (SUI), +7:43

67. Mathias Flückiger (SUI), +10:17

74. Severin Disch (SUI), +11:32

77. Martin Fanger (SUI), +12:04

78. Balz Weber (SUI), +12:13

81. Patrick Gallati (SUI), +12:56

84. Lukas Kaufmann (SUI), +13:37

117. Gion Manetsch (SUI), -2 Runden

DNF Nino Schurter (SUI)

DNF Pascal Meyer (SUI)






Meldung vom 04. Mai 2008 (Autor: red )
 

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